b) prosaische: 5 St. Cicero, pro Murena. Tacitus, Germania und Annalen Buch I. Extemporierübungen aus Livius.
b) Grammatik: 2 St. Stilistische Uebungen im Anschluss an Ostermanns Uebungsbuch für Obersekunda und Prima. Aus diesem die Phrasen 500— 1085. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. Schlitt.
4. Griechisch: 6 St.
a) Lektüre:
a) poetische: 2 St. Homers Ilias. L-XII. mit Auswahl. Ausgewählte Stellen wurden auswendig gelernt. Schlaadt.
b) prosaische: 4 St. Plato: Apologie und Kriton. Lysias: Ausgewählte Reden.— Ex- temporierübungen aus Xenoph. Hellenica.
b) Schriftliche Uebungen: Alle 14 Tage eine
Uebersetzung aus dem Griechischen ins
Deutsche oder aus dem Deutschen ins
Griechische; im Anschlusse daran gramma-
tische Wiederholungen. Schlitt.
5. Französisch: 3 St.
a) Lektüre: Sandeau, Mademoiselle de la Seiglière; Boissier, Cicéron et ses amis; Ge- dichte von Béranger& Lamartine aus Beneckes Anthologie. Sprechübungen.
b) Schriftliche Uebungen: Diktate, Ueber- setzungen und freie Arbeiten; gramma- tische Wiederholungen aus allen Gebieten.
Scheubel.
6. Englisch: 2 St. Vereinigt mit Oberprima. 7. Hebräisch:
Es hat kein Schüler teilgenommen. Michels.
3. Geschichte und[Erdkunde: 3 St.
Ueberblick über die römische Kaiserzeit. Deutsche Geschichte bis zum Ende des dreissig- HuriGen Krieges mit besonderer Berücksichtigung der Verfassungs- und Kulturverhältnisse. Wieder- holungen aus dem Gebiete der Frükunde.
örg.
Scheubel.
0. Mathematik.
Arithmetische und geometrische Reihen. Zin- seszins- und Rentenrechnung. Kombinationslehre und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Binomischer Satz.
Fortsetzung der Uebungenin der Trigonometrie. Konstruktionsaufgaben. Stereometrie.
Dencker.
10. Physik: 2 St.
Méchanik, Wärmelehre und Wellenlehre. 1 Dencker.
Obersekunda.
Ordinarius: Professor Grandpierre.
1. Religionslehre: 2 St.
a) Katholische: Kirchengeschichte von Christus bis Karl den Grossen. Glaubenslehre. Lehre von Gott an sich. Gott dem Schöpfer und Erlöser. Lesen und Erklärung der Apostel-
eschichte. Michels.
b) Evangelische: Vereinigt mit Ii.
Dencker. 2. Deutsch: 3 St.
Lektüre des Nibelungenliedes und der Gudrun nach der Uebersetzung von Kamp, Proben aus dem Urtext. Ausblick auf die grossen germani- schen Sagenkreise. Uebersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre Bezichung zu den anderen indogermanischen Sprachen. Ausserdem wurden gelesen: Goethes Götz von Berlichingen, Schillers Wallenstein und Schillers kulturhistorische Gedichte. Privatim wurde gelesen und in der Schule besprochen: Herders Cid, der arme Hein- rich von Hartmann von der Aue und Lessings Minna von Basnhelm.
Themata der Aufsätze: 1. Die Bedeutung des fliessenden Wassers für den Menschen. 2. Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.(Chrie). 3. Welche Möglichkeiten zeigt der Dichter in der Katastrophe des Nibelungenliedes, die eine oder andere seiner Hauptpersonen zu retten?(Klassenaufsatz). . Siegfrieds Schuld. . Warum müsste Wallenstein handeln, und weshalb zögert er?(Klassenaufsatz). 6. Was fesselt Isolani, Buttler und Max Piccolo- 7
☛
mini an Wallenstein?
. Was erzählt uns Rethels Bild:„Der Tod als Freund?“
8. Welche Schriftstücke dienen im Wallenstein dazu, die Handlung anzuregen und weiterzu- führen?(Klassenaufsatz).
Scheubel. 3. Latein: 7 St. a) Lektüre: 4 St.
a) poetische: Virgils Aeneis VII bis XII in Auswahl Einige Stellen wurden auswendig gelernt.
b) prosaische: Auswahl aus Livius XXI und XXII. Cicero, pro Ligario. Sallust, bellum Catilinae. Unvorbereéeitetes Uebersetzen.
b) Grammatik: 2 St. Grammatische Wieder- holungen unter besonderer Berücksichtigung der schwierigen Regeln der Syntax. Ueber- setzen aus Ostermanns Uebungsbuch fürOber- sekunda und Prima. Aus demselben die
Phrasen 1— 500. Alle 14 Tage eine schriftliche
Uebersetzung ins Lateinische. In jedem Tertial
eine Uebersetzung ins Deutsche als Klassen-
arbeit. Grandpierre.


