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Schülerselbstverwaltung, Schülervereine, Wanderungen und Spiele, Gesundheitszustand, auswärtige Schüler.
Die Einrichtungen der Schiilerselbstverwal- tung bewährten sich weiterhin. Der Schüleraus- schuß seßte sich aus den Sprechern der beiden Primen und der Sekunden, sowie den Verfrefern der Schülervereine zusammen. Sein Obmann war der Oberprimaner Ueberholz. Zum Bera- fer wurde wieder Studienrat Dr. Kirchgäßner gewählt. Die Schulgemeinde trat nicht zusam- men..
Außer dem Schülerturnverein, der regelmä- ßig übt, bestehtf seit sechs Jahren eine von Stu- dienrat Jung geleitete Ortsgruppe von Neu- deutschland. Ihre 30 Mitglieder kamen monat- lich zweimal, im Sommer im Freien zu beleh- renden Besprechungen und zur Pflege der Ge- selligkeit zusammen. Während der Sommerfe- rien unternahmen 15 Mitglieder unter Führung des Studienrats jung eine zweifägige Wande- rung durch die engere nassauische Heimat. Im Dezember hielt die Gruppe eine gemeinsame Weihnachtsfeier ab.
Die monatlichen Klassenwanderungen litlen unter der Ungunst der Witterung. Im ganzen wurden fünf unternommen.
Die Spielnachmittage waren aufgabenfrei.
Am 22. Juni 1925 beteiligten sich zwölf Schü- ler der mitftleren und oberen Klassen in Lim- burg an den Ausscheidungskämpfen für die Schlagballwettspiele der höheren Schulen. Un- sere Mannschaft unterlag gegen die der Ober- realschule in Wiesbaden.
Mehr Erfolg war uns beschieden bei dem gro- Ben Sporifest, zu dem sich am 23. Septfember
zehn höhere Schulen des Lahngebietes mit et-
wa 1500 Schülern, darunter über 400 Kämpfern, und ihren Lehrern in Limburg trafen. Geheim- raf Dr. Gerstenberg vom Provinzialschulkolle- gium in Kassel und Vertreter der Stadt und des Kreises Limburg wohnten der Veranstalfung bei. Von unserer Schule waren die Ober- und Mit- telklassen geschlossen anwesend, außerdem 22 Quartfaner, insgesamtf 160 Schüler, feils Kämpfer, feils bloße Zuschauer, ferner acht Leh- rer. Im festlichen Zuge, mit Fahnen und Musik ging es durch die Stadt zu dem Sportplaße am
Sfephanshügel. Dortf traten die Kämpfer, nach Alfersklassen getfrennt, zum Wettstreit im Hoch- und Weilsprung, Lauf, Kugelstoßen und Schlag- ballwurf an. Ihren Eifer vermochten auch das regnerische Wetfter und der durchweichte Plaß nicht zu hemmen. Gegen zwei Uhr kehrten die Schulen in die Stadt zuriiück und versammelten sich nach einem einfachen Imbiß in der städti- schen Turnhalle zu einer großen geselligen Veranstaltung. Bei Gedichtsvorträgen, gesang- lichen und Orchesterdarbietungen und, fturneri- schen Vorführungen der verschiedenen Schulen vergingen einige Stunden im Fluge. Unsere Primaner und Sekundaner steuerten zur Un- terhaltung eine Aufführung der Komödie„Pe- ter Squenz“ von Gryphius bei, die viel Beifall fand. Zum Schluß verkündete Oberstudiendi- rekfor Dr. Jöris vom Gymnasium in Limburg das Ergebnis der Kämpfe. Unserer Schule, die 44 Kämpfer verschiedener Jahrgänge gestellt hatte, fielen außer drei zweiten und driften Preisen zu: in den vier veranstalteften Mannschafts- kämpfen zwei erste Preise im Dreikampf und Fünfkampf, in den Staffelläufen zwei erste Preise, darunter der hartumstrifttene Wander- preis des Limburger Domschildes, endlich in den Einzelkkämpfen der erste Preis im 100 Meter- Lauf und im Weitfsprung. Der Eifer und die kõör- perliche Tüchtigkeit der Schiüler und die aufop- fernde Vorbereitungstfätigkeit des Zeichen- und Turnlehrers Klein und des Studienassessors Dr. Bornemann hatten diesen schönen Erfolg ge- Zeitigt.
Der Gesundheiftszustand der Schiler und Schülerinnen war im allgemeinen guf.
Gegen Unfälle bei Leibesübungen waren alle Schiüler und Schülerinnen nach einem vom Mi- nister für Volkswohlfahrt mit der Franktorier Allgemeinen Versicherungsgesellschaft ge- schlossenen Vertfrage versichert. Dio. Jahres- prämie für den einzelnen betrug 12,6 Pfg. Bei einem Unfalle leichter Arf wurde eine Entschä- digungsforderung erhoben und von der Gesell- schaft bezahltf.
Am 26. Februar 1926 hielt Prorekfor Haber- mann aus Montabaur den Schiilern der Primen,


