Jahrgang 
1894
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Zur Verwaltung einer im Voranschlage vorgesehenen, später mit einem seminarisch gebildeten Lehrer zu besetzenden Stelle wurde durch Ministerialverfügung vom 14. Oktober Lehramtsassessor Sommerlad berufen.

Fritz Sommerlad, geboren zu Offenbach am Main am 16. Februar 1866, besuchte das Realgymnasium daselbst und das städtische Gymnasium zu Frankfurt am Main und studierte in Leipzig, Tübingen und Giessen klassische Philologie, Geschichte, Deutsch und Philosophie. Im März 1891 bestand er die Fakmultäts- prüfung, war als Accessist Mitglied des pädagogischen Seminars am Neuen Gymnasium zu Darmstadt und sodann Volontär und verwendet am Gymnasium zu Offenbach am Main.

Infolge der Einführung der mitteleuropäischen Zeit wurde auf Grund einer Verfügung Gross- herzoglichen Ministeriums innerhalb der Zeit vom 1. November 1893 bis 1. März 1894 der Vormittags- unterricht um 8 ½ Uhr begonnen und um 12 Uhr geendigt; der Zeitausfall von einer halben Stunde täglich ward durch Verkürzung der Pausen und einzelner Unterrichtsstunden ausgeglichen.

Die Allerhöchsten Geburtstage Seiner Königlichen Hoheit und Seiner Majestät wur- den in gewohnter Weise festlich begangen.

Am 24. Februar wurde der Vorsitzende des Kuratoriums, Herr Rurgermeister-Heigeordneter Dr. Gassner, an Stelle des in den Ruhestand getretenen Herrn Oberbürgermeisters Dr. Oechsner von den Stadtverordneten einstimmig zum Bürgermeister der Stadt Mainz gewählt.

Eine Abordnung des Lehrkörpers brachte Herrn Dr. Gassner die Glückwünsche der Schule dar und empfing von dem neuen IIerrn Bürgermeister die Zusicherung, dass er seine Fürsorge und sein Wohlwollen auch fernerhin der Schule schenken werde.

Am 10. März begleiteten die Lehrer der Schule den einem Schlaganfalle erlegenen Reallehrer Friedrich Keilmann zur letzten Ruhestätte.

Während des Schuljahres beehrten Herr Geheimer Oberschulrat Soldan mehrmals, Herr Turninspektor Maxx einmal die Schule mit ihrem Besuche.

Der Gesundheitszustand der Mitglieder des Lehrkörpers wie auch der Schülerinnen im Berichts- jahre kann als gut bezeichnet werden.

Es fanden 16 Lehrerberatungen statt.

Mit Genehmigung Grossherzoglichen Ministeriums ist der Schluss des Schuljahres 1893/94 auf den 17. März verlegt worden.

Für mannigfache Geschenke zur Vermehrung der Tehrmittelsammlung spricht die Schule ihren

aufrichtigen Dank hiermit aus.

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