6. Englisch: 2 St. Vereinigt mit Oberprima. 7. Hebräisch: 2 St. Im Sommer: vereinigt mit 11. Im Winter nahm kein Schülèr teil. Michels. 8. Geschichte und Erdkunde: 3 St. Vereinigt mit 11.
Scheubel.
Görg. 9. Mathematik: 4 St. Einführung in die Stereometrie und Uebungen in derselben. Fortsetzung der Uebungen in der Trigonometrie. Schwerpunktsbestimmungen. Wahr- scheinlichkeitsrechnung. Arithmetische und geo- metrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrech- nung. Kegelschnitte. Im S. vereinigt mit Ii: Dencker. Im W.: Linz.
10. Physik: 2 St.
Vereinigt mit Oberprima. Dencker.
Obersekunda. Ordinarius: Oberlehrer Prof. Dr. Bodewig.
1. Religionslehre: 2 St. a) Katholische: Kirchengeschichte nach Wede- wers Grundriss. Erklärung der sonn- und festtäglichen Perikopen. Michels.
b) Evangelische: Vereinigt mit I.
5 Dencker. 2. Deutsch: 3 St.
Lektüre des Nibelungenliedes und der Gudrun nach der Uebersetzung von Kamp, Proben aus dem Urtext. Ausblick auf die grossen germani- schen Sagenkreise. Uebersicht über die Geschichte
der deutschen Sprache und ihre Beziehung zu den
anderen indogermanischen Sprachen. Ausserdem wurden gelesen: Goethes Götz von Berlichingen, Schillers Wallenstein und Schillers kulturhistorische Gedichte. Privatim wurde gelesen und in der Schule besprochen Herders Cid, der arme Hein- rich von Hartmann von der Aue und Lessings Minna von Barnhelm.
Themata der Aufsätze:
1. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer- mehr.(Chrie.)
2. Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass
sie fortzeugend Böses muss gebären!(Nach- gewiesen an der Haupthandlung des Nibe- lungenliedes.)(Klassenarbeit.).
3. Ahs entwickelt sich der Charakter der Kriem- hilde?
4. Wie haben wir uns die Unterwelt bei Homer vorzustellen?(Nach Odyssee XI.)
5. Inwiefern kann man Wallensteins Lager als Exposition der ganzen Trilogie- bezeichnen? (Klassenarbeit.)
6. Drei Blicke tu zu Deinem Glück!
Schau aufwärts, vorwärts und zurück!
7. Wie verläuft die Verbandlung Wallensteins mit dem schwedischen Obersten?(Inhalts- angaÄbe mit Berücksichtigung der Charakter-
eigenschaften, die beide dabei zeigen.)
8. Worin beruht hauptsächlich die geschichtliche Bedeutung der Eroberung Galliens durch Cäsar? Scheubel.
3. Latein: 7 St.
a) Lektüre: 4 St.
a) poetische: Virgils Aeneis VII bis XII in Auswahl. Einige Stellen wurden auswendig gelernt. Diefenthal.
b) prosaische: Auswahl aus Livius XXI und K&XII; Stücke aus III. Cicero, pro rege Deiotaro und pro Ligario. Sallust, coniuratio Catilinae.
b) Grammatik: 2 St. Grammatische Wieder- holungen unter besonderer Berücksichtigung der schwierigen Regeln der Syntax. Ueber- setzen aus Ostermanns Uebungsbuch für Ober- sekunda und Prima. Aus demselben die Phrasen 1— 600. Alle 14 Tage eine schriftliche Uebersetzung ins Lateinische als häusliche oder Klassenarbeit. In jedem Tertial eine Ueber- setzung ins Deutsche als Klassenarbeit.
Bodewig. 4. Griechisch: 6 St.
a) Lektüre: 5 St.
a) poetische: Homers Odyssee XIII= XXIV mit Auswahl. Auswendiglernen einzelner Stellen.
Grandpierre.
b) prosaische: Auswahl aus Herodot nach Abichts Ausgabe. Auswahl aus Xenophons Hellenica nach Büngers Ausgabe. Uebungen im unvorbereiteten Uebersetzen.
b) Grammatik: 1 St. Weitere Einführung in die Tempus- und Moduslehre, die Lehre vom Infinitiv und Partizip. Musterbeispiele. Alle 14 Tage in der Klasse eine schriftliche Ueber- setzung in das Griechische abwechselnd mit einer Uebersetzung aus dem Griechischen.
Bodewig.
5. PFranzösisch: 3 St.
a) Lektüre: Erckmann-Chatrian, Conscrit.(Aus- gabe Velhagen& Klasing.) Einige Gedichte aus dem Uebungsbuche.
b) Grammatik: Syntax des Substantivs, Adjektivs, Adverbs und das Wichtigste aus der Syntax des Pronomens. Schriftliche und mündliche Uebersetzungsübungen. Sprechübungen im Anschlusse an Geleésenes und über Vorkomm- nisse des täglichen Lebens, letztere mit Be- nutzung von Kron, Französische Sprechübungen. 15 schriftliche Arbeiten. Scheubel.
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