Jahrgang 
1926
Einzelbild herunterladen

10

nander im Schlagballspiel. Ueber die Beteili- gung an auswäctigen Wettspielen s. unten.

Der Schülerfurnverein zählte etwa 20 Mitglie- der. Mehrere Schüler nahmen auch an den Turnübungen der hiesigen Turngemeinde teil. Einige gehören der jugendriege der Lahnsteiner Rudergesellschaft an.

Der im Somumer 1924 eingerichtete Schwimm- unferrich! wurde im vorigen Sommer wieder auf- genommen. Er wurde von drei sachkundigen Lehrern, Studienrat Nicolav, Zeichen- und Turnlehrer Klein und Studienassessor Dr. Bor- nemann gegeben. Die 110 meist den Unter- klassen angehörigen Schüler, die des Schwim- mens noch nicht kundig waren, erhielten, in vier Cruppen geieilt, je zwei Stunden Unterricht in der Woche. Die Schuler der drei unteren Klas- sen bildeten je eine Gruppe, die Nichtschwim- mer der übrigen Klassen zusammen eine Gruppe.

Der Unterricht wurde in der 5. und 6. Vormit- fagssfunde, 11 1234 Uhr, gegeben, sodaß auch den Fahrschülern die Teilnahme möglich war. Für diese Stunden war die Wellersche Badean- slaltf in der Lahn unserer Schule vorbehalten.

Gleichzeitig mit dem Schwimmunterrichf ba- deien und schwammen die Schüler, die des Schwimmens bereils kundig waren, in einem an- deren Teile der Badeanstalt unter der Aufsicht anderer Lehrer.

Ein Zwang zur Teilnahme an dem Schul-

Die

Ostern 1925 wurde der Studienassessor Dr. Albert Minor, nachdem er seit Ostern 1919 an unserer Schule gewirkt hatte, der staatlichen Aufbauschule in Homberg, Bezirk Kassel, über- wiesen, wo er bald darauf zum Studienrat er- nannt wurde. Ihn ersetzte an unserer Anstalt der Studienassessor Dr. Eduard Bornemann vom Coetfthegvymnasium in Frankfurf a. M., der aber schon im Oktober 1925 wieder an seine frühere Anstalt zurückkehrte. An seine Stelle trat der Sftudienassessor Joseph Rüdell, ein ge- borener Oberlahnsteiner und früherer Schüle un- serer Anstalt. Im Oktober 1925 wurde der Stu- dienassessor Dr. Heinrich Temborius, der im Januar 1925 an unsere Schule gekommen war, vom Provinzialschulkollegium in Koblenz in die

schwimmen wurde nichf ausgeübt, jedoch schlos- sen sich nur wenige Schüler aus. Von diesen wurden diejenigen, die nicht aufgrund eines ärztlichen Zeugnisses fernblieben, während der Schwimmstunden mit Aufgaben in der Schule beschäfiigt.

Die geringen Kosten für die Benuung der Bade-Anstall wurden von den Schiilern getra- gen.

Der Unterrichl begann am ersten Montag nach den Pfingsiferien, Mitte Juni. Wegen des regne- rischen und kiihlen Wetters wurde er, wie auch im vorigen jahre, bereits in der ersten Sep- iemberwoche eingestellt, sodaß die Uebungszeit nur sieben Wochen beirug.

Von den 20 Sextanern lernfen die allermeis- jen wenigstens die Scheu vor dem Wasser über- winden; vier von ihnen erlernten bereits das Schwimmen, von den Schülern der übrigen Klas- sen mehr als die Hälfte. Die Schüler badeten und schwammen fast durchweg mit Lust und Eifer.

Da aber die Erfahrung der beiden jJahre ge- zeigt hat, daß bei einer so großen Zahl des Schwimmens noch unkundiger Schüler der Lehrer sich dem einzelnen zu wenig widmen kann, ist beabsichiigt, im kommenden Sommer den Schwimmunterricht auf die Quintaner und Ouarfaner zu beschränken, damitf kleinere Grup- pen gebildet werden können.

Lehrer.

Rheinprovinz zurückberufen und der Aufbau- schule in Wittlich überwiesen. Für ihn feilte das Provinzialschulkollegium unserer Anstalt den Studienassessor Kuno Knorsch von der Klinger- Oberrealschule in Frankfurt a. M. zu. Dieser wurde Ostern 1926 wieder nach Frankfurt über- wiesen, wo er an der Musterschule verwendet wird. Der Sfudienassessor Gustav Becking, der seif drei Jahren an unserer Schule tätig war, ging Ostern 1926 an das Gymnasium in Limburg über.

Studienassessor Aulmann wurde zu einem ar- chäologischen Lehrgang, der vom 2. bis 10. Juni 1925 in Bonn und Trier statffand, einberufen.

Von der Einsetzung eines Lehrerausschusses hat die Lehrerschaft bis jeßt abgesehen.