Jahrgang 
1915
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Erlass vom 4, September 1914: Betr. Teilnahme der Schüler von über 165 Jahrem an in neeb Uebungen der Jugendwehr. u- IiA TI. w te Irrts densr es 2, K Ie,

Erlass vom 6. November 1914: Die Lehraufgaben der einzelnen Klassei sind zu den grossén kriegerischen Ereignissen in lebendige Beziehung zu setzen. Sölche Anknüpfungen hindern keineswegs, an der Forderung treuer Pffichtérfüllung bei den Séhülern fest- zuhalten, auch wenn hier und da in der vorgesehenen Stoffverteilung geringe Ver- schiebüngen odér gar Lücken durch das Eingéhen auf die. Tagesereignisse: eintreten Sollton e«I X enin eireinn 43n 5 iüeh ihin!A ul 2 N*iSurL.1. ſe r..

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1. e ftesisian 11, 41 1L. n. 13. 5. 4.2.. t, LrI aeA 1,111 r Erlass vom 23. September 1914: Die durch Tod der Pensionierung frei werdenden Stellen sollen während des Krieges nicht besetzt werden.. 1 134

Brlass vom 10 November und 17. Dezember 1914: Im Unterricht ist auf die Wichtigkeit der Brotversorgung, die Verwendung von Kriegsbrot und Sparsamkeit im Verbrauch 8 hinzuweisen. 4.. O Afh.s 871 2* 4f1 321 Sl:, tis Erlass vom 21. November 1914: Betr. Stärkúng des Goldvorrates der Reichsbank. 9 Erlass vom 14. Dezember 1914: Bei Beschaffung von Stahlfedern sollen inländische Erzeugnisse

. bevorzugt werden. ren. Li7t N2s. 39 Erlass vom 29. Januar 1915: Bei der Versetzung soll auf die Zeitumstände Rücksicht ge- 4 nnommen werden Die Versetzungsfähigkeit ist ganz besonders nach dem Gesichts- punkte zu beurteilen, ob der Schüler imstande sein wird, mit Erfolg an dem Unter-

richt der nächsthöheren Klasse teilzunehmen., 3

JIIl. Zur Geschichte der Anstalt. 1b

Der Unterricht begann am 21. April mit der Aufnahmeprüfung. Aufgenommen wurden 37 Schüler.

An diesem Tage trat wiss. Hilfslehrer J. Mazurkiewicz in das Lehrerkollegium ein, ebenso Dr. P. Brodt, der zu gleicher Zeit sein Probejahr ablegte. Oberlehrer Wicke leistete eine militärische Uebung von 8 Wochen ab und wurde von cand. prob. H. Fenner von Cassel vertreten.

Bei der Eröffnung des Schuljahres gedachte der Direktor in einer Ansprache des Tages der Erstürmung der Düppeler Schanzen.

Bei der Mobilmachung verliesen uns vier Herren des Lehrerkollegiums, die Oberlehrer Schreiner, Dr. Messerschmitt, Wicke und Zeichenlehrer Henkel, um in das Heer einzutreten. Oberlehrer Schreiner steht als Proviantamtsinspektorstellvertreter im Westen, Dr. Messerschmitt tut nach seiner Ausbildung als Ersatzreservist Dienst im Gefangenenlager in Meschede; Ober- lehrer Wicke trat als Leutnant d R. in sein bayerisches Regiment ein, wurde in den Kämpfen im Westen verwundet, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse; nach seiner Wiederherstellung ging er wieder zum Regiment zurück. Zeichenlehrer Henkel war von Beginn des Krieges tätig als Unteroffizier und bildete in Bingen Rekruten aus. Am 20. Dezember erhielten wir plötzlich die Nachricht, dass er im Lazarett zu Bingen einer inneren Blutvergiftung zum Opfer gefallen sei. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel wirkte diese Nachricht, da niemand von einer Erkrankung des kräftigen, anscheinend kerngesunden Mannes gehört hatte. Sein Dod bedeutet für die Anstalt einen schweren Verlust. Er hat es verstanden seine Schüler für seine Kunst zu begeistern und sie zu hohen Leistungen zu führen. Am letzten Schultage vor Weih- nachten hielten wir seine Trauerfeier im Saale ab, an der auch das Kuratorium und das Lehrer- kollegium der höheren Mädchenschule, an der Henkel ebenfalls Zeichenunterricht gegeben hatte, teilnahmen. Nach dem Gesang eines Chorales und dem Vortrag des Beethoven'schen Trauermarsches widmete der Unterzeichnete dem Entschlafenen einen Nachruf, in dem er auf