von den Epoden 7 und einzelne Stellen aus an- deren Oden sowie aus den Epoden und Satiren. Schlaadt. b) prosaische: Tacitus An- nalen I und II, Historien IV mit Auswahl; Ciceros Briefe mit Auswahl.
b) Grammatik 2 St.: Stilistische Uebungen im Anschluss an Ostermanns Uebungsbuch für Obersekunda und Prima. Aus diesem die Phrasen 500— 1085. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. Bodewig.
4. Griechisch: 6 St.
a) Lektüre: a) poetische: Homers Ilias XII bis XXIV mit Auswahl.— Sophokles Antigone. Auswendig gelernt wurden aus Homer aus- gewählte Stellen, aus Sophokles die Verse: 100— 161, 332—375, 781— 700. Schlaadt.
b) prosaische: Lysias' Reden: VII. XII, XVI. Thucydides I, II, III mit Auswahl.
Uebungen im unvorbereiteten Uebersetzen aus Xenophons Hellenika.
b) Schriftliche Uebungen: Alle 14 Tage eine Uebersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche oder aus dem Deutschen ins Griechische; im Anschlusse daran gramma- tische Wiederholungen.
Im Sommer: Schlaadt. Im Winter: Bodewig.
5. Französisch: 3 St.
Vereinigt mit Oberprima. Scheubel. 6. Englisch: 2. St. Vereinigt mit Oberprima. Scheubel.
7. Hebräisch: 2 St. Abschluss der Formenlehre. Einführung in die Lektüre leichter Abschnitte des Pentateuch. Michels.
8. Geschichte und Erdkunde: 3. St.
Ueberblick über die römische Kaiserzeit. Deutsche Geschichte bis zum Ende des dreissig- jährigen Krieges mit besonderer Berücksichtigung der Verfassungs- und Kulturverhältnisse. Wieder- holungen aus dem Gebiete der Erdkunde.
Im Sommer: Vereinigt mit Ii. Goerg.
Im Winter: Dröge.
9. Mathematik: 4 St.
Gleichungen zweiten und höheren Grades. Arithmetrische und geometrische Reihen. Zinses- zins- und Rentenrechnung. Fortsetzung der Uebungen in der Trigonometrie. Einführung in die analytische Geometrie. Kegelschnitte. Das sphä-
rische Dreieck. Dencker. 10. Physik: 2 St. Vereinigt mit Oberprima. Dencker.
Obersekunda.
Ordinarius:
I. S.: Oberlehrer Dr. Bodewig. I. W.: Oberlehrer Scheubel.
1. Religionslehre: 2 St.
a) Katholische: im Sommer allein: Lehre von Gott an sich, der Trinität, der Schöpfung im allgemeinen naich Wedewers Glaubens- lehre§ 1— 20; Kirchengeschichte von 1— 313 nach Chr.; im Winter vereinigt mit Ia.
Michels.
b) Evangelische: Vereinigt mit I.
Dencker. 2. Deutsch: 3 St.
Lektüre des Nibelungenliedes und der Grudrun nach der Uebersetzung von Kamp, Proben aus dem Urtext. Ausblick auf die groössen germani- schen Sagenkreise. Uebersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre Beziehung zu den anderen indogermanischen Sprachen. Ausserdem wurden gelesen: Goethes Gôtz von Berlichingen, Schillers Wallenstein und Schillers kulturhistorische Gedichte. Privatim wurde gelesen und in der Schule besprochen Herders Cid und der arme Heinrich von Hartmann von der Aue.
Themata der Aufsätze.
1. Wie greift Venus im ersten Buche der Aeneis zu Gunsten ihres Sohnes ein?
2. Wodurch erweckt das Nibelungenlied unsere Teilnahme für den gemordeten Siegfried? (Klassenarbeit).
3. Wodurch erklären sich die Misserfolge der Römer in den drei ersten Jahren des zweiten punischen Krieges?
4. Das homerische Cyklopenland und seine Bewohner.
5. Man muss das Eisen schmieden, so lange es warm ist.(Chrie).
6. Welche Forderungen stellt Questenberg an Wallenstein, und wie lehnt dieser sie ab? (Klassenarbeit).
7. Welchen natürlichen Vorzügen verdankt Europa seine Ueberlegenheit über die andern Erdteile?
8. Wie weit ist Wallensteins Schuld in seinem Charakter, wie weit in den Verhältnissen begründet?(Klassenarbeit).
Im Sommer: Goerg. Im Winter: Scheubel.
3. Latein: 7 St.
a) Lektüre: a) poetische: Virgils Aeneis VII bis XII in Auswahl. Einige Stel- len wurden auswendig gelernt.
b) prosaische: Auswahl aus Livius XXI und XXII; Stücke aus III. Cicero, pro rege Deiotaro und
pro Ligario. Sallust, coniuratio Catilinae.
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