Jahrgang 
1883
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4. Chronik der Anſtalt.

Amtliche Mitteilungen.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 3. Januar 1883 wurde der Reallehrer Dr. Höfner in den Ruheſtand verſetzt.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 13. Oktober 1882 wurde der Real⸗ und Gymnaſial⸗ Lehramtskandidat Johann Eck zum proviſoriſchen Lehrer an der Realſchule ernannt und verblieb daſelbſt bis zum 1. April, wo er als proviſoriſcher Lehrer an das Gymnaſium zu Mainz verſetzt wurde.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 10. Februar wurde der evangeliſche Pfarrer Georg Robert Weihrauch zu Achtelsbach, Großh. Oldenburg, Fürſtentum Birkenfeld, zum Lehrer an der Real⸗ ſchule dahier ernannt. Derſelbe iſt geboren zu Mainz am 15. Auguſt 1844. Seine wiſſenſchaftliche Vorbildung erhielt er auf dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, welches er im Herbſt 1861 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Er ſtudierte Theologie auf den Univerſitäten Heidelberg und Gießen, beſtand im Herbſt 1864 die theolog. Fakultätsprüfung und zu Oſtern 1866 die Definitorial⸗ prüfung zu Darmſtadt. In den Jahren 18671882 bekleidete er ein Pfarramt in dem oldenburg. Fürſtentum Birkenfeld.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 20. Februar d. J. wurde der evangeliſche Pfarrer, Dr. Emil Steinmet;, ſeines Dienſtes an der Realſchule enthoben unter Anerkennung des Eifers und der Bereitwilligkeit, womit er während nahezu 20 Jahren durch Erteilung des evangeliſchen Religions⸗ unterrichts erwünſchte Aushülfe geleiſtet habe.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 14. März 1883 wurde der Direktor der Realſchule, Dr. Friedrich Schödler, auf ſein Nachſuchen unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte in den Ruhe⸗ ſtand verſetzt. Zugleich wurde ihm von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Ludwigsordens verliehen.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 27. März wurde der dienſtälteſte Lehrer, W. Kölſch, beauftragt, bis auf weiteres die Direktorialgeſchäfte der Realſchule zu verſehen.

Am 1. April wurde der katholiſche Religionslehrer Leonhard Herke ſeines Dienſtes an der Realſchule enthoben und zum Pfarrer in Ober⸗Erlenbach, Kreis Friedberg, ernannt.

Durch Verfügung des Großh. Miniſteriums vom 4. April wurde der katholiſche Prieſter Hermann Joſeph Roskopf in Gau⸗Algesheim zum proviſoriſchen Lehrer an der Realſchule ernannt. Derſelbe iſt geboren zu Dieburg am 27. April 1852, beſuchte von Herbſt 1862 bis Herbſt 1870 das Gymnaſium zu Bensheim, erledigte daſelbſt am 30. Juli 1870 die Maturitätsprüfung und ſtudierte dann bis Herbſt 1874 in Mainz Theologie. Seit dem 15. Oktober 1874 bis zum 1. April 1883 war er an dem Privatinſtitut für Knaben zu Gau⸗Algesheim als Lehrer thätig.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 4. April d. J. wurde Profeſſor Ferdinand Albert, bisher Direktor der Realſchule zu Darmſtadt, zum Direktor der Realſchule zu Mainz ernannt.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 18. April d. J. wurde der Reallehrer Dr. Auguſt Freiherr von Gall zum Direktor der Realſchule zu Oppenheim ernannt.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 4. Mai wurde der Lehrer an der Realſchule zu Offenbach, Dr. Friedrich Scriba, zum Lehrer an der Realſchule zu Mainz ernannt. Derſelbe iſt geboren am 2. Februar 1854 zu Friedberg, beſuchte die dortige Realſchule und ſpäter das Gymnaſium zu