Jahrgang 
1925
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erweitern. Einem Teil dieser Anfräge gab die Lehrerschaft stattf.

Der Schülerausschuß bemiihfe sich u. a., mög- lichst viele Schüler zu den Spielen der aufga- benfreien Nachmitfage heranzuziehen. Doci war die Beteiligung noch viel zu gering. Für das Fußballspiel bildete sich eine Schüler- gruppe. Ferner besteht ein Schülerturnverein, der eiwa 20 Mitglieder zählt und zweimal wöchent- lich in der Turnhalle der Anstalt übt. Einige Schüler gehören der Jugendgruppe der Lahn- steiner Rudergesellschaft an. Auch Neudeutsch- land ist durch eine Schülergruppe vertreten.

Schiilerwanderungen wurden allmonatlich mit Ausnahme der drei Wintermonate klassenweise unternommen.

Am Nachmitffag des 26. Sepiember fuhren 50 Schüler in Begleitung von sieben Lehrern nach Andernach, um an den leichtathletischen Kämp- fen der höheren Schulen des Mittelrheins teil-

zunehmen. Obwohl sie wegen der vorgerückten Tageszeit vor Beendigung der Wetispiele ab- leisen mußten, hatten sie gute Erfolge: Sie er- rangen 14 Einzelsiege und gewannen unter den acht beteiligten Schulen die zweite Stelle.

Die Schulspeisung, die in geringem Umfange schon früher bestanden hafte, aber im März 1922 eingestellt worden war, wurde im Novem- ber 1923 wieder aufgenommen und fand bis Ostern 1925 regelmäßig sfatt. Es ward in einer Pause des Vormittagsunterrichts ein war- mes Getränk abwechselnd Milchsuppe und Kakao und ein Brötchen verabreicht. Zeit- weise konnten 60 Schüler, die vom Kreisarzt im Einvernehmen mit den Lehrern ausgesuchf waren, daran leilnehmen, zuleßt waren es noch 35. Die Einrichtung erwies sich in gesundheitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht als segensreich.

Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen befriedigend.

Schulgeld, Freistellen, Hilfsbücherei.

Das Schulgeld beträgt für die einheimischen Schüler, wie an den siaatlichen Anstalten, 10 Mk. im Monat. Von den auswärtigen Schiilern wird ein Zuschlag von 25 vom Hundert erhoben V (also 12, 50 Mk. im Monat.) V

Im Sommerhalbjahr bewilligte auf Antrag der Lehrerschaft und des Kuratoriums die Stadiver- V

waltung für einheimische Schüler zehn ganze und drei halbe Freistellen, im Winterhalbjahr zehn ganze und vier halbe.

Die Schule besitzt eine gut ausgestatfete Hilfs- bücherei, aus der mäßig bemittelte Schüler ge- gen geringes Entgelt Schulbücher entleihen können.

Berufsberatung.

Der Berufsberatung widmeten sich im Auf- irage des Lehrkörpers vornehmlich Studien- rat Jung, Zeichenlehrer Klein und Studienasses- sor Ruppel. Im Religionsunterricht besonders der Prima und Untersekunda wurden allgemeine Berufsfragen erörtert. Im einzelnen bot sich oft Gelegenheit, in vertfraulicher Besprechung El- iern und Schülern Ratschläge zu erteilen.

Den Primanern und Sekundanern wurden ei- nigemale durch Besichfigung gewerblicher Be- triebe Einblicke in das Wirtschaftsleben ge- währt. So zeigten und erklärfen die Herren Bierbrauereibesitzer Fohr und Buchdruckereibe- siter Nohr den Schiilern ihre Beiriebe. Beiden Herren sei dafir auch an dieser Stelle gedankt.