Jahrgang 
1915
Einzelbild herunterladen

Unter den Vermissten werden genannt:

Rechtsarwalt Fritz Scholl aus Mainz, Leutnant der Reserve im Inf.-Regt. 80, bei Mognéville am 9. September 1914 schwer verwundet, seitdem vermisst, wahrscheinlich gefallen. (Abiturient 1902.)

Franz Weber aus Mainz-Mombach, Inf.-Regt. 117, seit dem Sturmangriff auf Quesnoy am 1. November 1914 vermisst.(Abiturient August 1914.)

In russische Gefangenschaft geraten ist: Stud. iur. Wilhelm Reeb aus Mainz, Kriegsfreiw. im Fuss-Art.-Regt. 3.(Abiturient 1912.) Verwundet kam zurück:

Oberlehrer Metzner, Leutnant im Reserve-Inf. Regt. 80.

Ehrentafel

Professor Kraemer wurde ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. und mit dem Kgl. Sächs. Albrechtsorden 1. Kl. mit Schwertern.

Oberlehrer Metzner erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl.

Lehramtsassessor Baas erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl.

Lehramtsreferendar Dr. Schader erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl.

Ehre den Gefallenen, Trost ihren Angehörigen, Befreiung den Gefangenen, Erlösung den Vermissten, Genesung den Verwundeten, . siegreiche Rückkehr den Ausharrenden! Gott beschütze Deutschland und seine Bundesgenossen gegen Lug und Trug! Deutschland hoch in Ehren!

Herr Wilhelm Krauss wurde am 30. September zum Lehramtsassessor ernannt.

Ein Lehrgang in Stenographie nach Gabelsberger fand auch in diesem Jahre für Anfänger und Geübtere unter Leitung des Lehrers Herrn Josef Schmitt statt.

In Hinsicht auf den Ernst der Zeit wurde diesmal der Unterricht an den Fastnachtsiagen nicht ausgesetzt.

Am Sedanstag ergingen sich unsere Schüler in Klassenausflügen. Schon vorher war auf die Bedeutung des Tages im Unterricht entsprechend aufmerksam gemacht worden.

An den Hauptsiegestagen des gegenwärtigen Krieges war wie an den anderen Schulen freigegeben.

Für wertvolle Geschenke, mit denen unsere Schule auch in diesem Jahre bedacht wurde, noch einmal an dieser Stelle den freundlichen Gebern verbindlichsten Dank auszusprechen, ist dem Unterzeichneten eine angenehme Pflicht.