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Elternbeirat.
Gemäß den ministeriellen wurde nach Abhaltung zweier vorbereitenden Elternversammlungen am 22. jJuni 1924 der El- jernbeirat neu zusammengeseßt. Er bestehf nach dem einzigen eingereichten Wahlvorschlag für die Schuljahre 1924— 26 aus Herrn Kauf- mann Johann jäger, Frau Luise Rau, Herrn Loko- motivführer Martin Pöriner, Herrn Prokuristen Theodor Gießer, alle aus Oberlahnstein, und Herrn Lehrer Peter Röhrig aus Niederlahnstein.
Spenden für
Eine Anzahl ehemaliger Schüler der Anstalt, darunter einige im Ausland wohnende, stellten Herrn Studienrat a. D. Deinet den Betrag von 1450 M zur Verfügung, aus dem dieser für die Schule im Physikzimmer den elektrischen Anschluß an die Starksfromleitung und in mehreren andercn Räumen clektrische Beleuchtung herstellen ließ und einige Geräte beschaffte. Dazu schenkie Herr Marmorwerkbesiter GCottfried Joerissen in Weilburg a. d. L. eine schöne Mar-
Bestimmungen
In der ersten Situng wählte der Elfernbeirat zum Vorsitenden Herrn jäger, zum Schriftführer Herrn Röhrig. Eine zweite Situng fand am 256. Februar 1925 siatt. In beiden Situngen erörter- ten die Mitglieder mit den Lehrern der Anstalt eine Reihe von Schulfragen in eingehender, ver- trauensvoller Aussprache. Beiderseits zeigte sich das ernste Bemühen, einträchtig zum Wohle der Schüler und der Schule zusamenzuwirken.
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die Anstalt.
morschaltfafel. Einige kleinere Apparate erhielt die Schule von den ehemaligen Schülern tlerrn Cassius Piel in Köln, Herrn Eduard Wiegel in- Wiesbaden und Herrn Paul Baer in Oberlahn- stein.
Allen Spendern sei an dieser Stelle herzlich gedankt, auch den hiesigen Main-Kraftwerken, die zu ermäßigtem Preise die genannte Anlage lieferten, und nicht minder Herrn Deinel für seine erfolgreichen Bemühungcen.
Schulräume, Lehr- und Lernmittel.
Unsere Schulräume entsprechen nad Größe und Beschaffenheit billigen Anspriüchen durch- aus, auch in gesundheitflicher kliesicht. Nur der Umstand, daß Gebâaude und Ho' noch nicht an die sfädtische Kanalisalion angesdilossen sind, hat manche Mißstände zur Folge.
Die höhere Mädchenschule, deren Gebäude von der Stadt zu Noftwohnungen für zuriickkeh- rende Ausgewiesene hergerichtet wurde, ist seit August 1924 in unserem Schulgebäude unterge- bracht. Ihre Aufnahme ließ sich nur dadurch er- möglichen, daß Physikzimmer und Zeichensaal ständig als Klassenzimmer benutt werden. Die Zusammendrängung der beiden Schulen im sel- ben Gebäude bringt zwar mancherlei Sckwierig- keiten und Unbequemlichkeiten mit sich, doch
können diese in Anbetracht der schlimmen Zeit- lage erfragen werden.
Die Bücherei und die Sammlungen der Schule konnten wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Stadt nur wenig vermehrt wer- den. Bloß die physikalische Sammlung wurde durch die oben erwähnten Geschenke erheblich erweiterf.
Seit Beginn des Jahres 1925 werden der An- stalt auf Kosfen der Emergency Society, eines amerikanischen Filfsausschusses für die deut- sche Wissenschaft und Kunst, die zwei wissen- schaftlichen Zeifschriften„Monatsschrift für die höheren Schulen“ und„Vergangenheit und Ge- genwart“ geliefert.


