Johanniskirche in Niederlahnstein vorgenom- menen Ausgrabungen, durch die die Grund- mauer einer römischen Befestigungsanlage (burcus) aufgededct wurde. Der Vorfrag gab den Schülern einen lehrreichen Einblick in vor- geschichtliche, römisch-germanische und mittel- alterliche Dinge, sowie in die Arf der Ausgra- bungsforschung.
Am 21. juni 1926 hielt im Zusammenhange mit der Reichsgesundheitswoche Herr Zahnarzt Dr. Klaunilc den Primanern und Obersekunda- nern einen Vortrag mit Lichibildern über Zahn- pflege.
Am 6. juli 1926 führte eine Gruppe schlesi-
scher junglehrer vor unsern Sextanern und Ouintanern ein Mäörchenspiel vom„tapferen Schneiderlein“ und vor den übrigen Klassen drci Schwänlce von Hans Sachs und andern auf.
Am 2. Februar 1927 schilderte im Auftrage des Vereins für das Deutschtum im Auslande Herr Zeische den Schülern und Lehrern die Be- drängnis unserer von uns abgetrennten Brüder. Im Anschluß daran wurde eine Schulgruppe des Vereins gebildei, deren Leilung Studienrat Goerg bernahm, und von den Schilern und Schü- lerinnen für die gefährdeten deutschen Schulen im Auslande eine Summe von über 700 M ge- sammelt.
Verfügungen der Behörde.
Ministerialerlaß vom 1. November 26: Für das lechnische Studium ist durchweg eine praktische Ausbildung in Werkstäften oder auf Baustellen vorgeschrieben. Schiiler, die sich diesem Stu- dium widmen wollen, sollen sich schon 6 Mo- nate vor der Reifepriüfung bei der Hochschule, die sie besuchen wollen, nach den Richtlinien für die praktische Ausbildung erkundigen und sich rechtzeitig eine geeignefe Praktikanfen- stelle sichern.
Ministerialerlaß vom 1. November 1926. Be⸗ Kkannimachung: Am 3. Mai 1927 werden in die staatlichen Pädagogischen Akademien je 50 Studierende neu aufgenommen, und zwar in Elbing zur Ausbildung evangelischer Volks- schullehrer, in Kiel zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer und Lehrerinnen, in Bonn zur Ausbildung katholischer Volksschullehrer. Der Bildungsgang ist zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter gewissen Voraus- seßungen können Stipendien gewährt werden. Internate sind mit den Akademien nicht ver- bunden. Aufnahmegesuche sind bis zum 15. März an die Akademiedirektoren unmitfelbar zu richten. Der Meldung sind beizufügen: 1.
ein Lebenslauf, 2. eine beglaubigte Abschrift des Reifezeugnisses einer neunklassigen höhe- ren Lehranstalt oder eine Bescheinigung des Anstaltsleiters über die bestandene Reifoprü- fung oder über das voraussichtliche Bestehen derselben, S. ein Gesundheitszeugnis cines zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arz- ſes. Im Laufe des Monats April werden die
Bewerber, deren Aufnahme in die Akademie in
Aussichl genommen ist, zu einer Prüfung ihrer musikalischen Kenninisse und Fertigkeiten(vom Blatt Singen eines einfachen Liedes und Verfraufhcit mit Klavier oder Violine oder Or- gel) am Akademieort einberufen. Ob in be- sonderen Fällen von der Forderung hinreichender turnerischer, musikalischer und fechnischer Vor- bildung abgesehen werden kann, bleibt mini- sterieller Entscheidung vorbehalten.
Ministerialerlaß vom 18. lanuar 1927. Be- kanntmachung: Es wird beabsichtigt, Anfang Mai 1927 in Frankfurt a. M. eine pädagogische Akademie auf simulfaner Grundlage zur Aus- bildung von Volksschullehrern und Volksschul- lehrerinnen zu eröffnen. Für die Aufnahme gel- ten die Bestimmungen der Bekanntmachung vom 1. November 1926.


