Jahrgang 
1935
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Gedankengut in den Herzen der Schüler pflegen und erhalten ſollen. So glauben wir den im kommenden Schuljahr zu erwartenden neuen Lehrplänen einen wohl vorbereiteten Boden bieten zu können. Aufgabe des neuen Erzichorz iſt es aber nicht nur, den Schüler in natio⸗ nalem Geiſt zu erziehen, ſondern ſich ſelbſt immer tiefer in die Gedanken der national⸗ ſozialiſtiſchen Bewegung einzuleben. Dieſer Aufgabe dienten die Schulungskurſe des NSLB. in der Rhein⸗Mainiſchen Stätte für Erziehung in der GF53.⸗Kaſerne in Mainz. Bis zum Be⸗ ginn des neuen Schuljahrs werden faſt alle Lehrkräfte durch dieſe Kurſe hindurchgegangen ſein und aus ihnen reiche Anregung und lebendige Kräfte für ihre Berufsarbeit gewonnen den.

Die Gründung der FachſchaftHöhere Schule vegte zur Beſchäftigung mit aktuellen Fragen auf pädagogiſchem und weltanſchaulichem Gebiete an. Bei dieſen Veranſtaltungen ſprachen Studienaſſeſſo⸗ Dr. Hornickei über Kriecks Nationalpolitiſche Erziehung, der Unterzeichnete über Tietjen's Erziehung zum deutſchen Menſchen und Studienrat von Stein über deut⸗ che Ur⸗ und Vorgeſchichte, mit Lichtbildern. Alle Vorträge wurden in der Fachſchaft Volks⸗ ſchule wiederholt. Die Fachſchaft Mathematik leitet für Mainz Studienrat Tölg, die Fach⸗ ſchaft Erdkunde Studienrat Mag, die Fachſchaft Phyſik der Unterzeichnete. Studienrat Dr. Haun und Studienaſſeſſor Dr. Hornickel ſind ſtändige Redner in den Schulungskurſen, Studienaſſeſſor Dr. Ackermann, unterſtützt durch die Referendare Dr. Buſch und Gath⸗ mann, leitet die ſportlichen Veranſtaltungen, während Referendar Reinhard als Grup⸗ penführer tätig iſt.

Dr. Ackermann iſt außerdem Kreisſachbearbeiter für Turnen und Sport.

Nationale Feiern. Zu den Grundlagen nationalpolitiſcher Erziehung gehört es, daß dem Schüler die politiſchen Vorgänge ſowohl wie die großen Männer, die ſich in Vergangenheit und Gegenwart am Aufbau des Staates und an der Neuwerde des Volkes führend beteilig⸗ ten, eindrucksvoll⸗lebendig vor Augen geführt werden, damit er an dem großen Geſchehen, in das er hineingebreen iſt, inneren Anteil nehmen kann. Darum gehören ſolche Feiern not⸗ wendig zum Lehrplan der Schule und haben ihre eigene erzieheriſche Bedeutung. Die vater⸗ ländiſchen Feiern begannen mit dem Geburtstag des Führers, an dem Studienaſſeſſor Dr. Buſch die Anſprache hielt. Am 1. Mai nahmen Lehrer und Schüler an der Jugendkund⸗ gebung auf dem Fort Hardenberg teil; bei der Feier am 4. MaiEin Jahr Reichsſtatthalter⸗ ſchaft würdigten Reallehrer Harth und Studienaſſeſſor Dr. Hornickel die Tätigkeit des Herrn Reichsſtatthalters Sprenger. Aus Anlaß der Röhmrevolte veranſtalteten wir eine

rreuekundgebung für den Führer, bei der der Unterzeichnete und Studienrat Dames

ſprachen.

Das Winterſemeſter begann am 13. 8. mit der Trauerfeier für den verſtorbenen Reichs⸗ präſidenten von Hindenburg, bei der Studienrat Martenſtein die außerordentlichen Ver⸗ dienſte, die er ſich in Krieg und Frieden erworben hatte, in den Mittelpunkt ſtellte. Der Uebertragung der höchſten Reichsgewalt auf den Führer folgte am 27. 8. die feierliche Ver⸗ eidigung aller Lehrer in der Ehrenhalle der Schule auf die vorgeſchriebene Eidesformel. Am Reichsparteitag in Nürnberg nahmen von den Lehrern Oberſtudienrat Seemann als Ver⸗ treter des NSLB., Studienrat Zerbes als Ortsgruppenleiter Mainz⸗Neuſtadt, Studien⸗ aheſhor Dr. Hornickel als Blockleiter der Ortsgruppe Mainz⸗Bahnhof, von den Schülern

fred Fiſcher, Robert Meier und Walter Thorn 1a1, Wilhelm Dietz 1a2, Kurt Ohly und Hans Wagner 2al teil. Am 9. November ehrten wir das Andenken der 1923 vor der Feldherrnhalle für die Bewegung Gefallenen. Nach der kurzen Gedenkfeier mit Anſprache des Direktors wurde die Flagge halbmaſt gehißt. Zu Ehren der Toten des Weltkrieges legten der Unterzeichnete für die gefallenen Lehrer, Helmut Gunkelmann las für die gefallenen Schüler vor der Gedenktafel in der Ehrenhalle Kränze nieder. Die Gedenkrede bei der Hauptfeier in der Turn⸗ halle hatte Oberſtudienrat Seemann übernommen.

Der Beginn des Jahres 1935 ſtand ſchon ganz unter dem Eindruck der bevorſtehenden Rückkehr des Saargebietes zum Mutterland. Die Gewißheit vom Ausgang der Abſtimmung ließ nur Gefühle der Freude aufkommen, denenStudienaſſeſſor Debets ſchon bei der feier⸗ lichen Flaggenhiſſung unter Fackelſchein nach den Weihnachtsferien Ausdruck verlieh. Ihren Höhepunkt erreichte dieſe Freude am Tage der Abſtimmung, dem denkwürdigen 13. Januar, und beim Gemeinſchaftsempfang am 15. Jonuar. Er klang in eine kurze Feier aus, bei der Studienrat Mag die Heimkehr des Saarlandes feierte. Auch der Tag der Rückgliede⸗ rung wurde am 1. März durch eine beſondere Feier mit Anſprache von Dr. Haun feſtlich begangen. Zur Reichsgründungsfeier ſprach Studienaſſeſſor Juu t am Jahrestag der Machtübernahme Studienrat Eckes. Der 5. Todestag von Horſt Weſſel vereinigte Lehrer und Schüler zu einer Gedenkſtunde vor der Ehrenhalle, bei der Dr. Buſch des jugend⸗ lichen Helden in herzlichen Worten gedachte. Deutſches Denken und Wollen an markanten Beiſpielen zu erleutern gaben uns Gelegenheit: der 175. Todestag Schillers mit An⸗ ſprache von Reallehrer Harth, der 85. Geburtstag des Generalfeldmarſchalls von Mak⸗