— 17—
nämlich eine vollständige Rundfunk-Empfangs- einrichtung mit Zubehör und Laufsprecher. Für die Bücherei schenkie der Herr Unterrichtsmini- ster das Werk von lJames Beck, Die Ver- fassung der Vereinigten Staaten von Nordame- rika, in deutscher Uebersebung, der Herr Reichs- minister des innern die bisher erschienenen Lie- ferungen des Sprachaflasses des deutschen Reiches, die Staatfliche Hauptstelle für den na- lurwissecnschaftlichen Unterricht 4 Stück von Poeschel, Ins Reich der Lüfte, und Ursinus, Flug- modellbauunlerricht, das Provinzialschulkolle- gium die Verhandlungen der Il. Direktorenver- sammlung in der Provinz Hessen-Nassau, der Universitätsbund Marburg das Verzeichnis der Hauptwerke des Museums im jubiläumsbau der Universifät in Marburg, der rumänische Gene- ralkonsul Herr Rommenhöller sein Buch über
Groß-Rumänien und mehrere Verleger Schul- bücher. Die Abiturienten Habbel, Rau, Stalherm und Vorberg schenkten Bücher für die Hilfs- bücherei. Unser früherer Amfsgenosse Stu- dienrat i. R. Deinet betätigte seine Fürsorge für die Schule wieder, indem er ihr aus Mitteln, die er von ehemaligen Schülern sammelte, 75 mi- kroskopische Präparate und einige Gegen- stände für die Rundfunkeinrichtung beschaffte. Von Herrn Baurat Sommer in Braubach erhiel- ten wir eine kleine Sammlung von Mineralien, von Herfn Pfarrer Mencke in Oberlahnstein eine Glasstfülpe für biologische Zwecke und einen Jahrgang einer Zeitschrift, von der J. G. Farben- industrie Akliengesellschaft Agfa, Berlin, ein Bild„Alpspibe“.— Allen Spendern sage ich für ihre Gaben im Namen der Schule herzlichen Dank.
Schulräume, Lehr- und Lernmittel.
Etliche Klassenzimmer, die Hausflure und die Fenster wurden im Sommer neu gestrichen, so- daß besonders das Innere der Schule jetzt einen sauberen und freundlichen Eindrucdk macht. Wir hoffen, demnächst auch ein Besuchszimmer zu bekommen. Mit Hülfe von Schülern legte Stu-
dienassessor Schönfeld eine neue elektrische Klingelleitung. Mit der Anschaffung von Stüh- len für die Aula wurde begonnen.
Die Lehr- und Lernmiffel wurden, soweif die ausgesehlten Geldmiftel reichten, vermehrt.
Zur Geschichte der Schule.
Das Schuljahr begann Dienstag den 256. April 1927 und schloß Samstag den 31. März 1923.
Am 13. Februar 1928 besuchte der Dezernent des Provinzial-Schulkollegiums, Geheimer Re- gierungs- und Oberschulrat Dr. Gerstenberg, die Anstalt und wohnte dem Unterricht einiger Klassen bei.
Die Schulfeiern wurden in der üblichen Weise mit Vorirägen von Gedichten und Stellen aus Prosawerken, Chorgesängen, Klavier- und Or- chestervorträgen und Ansprachen begangen. Die Verfassungsfeier hielten wir wieder am let- ten Schulfage vor den Sommerferien, dem 15. Juli. In seiner Festrede entwickelte Studien- assessor Dr. Holz den Zusammenhang zwischen der Weimarer Verfassung und den alfdeufschen und spâtferen polifischen Anschauungen.— Am leßten Schultage vor den Herbsiferien, dem 27.
September, feierten wir den 80. Geburfstag des Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls v. Hin- denburg. Studienassessor Müller entwarf dabei ein Bild von dem Lebensgange und dem Wesen des allverehrten Staatsoberhauptes.— Am 13. Okt. 1927 versammelfen wir uns, um den 150. Geburtstag des Dichters Heinrich v. Kleist zu feiern. Studienassessor Felten sprach über Le- bensschicksale und Bedeutung des Dichfers.— Am 13. März 1928 fand die Entlassung der Abi- turienten statt. Ein Untersekundaner und ein Unterprimaner wandten sich mit Gedichten an die Oberprimaner, deren Sprecher, Hildebrant Beer, eine Abschiedsrede hielt. Der Direktor sprach den Scheidenden die Hoffnungen und Wünsche der Schule aus. Nachgetragen sei hier noch, daß es bei der Entlassungsfeier Ostern 1927 der Oberprimaner Heinrich Casper


