Plätzen für die nationale Sache. Beſonders wirkungsvoll war der Marſch in der Dunkelheit mit lodernden Fackeln und wehenden Fahnen. Am 9. November in der 5. Stunde fand eine Feier zu Ehren der in München 1923 vor der Feldherrnhalle gefallenen Vorkämpfer der nationalen Erhebung ſtatt, bei der Studienrat Zerbes die Gedenkrede hielt. Es folgte am 10. November die Uebertragung der bedeutungsvollen Rede des Führers aus den Siemenswerken, nach der in der angeordneten Feierſtunde Studienrat Dr. Schachner über die Bedeutung der bevorſtehenden Wahl ſprach. Am 11. November um 9 Uhr hörten wir die Rede des Reichsjugendführers Baldur von Schirach und beſchloſſen um 11 Uhr unſere Propaganda durch einen letzten Ausmarſch mit feierlichem Schlußakt vor der Schule. Eine Feier des Wahlſieges am 12. November war vonſeiten der Regierung nicht vorgeſehen, doch gedachte der Unterzeichnete vor dem Ausmarſch zum Tagesausflug am 13. November der außen⸗ und innenpolitiſchen Bedeutung der in dem Sieg zum Ausdruck gekommenen wiedergefundenen Einheit des deutſchen Volkes.
Am 25. November fand die die Gedenkfeier für die Gefallenen im Weltkrieg in dem Feſiſaal der Stu⸗ dienanſtalt ſtatt. Studienrat Schreiber hielt die Gedenkrede. Für die Klaſſen IIl a=la wurde am 23. Dezember eine Dietrich Eckart⸗Feier veranſtaltet, bei welcher der Oberprimaner Schröter die Anſprache hielt. Unſere Arbeit ſchloß für 1933 am 23. Dezember mit dem feierlichen Einholen der Flagge und begann am 8. Januar wieder mit deren Hiſſung, wobei der Direktor im erſten Falle das Jahr 1933 als die Grund⸗ lage einer reinen Weihnachtsſreude feierte, im zweiten Falle einen Rückblick auf die Hauptereigniſſe des Jah⸗ res 1933 gab.
Am 16. Januar nahm der Lehrkörper der Schule mit Schülern der Oberklaſſen an der großen Kundgebung des Nationaſozialiſtiſchen Lehrerbundes in der Stadthalle teil, bei der u. a. Miniſterialrat Ringshauſen über die neue Aufgabe der Erziehung ſprach. Unſer jugendlicher Tambourmajor Oskar Schué leitete den Geſamtſpielmannszug der Mainzer Schulen und des Jungvolks Heidesheim in Stärke von 135 Mann. Feierten wir am 18. Januar die 63. Wiederkehr des Tages der Reichsgründung mit einer Anſprache von Studienrat Page, ſo wurde der 1. Geburtstag des 3. Reiches am 30. Januar beſonders feierlich be⸗ gangen. In einem würdigen Rahmen, der von Orcheſter und Chor, Vorträgen und Sprechchören gebildet wurde, ſprach Studienaſſeſſor Dr. Ackermann in der Chrenhalle über das große Werden im Jahre 1933 und ſchilderte lebendig⸗plaſtiſch das gewaltige politiſche und ſoziale Werk des Führers, das Werk eines Jahres und doch ein Werk für Jahrhunderte. Die Wiederkehr des Tages von Potsdam am 21. März feierten wir durch Anhören der Führerrede in paſſender Umrahmung. Studienrat Tölg hielt die Anſprache. Das Schuljahr ſchließt mit einem ſeierlichen Akt, der auch dem Abſchied für den ſcheidenden evangeliſchen Religionslehrer, Profeſſor Engel, gilt, deſſen Verdienſte um die religiöſe und nationale Erziehung der ihm anvertrauten Jugend die Regierung durch ſeine Ernennung zum Oberſtudienrat zum Ausdruck brachte.
Die Hörberichte, durch die wir an den Höhepunkten der politiſchen Entwicklung des vergangenen Jahres in unſerer Schulgemeinſchaft lebendigen Anteil nahmen, wurden durch die Bildberichte vom„Tag. in Potsdam“, vom Reichsparteitag in Nürnberg,„Sieg des Glaubens“, dem„Tag von Bückeburg“ wirkſam ergänzt, während die nationale Begeiſterung der Jugend in den Vorführungen von„Hitlerjunge Quex“„SA⸗Mann Brand“ und„Hans Weſtmar“ reiche Nahrung fand.
Verſchiedene Veranſtaltungen. Am 24. November ſprach im Feſtſaal der Studienanſtalt der ehemalige Gouverneur von Deutſch⸗Oſtafrika Dr. Schnee über deutſche Kolonialpolitik. Dem Vortrag wohnten die Oberklaſſen Ia⸗ IIb bei. Der Aufforderung, Weihnachtsfreude auch in die ärmſte Familie zu tragen, folgten wir gern nnd ſchmückten unter tätiger Mitarbeit ganzer Klaſſen 10 kleine Chriſtbäume, die die Schüler mit reichen von ihnen ſelbſt geſtifteten und geſammelten Gaben in 10 arme aber kinderreiche Familien tuugen, als ſchönes Beiſpiel werktätiger Nächſtenliebe. Der ſchönen Überlieferung, den Inſaſſen des Städtiſchen Altersheims in den letzten Tagen vor Weihnachten eine Weihnachtsfreude zu bereiten, blie⸗ ben wir auch in dieſem Jahr treu. An die Feier, um deren Ausgeſtaltungen ſich die Herren Prof. Lam⸗


