b) Grammatik: 2 St. Grammatische Wieder- holungen unter besonderer Berücksichtigung der schwierigen Regeln der Syntax. Ueber- setzen aus Ostermanns Uebungsbuch für Obersekunda und Prima. Aus demselben die Phrasen 1— 600. Alle 14 Tage eine schriftliche Uebersetzung ins Lateinische als häusliche oder Klassenarbeit. In jedem Tertial eine Uebersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. I. S.: Bodewig.
I. W.: Schlitt.
4. Griechisch: 6 St. Lektüre: 5 St. Homers Odysee XIII= XXIV. mit Auswahl. Auswendiglernen einzelner Stellen. Auswahl aus Herodot nach Abichts Ausgabe. Auswahl aus Xenophons Hellenica nach Büngers Ausgabe. Uebungen im un- vorbereiteten Uebersetzen. Grammatik: 1 St. Weitere Einführung in die Tempus- und Moduslehre, die Lehre vom Infinitiv und Partizip. Musterbeispiele. Alle 14 Tage in der Klasse eine schriftliche Uebersetzung in das Griechische abwechselnd mit einer Uebersetzung aus dem Griechischen. I. S.: Bodewig. I. W.: Grandpierre.
5. Französisch: 3 St.
a) Lektüre: Thiers, Expédition d'Egypte.(Aus- gabe Velhagen& Klasing). Einige Gedichte aus dem Uebungsbuche.
Grammatik: Syntax des Substantivs, Adjek- tivs, Adverbs und das Wichtigste aus der Syntax des Pronomens. Schriftliche und mündliche Uebersetzungsübungen. Sprech- übungen im Anschlusse an Gelesenes und über Vorkommnisse des täglichen Lebens, letztere mit Benutzung von Kron, Franzö- sische Sprechübungen. 15 schriftliche Ar- beiten. Scheubel.
6. Englisch: 2 St.
Einführung in die Aussprache. Lektüre aus Gesenius-Regel und im Anschlusse daran Durch- nahme der Formenlehre sowie Sprechübungen. Schriftliche und mündliche Uebersetzungen.
Scheubel.
7. Hebräisch: 2 St. vereinigt mit Ia. Einführung in die hebräische Laut-
Formenlehre, dazu Lehraufgabe der Ia. Michels.
8. Geschichte und Erdkunde: 3 St.
Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen und der römischen Geschichte bis Augustus mit Ausblicken auf Orient und Hellenismus. Besondere Berück- sichtigung der Verfassungs- und Kulturverhältnisse in zusammenfassender vergleichender Gruppie- rung. Wiederholungen aus der deutschen Ge- schichte nach dem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen.
a)
b)
b)
und
10
In der Erdkunde fanden zusammenfassende Wiederholungen, besonders im Anschluss an die Geschichte, statt. I. S.: Goerg.
I. W.: Bodewig.
9. Mathematik: 4 St.
Arithmetik: Gleichungen, besonders quadra- tische mit mehreren Unbekannten.
Anwendung der Algebra auf Geometrie. Konstruktionsaufgaben, besonders solche mit algebraischer Analysis.
Trigonometrie: Goniometrie. Dreieeksberech nungen. Linz.
10. Physik: 2 St.
Magnetismus, Elektrizität. Wärmelehre. Me- teorologie. Linz.
Untersekunda.
Ordinarius: Oberlehrer Diefenthal.
1. Religionslehre: 2 St.
a) Kathol.: Allgemeine Glaubenslehre nach Wedewers Apologetik. Wiederholung der wichtigsten Gegenstände aus den Lehrauf- gaben der vorhergehenden Klassen. Lesen und Erklärung der Apostelgeschichte.
Michels.
b) Evangel.: Lesen und Erklärung des Lukas- evangeliums, Wiederholung der Bergpredigt, Lesen ausgewählter Stellen des Alten Testa- mentes. Darlegung der inneren Gliederung des Katechismus. Wiederholung der Refor- mationsgeschichte. Bodewig.
2. Deutsch: 3 St.
Gelesen wurden: Wilhelm Tell, Jungfrau von Orleans, Herzog Ernst von Schwaben. Schillers und Uhlands Balladen, eine Auswahl aus den Gedichten der Freiheitsdichter: Arndt, Körner, Schenkendorf und Rückert. Prosastücke aus dem Lesebuch. Auswendiglernen und Wiederholung der ausgewählten Gedichte und einzelner Stellen aus Wilhelm Tell und der Jungfrau von Orleans. Uebungen im Vortrag über Gelesenes. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz.
Themata der Aufsätze:
1. Was veranlasste Caesar zudem Kriege gegen Ariovist?
2. Wie erzählt Baumgarten dem Stauffacher — Flucht und Rettung?(Nach Wilhelm
ell).
3. Womit rechtfertigen die Schweizer in der Rütliszene ihren Beschluss, Oesterreichs Joch abzuschütteln?(Klassenaufsatz).
4. Bei welchen Anlässen wird die Glocke geläutet?


