Jahrgang 
1926
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2. In welcher Zeit wächst ein Kapital von 8000 M., das zu 3 ½ auf Zinzeszinsen steht, auf 13 400 M. an?(Zinzeszinsrechnung.)

3. Eine Hohlkugel aus Eisen(S= 7,5) hat einen äußeren Durchmesser von 24 cm und wiegt 18 Kg. Wie groß ist die Wandstärke?(Stereome- frie.)

4. Cegeben find die beiden Geraden 5 X= 4 v

= 15 und 3 X+ 7 v= 556. Von dem Schnitt- punkt dieser beiden Geraden ist auf die gege- bene drifte Gerade 5 X 12 v= 3 das Lot ge- fällt. Welches ist die Gleichung und die Lönge dieses Lofes?(Analytische Geometrie.)

Im Deutschen wählten 6 Prüflinge die 5., 5 die 4. und 1 die 1. Aufgabe, im Lateinischen ô die 1. und 4 die 2.

Freie Arbeitsgemeinschaften.

Zur Vertiefung und Ergänzung des lehrplan- mäßigen Unterrichts wurden in wahlfreien Ar- beitsgemeinschaften der vereinigten Prima und Obersekunda besondere Aufgaben behandelt:

Katholische Religion, Sfudienrat jung, Jahr 1 Stunde: Fragen der Weltanschauung und die Liturgie der hl. Messe.

Evangelische Religion, Studienassessor Rup- pel, ½ Jahr 1 Stunde: Grundlegende Fragen der Ethik.

Deutsch, Studienrat Goerg, das ganze jahr 2 Stunden: Dantes Oöttliche Komödie und Klopstocks Messias. Hebbel, Agnes Bernauer. Calderon, Das Leben ein Traum. Ludwig, Die Makkabäer. Kleist, Prinz von Homburg.

Latfeinisch, Studienrat Schlitt, ½ Jahr 2 Stun- den: Cicero de amicitia, Tusculanen und De re publica.

Griechisch, Direktor Franb, Jahr 2 Stunden: Criechische Lyriker.

Geschichte, Studienrat Kirchgäßner, ½ jahr 1Stunde: Die Zeil von 1815-1835.

Mathematik, Studienrat Sabel, ½ Jahr 2 Stun- den: Anwendungen der graphischen Darstellung auf die Volkswirfschaftslehre und graphische Lösungen von Gleichungen 1. und 2. Crades.

Chemie, Studienrat Sabel, ½ jahr 1 Stunde: Chemische Grundbegriffe und Grunderscheinun- gen an der Hand von Versuchen. Einführung in die chemische Zeichensprache. Wichtige Ver- bindungen aus der anorganischen Chemie.

Biologie, Studienrat Sabel, Jahr 1 Stunde: Ausgewählte Kapitel aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen in Verbindung mit mi- kroskopischen Präparaten.

Künstlerischer und technischer Unterricht.

Zeichnen.

Durch die Neuordnung des Schulwesens ist der Zeichenunlerricht auf Sexta ausgedehnt und als Pflichffach im Gymnasium bis in die Prima durchgeführt worden.

In den unferen Klassen und den Tertien sind ihm zwei Wochenstunden, in den folgenden Klassen eine eingeräumt. Die UII realg. be- hält ihre bisherigen zwei Stunden.

Der neuzeitliche Zeichenunterricht sucht die Schüler im Schauen und im gebundenen, wie im freien flächenhaften und körperlichen Ge- stalten zu üben. Er pflegt grundsäßlich auch die Betfrachtung von Kunstwerken. Mit den übrigen Fächern der Klasse hält er enge Verbindung, in-

dem er an die gleichzeitig in ihnen behandelten Stoffe anknipft..

Sexta: Freies, phantfasiemäßiges Zeichnen von Gegensländen und Vorgängen aus dem Vorstellungsbereich der Schüler. Bildschnitt in Buntpapier, Sduiftübung. Im gebundenen Zeichnen: einfache Geländeaufnahmen.

OQuinta: Fortsebung des Vorstellungszeich- nens. Hinleiten zum Erfassen der Raumyverhält- nisse. Darstellung von bekannten flachen Ge- genständen aus dem Gedächtnis. Bildschnitt in Bunipapier, schmückendes Malen, Schriffübung. Im gebundenen Zeichnen: einfache Spielge- räle, Werkzeuge, Geländeaufnahmen.