Jahrgang 
1926
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Unterricht am 1. Dezember 1925 und am 20. Januar 1926 aus. Am 7. Dezember 1925 und am 18. Januar 1926 war nachmittags eisfrei. Hitzfrei war an folgenden Tagen: am 9., 10. und 12. Juni, am 3. Juli und am 10. und 14. August 1925.

Verschiedene Schulfeiern vereinigten im Laufe des Jahres Lehrer und Schüler in der Turnhalle der Anstalt. Am 20. Juni 1925 fand die Jahrtausendfeier der Rheinlande, ver- bunden mit dem Landesjugendtag, staft, wobei Herr Stud.-Rat Dr. Schachner die Festrede über- nommen hatte. Bei der Feier des Verfassungstages am 11. August 1925 wurden die Schüler durch die Rede des Herrn Stud.-Rat Dr. Schmid auf die Bedeutung dieses Tages hin- gewiesen. Wie alljährlich gedachten wir am 21. November 1925 in einer schlichten, aber eindrucks- vollen Totenfeier der im Weltkrieg Gefallenen. Herr Kaplan Morschel hielt dabei die Gedöchtnis- rede. Die am 19. Dezember 1925 in der Turnhalle veranstaltete Weinachtsfeier mit der Aufführung des MärchenspielsDie Weihnachtsfahrt in den Märchenwald war so recht dazu angetan, die Schüler aus der Schule in die Stimmung des Weihnachtsfestes hinüberzuleiten. Das gute Zusammen- spiel, besonders auch in den von den Schülern gut erfaßten, zahlreichen weiblichen Rollen, die schönen Kostüme und die wenn auch einfache Ausstattung der Bühne ließen in aller Herzen ein Stück Kinderseligkeit erstehen, wovon die frohen Gesichter und leuchtenden Augen Zeugnis gaben. Die Aufführung, die ursprünglich nur für die Schüler bestimmt war, gelang in allen Teilen so gut, daß allenthalben der Wunsch laut wurde, sie für die Eltern der Schüler zu wiederholen. So fand am 8. Januar 1926 ein Elternabend im überfüllten Turnsaal statt, bei dem das Märchenspiel nochmals aufgeführt wurde. Um beide Autfführungen haben sich die fferren Stud.-Rat Wittig, Dr. Schmid und Stud.-Assessor Dr. Filtzinger, außerdem die Herren Stud.-Rat Dr. Stautz und Dr. Bredel besonders verdient gemacht. Auch hier wirkte, wie bei allen Schulfeiern Chor und Orchester unter der bewährten Leitung von Ober-Reallehrer Müller mit. Am 18. März 1926 fand eine Freiligrath-Feier anläßlich des 50. Todestages des Dichters statt, wobei Herr Stud.-Ass. Dr. Filtzinger die Gedenkrede hielt.

Am 28. Mai 1925 nahmen sömtliche Klassen an der Vorführung des LehrfilmsDie Wunder des Amazonenstroms teil, und am 1.,, 3. und 5. September 1925 besuchten die Unter- sekunden und Obertertien die Jahrtausendausstellung im Kurfürstlichen Schloß zu Mainz. Am 9. März 1926 hatten die Schüler der IIb. Gelegenheit, die Ausstellung für christl. Kunst in der Mainzer Kunsthalle zu besichtigen..

Allgemein bildende Vorträge für die Schüler fanden am 21. September 1925 über Töpferei und am 24. Oktober 1925 über die Entwicklung des Flugwesens staft. Für die zur Enflassung kommenden Untersekundaner hielt Herr Stud.-Assessor Dr. Filtzinger am 12. und 13. März 1926 zwei Vortfräge über Charakter und Charakterbildung.

Auch der körperlichen Ertüchtigung unserer Iugend und dem Sport galt unsere Auf- merksamkeit. In 3 Abteilungen wurden regelmäößig Spielnachmittage abgehalten. Auch die Erlernung des Schwimmens wurde durch Trockenschwimmunterricht und gemeinsames Baden gefördert. Bei den am 14. September 1925 stattgetundenen Reichsjugendwettkämpfen, zu denen der Turn- verein von 1817 Mainz in liebenswürdiger Weise Turnplatz und Kampfrichter zur Verfügung stellte, konnte eine große Anzahl von Schülern mit Preisen ausgezeichnet werden. Es erhielten in der Unterstufe die Ehrenurkunde des Herrn Reichsprösidenten die Schüler: Lamm 3 a⸗; Groben, Wilhelm 3 b,; Reis 3 b,; die Urkunde des deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen die Schüler: Günzburg, Sütterlin 3a; Hirschmann, Katzengold, Kroh, Hans, Rüssel, Sachs, Urnstein, Zacherias 3 as; Freund, Gewert, Kroh, Fr., Meske, Wilhelm 3 bz; Bostiné, Berdellé, Freitag, Ad., Gläser 3 b,.. In der Oberstufe wurden mit der Urkunde des deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen ausgezeichnet die Schüler: Huger 2 b;; Guthmann, Meffert 2 bz.

Das Schuljahr schloß am 27. Möärz 1926.

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