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Berufsberatung.
Der Berufsberatung untferzogen sich wie in den vorhergehenden jahren Sfudienrat jung, Zeichenlehrer Klein u. Studienassessor Ruppel. Die übeln wirischaftlichen Verhälinisse erschwe-
ren es den aus der Schule scheidenden Schiu- lern noch immer sehr, einen passenden Beruf zu finden.
Elternbeirat, Elternversammlungen, Verein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, Spenden für die Anstalt.
Der Elternbeiral schie sich nach der Neuwahl im Juni 1926 aus den gleichen Mitgliedern zu- sammen wie vorher, nämlich Herrn Kaufmann Jjäger, Vorsißenden, Frau Luise Rau, Herrn Loko- molivführer Martin Pöriner, Herrn Prokuristen Theodor Gieser, alle aus Oberlahnstein, und Berrn Lehrer Peter Rôrig, Schriftführer, aus Niederlahnstein. Lehrerschaft und Elternbeirat besprachen die Schulangelegenheiten in ver- Irauensvoller Zusammmenarbeit. Ebenso wurden Schulfragen in Ellernversammlungen im Mai und juni 1926 erörtert.
Die Beziehungen der Schule zum Verein ehe- maliger Schüler beslanden in der gewohnten Herzlichkeit weiter. Pfingsien 1926 vereinigte der Vorstand wieder eine staftliche Zahl der Seinigen zu einer Mitgliederversammlung. Am 10. Juli veranstallele er zum Besten der Schule in unserer Aula ein Konzert, dessen Darbiefun- gen vier frühere Schüler bestriften, nämlich der gefeierte Bariton der Berliner Staatsoper Herr Heinrich Schlusnus, die Berufsmusiker Herren Heinz Franke(Geige) u. Heinr. Palmer(Violon- cell u. Herr Studienassessor Jos. Rüdell(Kla- vier). Das Konzert bof den Hörern aus Lahn- stein und Umgebung, die den Raum bis zum leßten Platze fullten, einen herrlichen Genuß und war für Oberlahnstein ein denkwürdiges Freig- nis. Von dem EFrtfrage dieser Veranstallung und andern Mitteln beschaffte der Verein für den Musikunferricht unserer Schule einen Flü- gel, den sie bisher schmerzlich entbehrt hattfe. Bei einer fesllichen Veranstaltung, zu der sich am Abend des 25. Sepfember der Verein ehe- maliger Schiller, die Lehrer und Schiiler, die städtischen Behörden und die Angehörigen der Schüler in unserer Aula versammelten, übergab im Namen des Vereins sein Vorstandsmitglied Herr Willy Hoffmann mit einer Ansprache den
Flügel der Schule zur freien Benutung. Die Stu- dienassessoren Herren Rüdell und Ruppel und die Mitglieder des Vereins Herren Franke, Opernkapellmeister Willi Heins und Willy Kriens spendeten musikalische Gaben. Das vollendefe Spiel der Knüstler brachte die Klangschönheit des prächtigen Instrumentes ausgezeichnet zum Gehör. Die Feier, die von dem Nortrag eines Gedichtes eingeleitet und einigen Gesangsvor- frägen unseres Schülerchores eingerahmt war, lieferte cinen eindrucksvollen Beweis dafür, welch jüchtige Kräffe der Verein in sich birgt und welche Bedeutung seine Bestrebungen füt unsere Schule haben. Dem Verein, seinem fat- kräftigen Vorstande und den Mitgliedern, die ihre hohe Kunst uneigenniitzig für unsere Anstalt befätigten,sei auch an dieser Stelle herzlich ge- dankt.
Unser früherer Amtsgenosse Herr Studienrat i. R. Deinef bewährte auch in diesem jahre wieder seine Liebe zur Schule durch Wort und Tat. Den Erfrag eines Vorfrags, den er im November in unserer Aula hielt, sowie weitere Mitiel, die ehemalige Schüler der Anstalt ge- spendef hatten, bestimmte er zur Beschaffung von Unterrichtsmiftfeln und zur Einrichtung der elekfrischen Beleuchftung in der Aula. Ferner spendete ein früherer Schüler und jeßiger Freund unserer Anstalt, der nicht ge- rrannt sein will, die Summe von 200 M. Sie wurde zur Ergänzung der Lehrer- und Schüler- bücherei verwendet, insbesondere zur Begrün- dung einer bisher noch fehlenden Bücherei für die Ouinfa.
Von dem Herrn Unterrichtsminister wurde der Schule das Reichs-Bäderadreßbuch, von dem Provinzialschulkollegium in Kassel das Buch von Paul Rohrbach,„Deutsches Volkstum als Minderheit“, von der Emergency Society in


