Jahrgang 
1926
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Mitteilungen an die Eltern.

Der Austritt eines Schiilers aus der Anstalt ist rechtzeitig vom Vater dem Direktor anzuzeigen. Andernfalls muß das Schulgeld noch für einen Monat weiter entrichtet werden.

Nach einer Vereinbarung mit Ferrn Pfarrer Mencke sollen die evangelischen Schüler den Konfirmandenunterricht in dem jahre besuchen, in dem sie der Untertertia angehören. Im Siun- denplan dieser Klasse ist auf den Konfirman- denunterricht Rücksicht genommen.

Für den Turnunterricht müssen die Schüler Turnschuhe haben.

Die Anforderungen der Schule sind so be- messen, daß Schüler, die auf dem Standpunkt der Klasse stehen und vom Anfange des Schul- jahres an fleißig sind, sie im allgemeinen ohne Nachhilfe erfüllen können, Ein Schüler bedarf daher in der Regel keines Nachhilfeunterrichis. Wohl aber mögen die Eltern nach Möglichkeit darauf achten, daß ihre Kinder fäglich die häus- lichen Aufgaben vollständig umd sorgfällig er- ledigen. Sie iun auch gut daran, öfters die Reinhefte nachzusehen, die den Schülern nach jeder Arbeit, mit dem Urteil des Lehrers verse- hen, nach Hause mitgegeben werden. Ferner ist es nötig, daß die Eltern sich in Verbindung mit den Lehrern halten und sich öfters nach dem Stande der Leistungen ihrer Kinder erkundigen. Wohnung und Sprechstunden der Lehrer sind aus einem Verzeichnis zu ersehen, das im Haus- flur der Schule aushängt. Es wird den Eltern

Oberlahnstein, im Mai 1926.

eempfohlen, ihren Besuch vorher anzukündigen.

damit der Klassenleiter die übrigen Lehrer be- fragen kann. Zur Benachrichtigung der Eltern dienen auch die Zeugnisse, die den Schülern regelmäßig dreimal im Jahr, Ende September, Weihnachten und Ostern ausgestellt werden. Sind die Leistungen eines Schülers unbefriedi- gend, so erhalten die Eltern außerdem eine Mit- teilung Mifte Juli und Mitte Februar. Zeugnisse und Mitteilungen sollen die Eltern mit ihrer Un- terschrift versehen und die Mitteilungen an den Klassenlchrer zuriücksenden. Sobald die Leistun- gen eines Schülers zurückgehen, ist es für die Eltern Zeit, mit den Lehrern zu berafen. Besuche in den letten Wochen vor dem Verseßungs- zeilpunkte kommen zu spät und sind zwecklos, da an den ungünstigen Aussichten der Schüler dann meist nichls mehr zu ändern ist und die Lehrer kurz vor der Verseßungskonferenz und danach mit Auskunft zurückhallen müssen.

Die Ferien sind für das laufende Schuljahr folgendermaßen festgesett: Pfingsten Schul- schluß Freitag den 21. Mai, Schulbeginn Diens- tag den 1. juni, Sommer Schulschluß Freitag den 16. juli, Schulbeginn Dienstag den 17. Au- gust, Herbst Schulschluß Dienstag den 23. Sep- iember, Schulbeginn Mittwoch den 13. Oktober, Weihnachten Schulschluß Donnerstag den 23. Dezember, Schulbegum Freitag den 7. Januar 1927, Ostern Schulschluß Samstag den 9. April 1927.

Dr. Franh, Studiendirektor.