binet, Dr, Bredel und Schreiber, Chor, Streichquartett und einige Schüler beſondere Verdienſte erwor⸗ ben haben, ſchloß ſich noch ein längeres gemütliches Beiſammenſein an.
Die Reihe der Kulturfilmvorführungen wurde am 23. Januar fortgeſetzt mit dem Mittelmeerfilm „ Unter ſüdlicher Sonne“, dem am 20. Februar folgten:„Im Schleſierland marſchieren wir“ und„Der Bauerntag auf dem Bückeburg“, am 17. März„Was iſt die Welt?“
Der Vereinigung ehemaliger Schüler der Oberrealſchule unter der Leitung von Direktor Tag, der wir das Hitlerbild in unſerer Ehrenhalle verdanken, ſtellten wir zur Abhaltung von Vorträgen gern unſere Kräſte und Räume zur Verfügung. Studienrat Tölg ſprach in öffentlichem Vortrag über die Be⸗ deutung der Wellen in den vorſchiedenen Gebieten der Phyſik mit Vorführung des neuen Oszillographen, Studienrat Dr. Stautz über„Chemie des Alltags“.
Die ſchriftliche Reifeprüfung ſür Nichtſchüler fand v. 21.— 26. Auguſt, die mündliche Prüfung am 14. und 15. September 1933 ſtatt. Es unterzogen ſich ihr 13 Schüler, von denen 7 beſtanden. Der Prüfung im Frühjahr(v. 20.— 26. 1. und am 15. März,) unterzogen ſich 5 Nichtſchüler.
Die ordentliche Reifeprüfung fand vom 20.— 26. Januar, bezw. am 20. und 21. Februar ſtatt. Von den 68 zur Prüfung zugelaſſenen Schülern beſtanden 67. Die Abiturienten wurden am 10. März in einer gemeinfamen Feier in der Aula, zu der auch die Eltern eingeladen waren, verabſchiedet. Oberſtudien⸗ rat Seemann, der Klaſſenführer der la 1, hielt dabei die Abſchiedsrede.
Leibesübungen. Dem nationalſozialiſtiſchen Grundſatz treu. daß nur ein geſunder Körper die Grundlage einer lebenstüchtigen Raſſe und einer wertvollen völkiſchen Kultur ſein kann, wurde den Leibes⸗ übungen im vergangenen Jahr beſondere Aufmerkſamkeit geſchenkt. Den angeſetzten Turn⸗ und Spielſtunden durften die Schüler nur mit amtsärztlicher Erlaubnis fernbleiben. Die monatlichen Wandertage — darunter ein Gepäckmarſch— wurden regelmäßig durchgeführt und dienten, verbunden mit Uebungen im Gelände, der körperlichen Ertüchtigung, der Pflege des Kameradſchaftsgeiſtes und der Heimatkunde. Dazu kamen zahlreiche Wettkämpfe unter dem neuen zeitgemäßen Geſichtspunkt der Gruppenkämpfe, die die Rekordleiſtung des Einzelnen hinter der dienenden Mitarbeit an der Gemeinſchaft zurücktreten laſſen. Bei der Gutenbergſtaffel der Mainzer Schulen am 25. Juni wurde unſere von Studienaſſeſſor Dr. Ackermann zuſammengeſtellte Staffel 1. Sieger. Die Landesjugendwettkämpfe für alle Mainzer Schulen fanden am 8. September auf verſchiedenen Sportplätzen ſtatt. Im Wettkampf der 10 und IIjährigen errang unſere V 2 unter 64 Mannſchaften den erſten Sieg, bei den 12 und 13jährigen unter 68 Mannſchaften die IIIb 3 den erſten Sieg, bei den 14 und l5jährigen und der Oberſtufe den 2. und 3. Platz. Die Mannſchaftskämpfe in den einzelnen Klaſſen wurden vor den Herbſtferien ausgetragen. Bei dem Schulſportfeſt der Mainzer höheren Schulen holten wir uns im Dreikampf der drei Altersſtufen zwei erſte und einen zweiten Platz, bei den Staffeln zwei erſte und zwei zweite Plätze.
Nach Oſtern 1933 wurde an den höheren Schulen von Mainz eine Geländeſportabteilung gegrün⸗ det. Sie umfaßt in 9 Zügen die 4 oberſten Klaſſen der Oberrealſchule, des Gymnafiums, des Realgym⸗ naſiums und der Städtiſchen Handelslehranſtalt. Die Geſamtleitung lag bis zu den Sommerferien in den Händen von Studienrat Henkel, bis Weihnachten vertretungsweiſe bei Studienaſſeſſor Heß, und danach wieder bei Studienrat Henkel. Von der Oberrealſchule nahmen über 100 Schüler teil. Der Geiſt der Wahr⸗ haftigkeit, der hier gepflegt wird, der Geiſt der Disziplin und Pflichterfüllung muß allmählich den ganzen Menſch durchdringen und ihn umformen im ESinne der nationalen Idee. Ein Spielmannszug von 20 Schülern unter Leitung von Oskar Schué IIb 2 nahm an allen feierlichen Ausmärſchen und Veranſtaltungen teil und trug erheblich zu deren Gelingen bei. Zur Teilnahme an beſonderen Wehrſportlehrgängem wurden im Laufe des Jahres 9 Schüler beurlaubt, die jetzt als Führer bei den Geländeſportveranſtaltungen der Schule Verwendung finden. Ebenſo ſind 14 Lehrer einſchl. der Referendare in mehrwöchigen Wehrſportkurſen beſonders ausgebildet worden.


