Jahrgang 
1927
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Heinrich IIb; Grün, Otto IIb; Kroh, Hans IIb; Urnstein, Arthur IIb; Schäflein, Helmut IIb; Lins, Hans IIb und Günzburg, Ernst IIb.

Wir heben besonders hervor, daß 10 Schüler unserer Schule das Reichsjugendabzeichen er- warben, es sind dies in IIb: Bram, Jacob; Grün, Otto; Hassinger, Wilh.; Hörr, Hans; Rüssel, Franz; Sütterlin, Karl. In IIIa: Bastiné, Anton; Gewert, Karl; Groben, Wilh. und Mundo, Erich.

Im Schlagballwettspiel um die Spießplakette am 22. Juni 1926 gegen die Mannschaft der Realschule i. E. Oberingelheim wurde unsere Mannschaft»Meister von Rheinhessen«, während sie im Endspiel gegen die sehr gut spielende Mannschaft der Realschule Langen unterlag.

Den Anregungen der höheren Lehranstalten folgend, ermäßigte die Städt. Verwaltung die Bade- preise in der Städt. Badeanstalt für Jugendliche unter 17 Jahren, sodaß wir das Baden u. Schwim- men im Berichtsjahr eifrig betreiben konnten. 57 Schüler lernten im verflossenen Jahr schwimmen; somit können 59% unserer sämtlichen Schüler schwimmen. Von den in den neuen Lehrplänen er- wähnten Atemübungen in der Pause machten wir Gebrauch. Vom 5. Juli 1926 an wurden bei gutem Wetter täglich mehrere dieser von Fachlehrern zusammengestellten Uebungen in der 3. Pause, die um 5 Minuten verlängert war, durchgeführt. Die Schüler sollen sich durch die häufige Ausführung an die Uebungen und das richtige Tiefatmen während der Uebung gewöhnen und sie als Grundstock für tägliche Leibesübungen mit ins Leben hinausnehmen. Klassenspaziergänge führten unsere Schü- ler wiederholt in die Umgebung von Mainz.

Am 24. Juni 1926 hielten wir das Jugendfest auf dem Sportplatz des Turnvereins 1817 ab. Die Ansprache hielt der Direktor der Anstalt. Die gedeckte Tribüne bot beim einsetzenden Regen ge- nügend Schutz, um das Programm bis zu Ende durchzuführen. Die Verfassungsfeier am 21. August 1926 vereinigte Lehrer und Schüler in der Turnhalle unserer Schule. Herr Studienrat Anstos be- handelte in interessanten Ausführungen das Thema»Was ist eine Verfassung?« An der Reforma- tionsfeier in der Christuskirche am 30. Oktober 1926 nahmen sämtl. evangelischen Lehrer und Schüler teil. Herr Dr. Bredel wies bei der Totengedächtnisfeier am 20. November 1926 in einer schr eindrucksvollen Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin. Wie im vergangenen Jahre hiel- ten wir in den beiden letzten Stunden vor Beginn der Weihnachtsferien eine sehr stimmungsvolle Weihnachtsfeier ab, die durch das Mitwirken von Frau Studienrat Dr. Schachner eine beson- dere Note erhielt. Tosender Beifall unserer Schüler belohnte die Sängerin, die sich zu einer Zu- gabe verstehen mußte, für die mit großer Künstlerschaft vorgetragenen Lieder. Um die Feier hatten sich die Herren: Studienassessor Dr. Filtzinger und Oberreallehrer Müller besonders verdient

gemacht.*

Am 17. Februar 1927, der 100. Wiederkehr des Todestages Pestalozzis, benutzten wir die letz- te Vormittagsstunde, um in den Klassen auf die Bedeutung Pestalozzis für Schule und Allge- meinheit hinzuweisen. Auch an der von der Stadt Mainz in der Stadthalle veranstalteten allgemei- nen Pestalozzigedenkfeier, bei der Dr. Hellpach die Rede übernommen hatte, beteiligten wir uns. Die 100. Wiederkehr des Todestages L. v. Beethovens feierten wir in weiterem Rahmen, indem wir die Feier zu einem Elternabend ausbauten. Wie bei allen Feiern, wirkte unser Schulchor und unser Schulorchester unter der bewährten Leitung unseres Oberreallehrers J. Müller mit, der in form- vollendeter Rede Beethoven als Mensch und Künstler feierte. Ein besonderes Gepräge erhielt die Feier durch die bereitwillige Mitwirkung von zwei Gästen, die sich in liebenswürdiger Weise in den Dienst unserer Sache gestellt hatten. Herr W. Schmidt, der Sohn unseres Reallehrers J. Schmidt, Mitglied unseres Städtischen Theaters, sang mit gut geschulter, wohlklingender Stim- me die»Adelaide« von Beethoven, während Frau Reallehrer Eschelbacher das»Heiligen- städter Testament« und das Gedicht»Beethoven« mit tiefer Empfindung rezitierte. Wie groß die Wirkung der Vorträge der beiden Gäste auf die Zuhörer war. zeigte am besten der jubelnde Bei- fall. Allen unseren Gästen. die sich in diesem Jahre bereitwilligst zur Verfügung gestellt haben, sagen wir auch an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank und hoffen, daß wir sie bei unseren Feiern noch recht häufig begrüßen können.

Am 30. April 1926 besuchten unsere Schüler von der Quarta aufwärts die Ausstellung der Reichsgesundheitswoche in der Stadthalle. Im Naturkundesaal unserer Schule zeigte am Nachmit- tag des 18. Mai 1926 ein Glasbläser den Schülern der oberen Klassen seine Kunst. Das Rote Kreuz der Stadt Mainz hatte am 9. Juni 1926 unsere Schüler zu einer Vorführung des Films»Die erste Hilfe bei Unglücksfällen« eingeladen, der in anschaulicher Weise die erste sachgemäße Hilfeleistung bei Unglücksfällen vor Augen führte. Wiederholt besuchten wir mit den Klassen das Naturhistorische Museum, um an Hand der mustergültigen Sammlungen und Zusammenstellungen von Tiergruppen den biologischen Unterricht abzuhalten.