Sekunden und Obertertien einen aufklärenden Vortrag über„Keuschheit, das ldeal des freien und heldenhaften jünglings.“
Von den auswärtigen Schülern besuchten nach dem Slande vom 1. Februar 1926 83 vom El- ſernhause aus die Schule, und zwar 41 Nieder- lahnsieiner und 41 als Fahrschiler. Die übrigen
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hatfen volle Pension hier, und zwar wohnten 58 im Collegium Carolinum, einem von einem geist- lichen Herrn, Direktor Boland, geleiteten Inter- nat, in dem die Schiüler auch in ihren Studien beaufsichtigt werden und nötigenfalls Nachhilfe erhalten; zwölf waren in Bürgerfamilien in Ober- lahnstein, fünf in Niederlahnstein untergebracht.
Schulgeld, Freistellen, Hilfsbücherei.
Das Schulgeld betfrug für die einheimischen Schiiler, wie an den staatlichen Anstalten, 10 M. im Monat. Von den auswärtigen wurde ein Zuschlag von 25 v. H. erhoben, sodaß sie 12,50 M. zu entrichten haften. Vom 1. Januar 1926 ab wurden die Sätze um 25 v. H. erhöht. Für jün- gere Geschwister iraten die vom Herrn Minister bestimmten Ermäöäßigungen ein.
Im Sommerhaibjahr bewilligte auf Vorschlag
der Lehrerschaff der Schulausschuß einheimi- schen Schülern 15 ganze und zwei halbe Frei- stellen, im Winterhalbjahr 16 ganze und zwei halbe, für das leßie Vierfeljahr noch zwei wei- fere ganze.
Die Schule besitt eine gut ausgestattfete Hilfs- bücherei, aus der Freischüler unentgeltflich und mäßig bemitfelle Schüler gegen eine geringe Oebühr Schulbücher entleihen können.
Berufsberatung.
Die Berufsberatung war vom Lehrkörper wieder dem Siudienrat jung, dem Zeichenllehrer Klein und dem Studienassessor Ruppel über- fragen. Im Religionsunterricht besonders der Prima und Sekunda wurden siftliche und prak- iische Berufsfragen erörterft und in vertraulichen Besprechungen einzelnen Schülern unterer, mitt- ſerer und oberer Klassen Ratschläge erteilf. Für
den, der sich mit Berufsfragen befaßt, ist es befrübend, zu sehen, wie sehr die Berufswahl den Schülern der oberen und mittleren Klassen erschwert ist infolge der schlimmen wirischaft- lichen Verhältnisse, der Sperrung so vieler Be- amfenberufe und der allseitigen Warnungen vor dem Eintriftt in freie, namentlich akademische Berufe.
Elternbeirat, Verein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, Spenden für die Anstalt.
Der Elternbeirat bestand aus Herrn Kaufmann Johann jäger, Vorsißenden, Frau Luise Rau, Herrn Lokomolivführer Martin Pöriner, Herrn Prokuristen Theodor Cieser, alle aus Oberlahn- stein, und Herrn Lehrer Peter Röhrig, Schrift- führer, aus Niederlahnstein. In einer Situng im Februar d. Js. wurden allgemeine Unterrichts- fragen, die Neuordnung des höheren Schulwe- sens und die besonderen Verhältnisse unserer Schule besprochen. Es zeigte sich, wie stes
bisher, ein vertrauensvolles Zusammenwicken von Elternbeirat und Lehrerschaft.
Im juni dieses Jahres wird bestimmungsgemäß der Elfternbeirat neu gewählt.
Der Ende 1924 gegründefe Verein ehemaliger Schüler unserer Anstalt entwickelte sich unter der rührigen Leitung seines Vorstandes, na- mentlich der Herren Dr. Schnell, Schermuly und Hoffmann, günstig weiter und ist jeßt auf mehr als 500 Mitglieder angewachsen. Sein herzliches


