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Amerika die Zeiischrift„Vergangenheit und Gegenwart“, von den Verfassern: Oskar Mey, „Das Schlachtfeld vor Troja“, und Fr. Segl, „Vom Kentrites bis Trapezus, eine Bestimmung
des Weges der Zehntausend durch Armenien“, geschenkt. Allen Spendern sage ich für ihre Gaben im Namen der Schule herzlichen Dank.
Schulräume, Lehr- und Lernmittel.
Unsere Schulräume sind luftig und hell, freundlich und gesund. Nachdem die städtische Höhere Mädchenschule, die seit August 1924 in unserem Gebäude untfergebracht war, Ostern 1927 aufgelöst worden ist, können wir wieder sämtfliche Räume benußen.
Es fehlt uns ein Besuchszimmer und ein Raum zur Einrichtung von Werkunterricht.
Zur Geschichte
Das Schuljahr begann Dienstag den 13. April 1926 und schloß Samstag den 9. April 1927.
Erhebliche Störungen des Unterrichftsganges durch Behinderung von Lehrern traten nicht ein.
Am 25. November 1926 und am 27. Januar 1927 besuchte der Dezernent des Provinzial- schulkollegiums, Geheimer Regierungs- und Oberschulrat Dr. Gerstenberg, die Anstalt und wohnte dem Unterrichte in einigen Klassen bei.
In den leßten Tagen vor den Sommerferien stellte die Schule wieder die im Zeichenunter- richt von Schülern angefertigten. Zeichnungen, Malereien und Werkarbeifen öffenflich aus. Den zahlreichen Besuchern gab Zeichenlehrer Klein Erläuterungen.
Am 12. August 1926 verschied im Alfer von 30 Jjahren Herr Gofffried Hermes der der Schule seif ihrer Griindung im Jahre 1873 als Zeichen- lehrer wertvolle Dienste geleistet hafte und nach fast 40jähriger Tätigkeit an ihr im Oktober 1910 in den Ruhestand getfreten war. Die ganze Schule gab dem verdienten Manne, der bei sei- nen ehemaligen Amtsgenossen und den frühe- ren Schülern im besten Andenken stand, das Geleite zur leßten Ruhestätfe.
Am Abend des 22. Dezember hielf die Schule eine Weihnachtsfeier ab, an der als Gäste in großer Zahl die Angehörigen der Schiiler und
Die Lehrmittel wurden in diesem lahre erheb- lich vermehrt, da außer den von der Stadt aus- geworfenen Mitteln eine vom Herrn Unterrichts- minister aus Staats- und Reichsmitfteln bewit- ligte einmalige Beihilfe von 1000 M zur Ver- fügung stand. Sie wurde bestimmungsgemäß zur Hälfie zur Beschaffung und Wiederherstel- lung von Turngeräten und zur Hälfte zur Be- schaffung von Lehrmitfteln verwendet.
der Schule.
Schülerinnen, die Verfrefer der Stadt, ehe- malige Schiller und andere Freunde der An- stalt teilnahmen. Chorgesänge, Orchester- una
Einzelmusikslücke, Gedichfsvorfräge, zwei dra-
matische Szenen und eine Ansprache des Di- rektors bildefen den Inhalt der Feier. Dieselben Kreise folgten unserer Einladung am Vormitftag des 17. Februar 1027 zur Feier der 100. Wieder- kehr des Todestfages des Erziehers Pestfalozzn und am Abend des 25. März zur Beethoven- feier. Die Gedenkrede auf Pestalozzi hielt Studienassessor Aulmann, die auf Beethoven Studienassessor Diädell.
Im engeren Kreise beging die Schule wieder am leßten Tage vor den Sommerferien, dem 16. Juli 1926, die Verfassungsfeier, bei der Stu- dienassessor Ruppel über den Reichsfreiherrn von Stein sprach. Am 31. März 1927 versam- melten fich Schüler und Lehrer zu einer Ab- schiedsfeier, die der Entlassung der Reife- und der Schlußprüflinge und dem Ausscheiden der Herren Schlift, Klein und Aulmann galt. Der Oberprimaner Max Schweizer und der Direktor hielten dabei Ansprachen.
Am 11. Mai 1926 erklärfe Herr Dr. Kuisch, Vorsteher des Landesmuseums für Nassauische Alfertiimer in Wiesbaden, den Schülern der Ober- und Mittelklassen die von ihm an der


