6. Hebräisch(wahlfrei):
Der Unterricht fiel aus, da kein Schüler sich zur Teilnahme gemeldet hatte.
7. Englisch(wahlfrei): 2 St. a) Lektüre: Collection of Tales and Sketches I. Historische Lesestücke aus Gesenius-Regel. b) Grammatik: Syntax des Substantivs, Ad- jektivs und Pronomens. Einige schriftliche Uebersetzungen. Scheubel.
8. Geschichte und Erdkunde: 3 St.
Deutsche Geschichte vom westfälischen Frie- den bis zum Tode Kaiser Wilhelms I. Geogra- phische Wiederholungen im Anschluss an das Geschichtspensum. Goerg.
9. Mathematik: 4 St.
Wiederholung aus der Arithmetik. Gleichungen höheren Grades, die sich auf quadrische zurück- führen lassen. Binomischer Lehrsatz für ganze positive Exponenten. Einführung in den Koor- dinatenbegriff und die Grundeigenschaften der Kegelschnitte. Wiederholungen durch Aufgaben aus der Planimetrie, Trigonometrie und Stereo- metrie.
Aufgaben der Reifeprüfung:
1. Wie viel muss man 22 Jahre lang jährlich bei
einer Verzinsung von 4% auf Zinsen legen,
wenn man nach Ablauf dieser Zeit 15 Jahre lang eine Rente von 1000 M. beziehen will?
Zwei Seiten eines Dreiecks sind a= 8 cm
und b= S cm; der Winkel„ ist doppelt
so gross wie der Winket β. Wie gross ist die dritte Seite?
3. Wie gross ist die krumme Fläche, die da- durch entsteht, dass ein Kreisbogen, dessen zugehörige Sehne s= 4 m und zugehöriger Mittelpunktswinkel β= 108° ist, um eine Achse rotiert, die vom Mittelpunkte des Krei- ses den Abstand a= 3,712 m hat und mit der Sehne einen Winkel von αχᷣ= 52,63°bildet?
4. Es sind die Kurven zu konstruieren, die durch die Gleichungen
2 2 2 9 X+ 25 vy— 225 und yʒy= 6 X dargestellt werden, und die Koordinaten der Schnittpunkte zu bestimmen. Dencker.
be
10. Physik: 2 St.
Wellenlehre, Akustik und Optik. Mathema- tische Erd- und Himmelskunde. Dencker.
Unterprima.
Ordinarius:
I. S.: Direktor Professor Schlaadt. I. W.: Oberlehrer Dr. Bodewig.
1. Religionslehre: 2 St.
a) Katholische: Im Sommer mit L: Allgemeine Sittenlehre; im Winter mit IIi: Kirchen- geschichte von 313—1789. Lesen und Er- klären ausgewählter biblischer Abschnitte.
Michels.
b) Evangelische: komb. mit Ii.
Dencker.
2. Deutsch: 3 St.
Uebersicht über den Entwickelungsgang der Literatur im Anschluss an die Lektüre der Prosa- stücke aus dem Lesebuch von Biese.
Ausserdem wurden gelesen: Schillers und Goethes Gedankenlyrik, Klopstocks Oden und ausgewählte Stücke aus dem Messias, die wich- tigsten Abschnitte aus Lessings Laokon, Gedichte Walthers von der Vogelweide, Schillers Braut von Messina und Maria Stuart. Privatim wurden gelesen und in der Schule besprochen: Lessings Minna von Barnhelm und Goethes Hermann und Dorothea.
Freie Vorträge über Gelesenes. Wieder- holung gelernter Gedichte und Lernen einzelner Gedichte und Stellen aus den gelesenen Dramen.
Themata der Aufsätze:
1. Wodurch verschuldet Patroklus seinen Tod? (Klassenaufsatz).
2. Wie verläuft die Heilung des Orest?(Nach Goethes Iphigenie.)
3. Liegt Dir Gestern klar und offen, Wirkst Du heute kräftig, frei. Darfst Du auf ein Morgen hoffen, Das nicht minder glücklich sei.
4. Welches sind die Freuden und Vorteile
einer Fussreise?
5. Welche Vorschläge machen die englischen Grossen der Königin Elisabeth in Betreff des Schicksals der Maria Stuart?
(Klassenaufsatz).
. Böse Gesellschaften verderben gute Sitten. . Welches ist das Verdienst Klopstocks um die deutsche Literatur?(Klassenaufsat⸗). 8. Wie entwickelt sich der Charakter Her- manns?(Goethes Hermann und Dorothea.)
Im Sommer: Schlaadt.
Im Winter: Goerg. 3. Lateln: 7 St.
a) Lektüre: 7 St.: a) poetische: Horaz, Oden Ill und IV in Auswahl, Epoden 2, 7, 16. Satiren I 1. 6, 9, II 1. Auswendig gelernt wurden von den Oden: III 1, 16, 20, IV 3, 5
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