Gathmann, H. Müller und Weißenfeldt, an Herbſt Fiſcher, Huſſong, Knob⸗ loch, Linck, Rheinfurth, Reith und Fräulein Roch. Studienreferendar Böhnhardt, trat zur Leiſtung ſeines zweiten Vorbereitungsjahres vom Realgymnaſium an unſere Anſtalt über. Die Referendare Riebel und Hetterichh wurden nach beſtandener Staatsprüfung zu Studienaſſeſſoren ernannt.
Nationale Feiern. Die Zeitwende, die das Jahr 1933 für Deutſchland einleitete, die 14 Jahre der Erniedrigung und der Verzweiflung beendete und eine Erneuerung des Volkes anf dem Boden der Raſſe und der Wehrhaftigkeit, der Perſönlichkeit und der Religioſität brachte, mußte auch auf die Schule von tiefgreifender Wirkung ſein, denn in der Schule ſoll ja der neue Menſch geformt, ihm der Geiſt und die Kraft gegeben werden, die ihn inſtand ſetzen, Führer und Diener am Volke zu werden und aus innerer Einſicht und ſittlichem Pflichtbewußtſein ſein ganzes Können und Wollen ſeinem Volk und ſeinem Gott zu widmen. Zwar konnte im verfloſſenen Jahre die neue Zielſetzung für die Jugendbildung noch keine abge⸗ ſchloſſene Form finden, da dieſe das Ergebnis einer organiſchen Entwicklung ſein muß und nicht überſtürzt werden darf, doch heben ſich die neuen Linien ſchon klar heraus, und es wird dem kommenden Schuljahr vorbehalten ſein, für die deutſche Volksſchule im weiteren Sinne die Geſtalt zu erarbeiten, die die Erziehung zum deutſchen Menſchen gewährleiſtet.
Für uns hatte es ſymboliſche Bedeutung, daß das Schuljahr am Montag, 1. Mai, dem Tag der Arbeit begann, und daß der Unterzeichnete in der Schulfeier am Vormittag auf die grundlegende Bedeutung jeder Arbeit, auch der Schularbeit, für unſer Volk hinweiſen konnte, während der Nachmittag zun erſten Male in überwältigender Weiſe die innere Verbundheit der Arbeiter aller Stände in dem Feſtzug zum Ausdruck brachte.
Die Fülle wichtigſter Ereigniſſe, die dem vergangenen Jahr ſeine hiſtoriſche Bedeutung verliehen, bildeten in entſprechenden Feiern einen weſentlichen Beſtandteil unſerer Schularbeit und wurden durch ſie tätig miterlebt. Am 26. Mai ſprach Studienaſſeſſor Dr. Hornickel in der Schlageter⸗Gedenkſtunde; Studienaſſeſſor Heß bei der Vorführung des Films„Der 21. März in Potsdam“. Auch der Jugend⸗ tag erhielt durch die auf kameradſchaftliches Zuſammenarbeiten eingeſtellten Wettkämpfe ein neues Geſicht. Beim feierlichen Ausmarſch richtete Studienrat Hoops vom Balkon der Schule aus anfeuernde Worte an die Schüler. Am 28. Juni ſprach der Unterzeichnete über den Gewaltfrieden von Verſailles.
In einer beſonderen Feierſtunde fanden ſich Lehrer und Schüler am Samstag, 26. Auguſt, zur Weihe der Ehrenhalle im 1. Stock der Schule zuſammen. In dem ſtimmungsvollen Raum gegenüber der Ehrentaſel für die Gefallenen hängt das lebensgroße Bild des Führers, geſtiftet von der Vereinigung ehemaliger Oberrealſchüler und gemalt von S. A.⸗Mann Ries, ihm zur Seite das Gemälde des Reichs⸗ präſidenten, geſtiftet von Dr. Burgbacher, Köln und gemalt von Rudolf Balſam und das Bild Friedrichs des Großen, geſtiftet von Familie Dr. Schreiber⸗Gaſtell in Erinnerung an ihren allzufrüh verſtorbenen Sohn und gemalt von Clemens Schäfer. Der Feier, bei der Oberſtudienrat Seemann die Weiherede hielt, wohnten Oberbürgermeiſter Dr. Barth, Schulrat Weber als Vertreter des Stadtſchulamts, die Leiter der höheren Schulen und der Vorſitzende des nationalſozialiſchen Lehrerbundes, Direktor Michel, Gefolgt ſchaftsführer der H J Kirſch ſowie die Stifter und Maler bei. Die Fahnenſcharen der S A, H J und des Marineſturms hatten in der Halle Aufſtellung genommen.
Bei der Feier zur Erinnerung an das Türkenjahr am 11. September ſprach Studienra⸗ von Stein.
Au der Propaganda für Wahl und Volksabſtimmung am 12. November beteiligte ſich die Schule in beſonderer Weiſe. Der große aus 70 Oberprimanern beſtehende Sprechchor, für den die Studienräte Hoops und Schreiber zwei wirkungsvolle Chöre verfaßt hatten, führte wiederholt unter Vorantritt des Spielmannszugs der Schule Propagandamärſche durch die Stadt aus und warb auf den großen


