rührung mit Lanoͤſchaft und Volk vermittelt werden, und die tieferen Einblicke in die Entſtehung und den Charakter der Lanoͤſchaft, in Volkstum und Wirtſchaft, Bauerntum und Beſchichte, die ein Schulunterricht in dieſer Eindrucksfähigkeit niemals zu geben vermag.
Die enge Verbundenheit zwiſchen Schule und Hitlerjugend kommt dadurch beſonders zum Ausdruck, daß 99,5 vom Hundert unſerer Schüler den Weg zur Jugend des Führers gefunden haben. Dementſprechend zeigt die Schule bei feſtlichen Anläſſen neben der nationalen Fahne auch die Fahne der 9.
Vor der großen Werbeaktion der Hitler⸗Jugend im Herbſt 1935 waren bereits 90o vom Hundert unſerer Schüler in HJ und DOJ organiſiert. Am Ende der Werbeaktion konnte die Schule mit Stolz melden, daß ihre Jugend ſich nahezu 100prozentig zur Jugend Adolf Hitlers bekannte. Nur in 6 Fällen war eine Aufnahme nicht möglich, da dieſe Schüler die Bedingungen nicht erfüllten, die die H3 an ſie ſtellte.
Im Laufe des Schuljahres haben 85 Hitlerjungen und 115 Angehörige des OJ unſerer Schule die zelt⸗ lager bei Kiedrich, im Binger Wald und bei Trechtingshauſen beſucht, das ſind 37 vom Hundert aller Schüler.
An Lehrgängen der Reichs⸗ und Gebietsführerſchulen der HJ haben 10 Schüler teilgenommen.
An dem Aufmarſch der 93 auf dem Veichsparteitag der Freiheit in Nürnberg waren 20 Schüler beteiligt.
2 Schülern wurde am 9. Kovember 1935 die große Ehre zuteil, in dem denkwürdigen zuge zur Feloͤ⸗ herrnhalle bei der Aboroͤnung der H3 zu marſchieren.
Volljuden befinden ſich ſeit 30. September nicht mehr unter unſeren Schülern.
Aber auch die Lehrer ſind nun ausnahmslos durch das Schulungslager des NKSTB gegangen und haben ſich dort in odie Grundideen des KNationalſozialismus und in den GBeiſt der Erzieherkameradſchaft eingelebt.
An beſonderen Kurſen nahmen außerdem teil:
Studienaſſeſſor Dr. Ohr an einem geopolitiſchen Kurſus auf der zZitadelle,
Studienaſſeſſor Jung an einer 16wöchigen Alebung bei der Wehrmacht,
Studienrat Dr. Haun an einem Schulungslehrgang des RKaſſepolitiſchen Amtes in Berlin,
Studienrat Schreiber vom 4. bis 6. 11. an einem SA⸗Gasſchutzkurſus in der Horſt⸗Weſſel⸗Kaſerne und vom 2. bis 4. 12. an einem Luftſchutzlehrgang,
Studienaſſeſſor Dr. Eichberger an einem achtwöchigen Lehrgang zur Ausbildung als Leiter und Lehrer für den Anterricht an Luftfahrtlehrgängen in Gerlinghauſen,
die Studienreferendare Bruno Noth, Johann Schröder, Felix Baumann und Aſſeſſor Dr. Eichberger an einem Kurſus zur Einführung in den Segelflugzeug⸗Modellbau in Offenbach.
Am die engere zuſammenarbeit zwiſchen Schule und Elternhaus zu ſichern, wurde die Einrichtung der Schulgemeinde und der Jugendwalter geſchaffen. Erſtere umfaßt die geſamte Elternſchaft und gibt die Mög⸗ lichkeit, wichtige Erziehungsfragen in einer großen Schulgemeinſchaft zu beſprechen. Jugendwalter waren im vergangenen Jahr die Herren Joſef Glückert, Kaufmann; Dr. Günther, Facharzt; Hauptmann Keller von der Landespolizei; Leo Möller, Angeſtellter, ſtellvertr. Ortsgruppenleiter; R. Halama, Redakteur; und Ed. Barth, Diplom⸗Handelslehrer, als Vertreter der Hitlerjugend. Dorſitzender iſt der Leiter der Anſtalt. Die Einrichtung der Jugendwalter gibt die Möglichkeit, daß Vertreter der drei Erziehungsmächte: Elternhaus, Schule und öitler⸗ Jugend gemeinſam über wichtige Erziehungsfragen beraten. Die Schulgemeinde trat zum erſten Mal in einer gut beſuchten Verſammlung am 13. Dezember zuſammen, wobei der Vertreter der 98 über„Eltern⸗ haus und Hitler⸗Jugend“ grunoͤlegende Ausführungen im Rahmen eines muſikaliſchen Programms machte, deſſen erſter Teil den deutſchen Komponiſten Händel und Bach gewioͤmet war und das im zweiten heitere Dar⸗ bietungen brachte. Der zweite Abend am 3. Februar regte zur Pflege guter Hausmuſik an und wurde von der Mainzer Muſikhochſchule in unſerer Turnhalle durchgeführt, der dritte am 17. März im großen Saal der Liedertafel galt als Olgumpia⸗Werbeabend den Leibesübungen.
Turnlehrer Dr. Ackermann gab der ſehr zahlreich erſchienenen Elternſchaft in ſeiner Anſprache zu Beginn, vor allem aber in der Vorführung aller Klaſſen einen Aeberblick über den Betrieb der Leibesübungen an unſerer Anſtalt. Der Charakter der Llebungen als Gemeinſchaftsübungen und die gleichmäßige Durchbildung aller Schüler, auch bei den Aufgaben, die Mut und Entſchloſſenheit verlangen, erweckte allgemein Intereſſe und Beifall. Ein wirkungsvoller Sprechchor„Olgmpia“, deſſen Text und Orcheſtereinleitung von dem Anter⸗ primaner H. Lorenz ſtammte, eröffnete den Abend. Der hohe Wert, den man der körperlichen Erziehung bei⸗ legt, zeigt ſich auch in der Einführung der oͤritten Turnſtunde, die vorwiegend dem Schwimmen, Boxen und den Kampfſpielen gewioͤmet ſein ſoll.
Durch beſonders bewilligte ſtaatliche Mittel und durch Verwenoͤung von Prüfungsgebühren gelang es, im Keller der Schule zwei luftige Räume zu ſchaffen, die mit Linoleumbelag und Boxeinrichtungen verſehen und dadurch für Körperſchule und Boxen ſehr geeignet ſind. Wir glauben, daß unſere geſamten Turneinrichtungen allen Forderungen, die an einen modernen Turnunterricht geſtellt werden können, gerecht zu werden, beſonders wenn die von der Stadͤtverwaltung nun genehmigte Brauſeanlage fertiggeſtellt ſein wird.
Die für die höhere Schule geforderte Ausleſe wird durch die neuen Reichsbeſtimmungen geſichert werden, wonach künftig für die Beurteilung der Schüler vier Geſichtspunkte maßgebend ſein ſollen: körperliche Tüchtig⸗ keit, einwanoͤfreier Charakter, wiſſenſchaftliche Leiſtung und Zugehörigkeit zur ariſchen Raſſe. Da die Schüler hiernach nicht mehr wie früher vorwiegend nach ihrer geiſtigen Befähigung beurteilt werden ſollen, enthält das diesjährige Oſterzeugnis zum erſten Mal eine kurze Charakteriſtik des Schülers, die das Ergebnis eingehen⸗ der gemeinſamer Beratungen aller beteiligten Lehrer darſtellen.
Zuſammenfaſſend läßt ſich die Frage, die oftmals aus Elternkreiſen an uns gerichtet wurde, wann die zu erwartende Schulreform einſetzen werde, dahin beantworten, daß ſie ſchon in vollem Gang iſt und ſich in wich⸗ tigen Maßnahmen äußert: Schulgemeinde und Jugendwalter, Staatsjugendtag, Hͦ und Schule, Lehrpläne der Frauenſchule, Ausleſebeſtimmungen, Schulungslager für Lehrer und Schüler, Schullandheimaufenthalt, be⸗ ſondere Bewertung der deutſchkundlichen Fächer, Deutſch, Geſchichte, Eroͤkunde, Biologie, Turnen uſw.
Keu iſt auch die tägliche Morgenfeier. Am Störungen durch verſpätet eintreffende auswärtige Schüler zu vermeiden, findet dieſelbe in der erſten Pauſe ſtatt. Sie gibt die erwünſchte Gelegenheit, in kurzer ein⸗ drucksvoller Form beſonderer Perſönlichkeiten oder Ereigniſſe zu gedenken. Die Durchführung der Feier obliegt den einzelnen Klaſſen von 1 a bis Za, wochenweiſe abwechſelnd. Der Klaſſenführer eröffnet ſie ſelbſt am Montag durch eine kurze Erläuterung des Wochengedankens. Dann vernehmen die Schüler den Tages ſpruch


