Die Einäscherung seiner sterblichen UÜberreste fand am 5. September im hiesigen Krematorium statt. Auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen sollte sich der Akt in aller Stille vollziehen. Der evangel. Religionslehrer unserer Anstalt, Herr Prof. Stempel, sprach ein tiefempfundenes Gebet, der Direktor legte mit kurzen charakterisierenden Worten eine Kranzspende des Lehrkörpers nieder, ebenso Herr Studienrat Dr. von Jungenfeld für den Gau Mainz des Philologenvereins, Herr Prof. Glen⸗z (Worms) für den Vorstand des Hessischen Gesamtvereins und Herr Studienrat Dr. Listmann(Darm- stadt) für den Altphilologenverband.
Als Vertreter für Schwarz wurde Herr Studienassessor Karl Schneider an unserer Anstalt belassen.
Da Herr Prof. Dr. Dippel mit gekräftigter Gesundheit seine Tätigkeit wieder aufnehmen konnte, wurde sein Vertreter, Herr Studienassessor Dr. Heinrich Klenk, am hiesigen Realgymnasium ver- wendet.
Auch Herr Prof. Kübel trat nach glücklich überstandener Krankheit seinen Dienst wieder an; Herr Studienassessor Nikolaus Langelott wurde daher mit einer Vertretung an der hiesigen Ober- realschule betraut.
Da die an unserer Anstalt vorhandenen Lehrkräfte für die Erteilung des naturwissenschaft- lichen Unterrichts nicht völlig ausreichten, wurde Herr Studienrat Dr. Karl Bezold, dem Lehrkörper der Oberrealschule zu Mainz angehörend, von dem Landesbildungsamt beauftragt, zehn Stunden Naturkunde an unserem Gymnasium zu erteilen. Er konnte aber wegen Erkrankung zunächst seinen Dienst nicht übernehmen, mußte bis zum 1. Juli beurlaubt werden und wurde durch Herrn Studienreferendar Ludwig Bräunig vertreten.
Für die Zeit vom 4. bis 15. Juli war der Direktor für einen Badeaufenthalt beurlaubt. Seinen Unterricht versahen die Herren Kollegen der Parallelklasse, die Direktionsgeschäfte führte Herr Prof. Dr. Faust.
Zu überplanmäßigen Studienräten wurden durch Entschließung des Landesbildungsamtes mit Wirkung von 1. Juni ab ernannt die Herren Studienassessoren Dr. Hugo Holzapfel, Dr. Matthias Schmid und Karl Schneider.
Herr Oberstudienrat Prof. Dr. Schrohe, dessen Urlaub mit dem 1. Oktober 1927 abgelaufen war, erkrankte jedoch vor Beginn des Winterhalbjahres und mußte bis zum Schluß des Schuljahres dem Dienste fernbleiben. Er wurde von Herrn Studienassessor Dr. Friedrich Kredel vertreten, der von dem Progymnasium zu Alzey zu uns kam.
Herrn Studienrat Karl Schneider wurde mit Wirkung vom 10. Oktober die Verwaltung einer Lehrerstelle an dem Gymnasium zu Bensheim übertragen.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1928 wurde unser Musik- und Zeichenlehrer, Herr Reallehrer Karl Sieben, zum Oberreallehrer ernannt.
Mit Wirkung vom 16. Februar wurde das seitherige Landesamt für das Bildungswesen in ein Ministerium für Kultus und Bildungswesen erweitert und dem neuen Herrn Staatspräsidenten als Kultusminister unterstellt.
Von Beginn des neuen Schulijahres an hatte das Landesbildungsamt sämtliche Schüler der staatlichen höheren Schulen bei der Nassauischen Landesversicherungsbank zu Wiesbaden gegen Unfälle beim Schulbesuch versichert. Die Leistungen der Bank bei Unfällen bestehen in dem Ersatz der notwendigen Heilkosten bis zu einer Höhe von 1500 RM., einer Kapitalzahlung bei bleibender Invalidität bis zu 15 000 RM. und dem Ersatz etwa notwendig werdender Bestattungs- kosten bis zum Betrage von 1500 RM. Der Versicherungsbeitrag beträgt im Jahr für jeden Schüler 70 Rpf. und wird zu Beginn des Schuljahres in den einzelnen Klassen erhoben.
Diese Versicherung hat sich im abgelaufenen Schuljahr für manche Schülereltern als eine große Wohltat erwiesen.
Der große Tagesausflug fand am 19. Mai statt und war vom besten Wetter begünstigt.
Der Landesiugendtag wurde für die sämtlichen Mainzer Schulen auf Anordnung des Stadt- schulamts am 6. Juli in der durch die Verhältnisse in Mainz gebotenen Weise— für das Gymnasium
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