Naturgeschichte, 2 Stunden wöchtl.
Im Sommer: Vergleichende Beschreibung verwandter Arten und Gattungen von Blüten- pflanzen nach vorhandenen Exemplaren. Ueber- sicht über das natürliche Pflanzensystem. Lebenserscheinungen der Pflanzen. Einige ausländische Handelspflanzen beschrieben nebst Angabe ihres Vorkommens und ihrer Ver- wendung.
Im Winter: Wiederholungen und Er- weiterungen des zoologischen Lehrstoffs der früheren Klassen mit Rücksicht auf die Er- kennung des Systems der Wirbeltiere, ins- besondere der Säugetiere, Vögel und Reptilien. Schillings(Waebers) kleine Naturgeschichte.
Zeichnen, 2 Stunden wöchtl.
Zeichnen ebener und krummliniger Gebilde nach Wandtafeln mit Uebung im Abändern der vorgeführten Formen, erläutert durch Zeichnungen des Lehrers an der Wanqdtafel. Zeichnen von Flächenornamenten und Blatt- formen.
Quinta.
Religion, 2 Stunden wöchtl.
Biblische Geschichte des Alten und Neuen Testaments nach Römheldts Biblischer Geschichte.
Aus dem Katechismus: Wiederholung der Aufgabe der Sexta; dazu Erklärung und Einprägung des 2. Hauptstücks mit Luthers Erklärung. Einprägung einer mässigen Anzahl von Katechismussprüchen und von fünf Liedern
(Nr. 28, 72, 97, 141, 145) im Anschluss an die
Festzeiten des Kirchenjahres. Wiederholung
der Katechismussprüche und Kirchenlieder der Sexta.
Deutsch, 4 Stunden wöchtl.
Grammatik: Der einfache und erweiterte Satz. Das Notwendigstevom zusammengesetzten Satze. Rechtschreibe- und Interpunk- tionsübungen in wöchentlichen Diktaten in der Klasse. Mündliches Nacherzählen, erste Versuche im schriftlichen Nach- erzählen, im ersten Halbjahre in der Klasse, im zweiten Halbjahre auch als Hausarbeit. Erzählungen aus der alten Sage und
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Geschichte, sonst wie in Sexta: Memorieren von Gedichten nach dem Kanon. Lesebuch von Hopf und Paulsiek für Quinta.
Französisch, 6 Stunden wöchtl.
Wiederholung und Erweiterung des Sexta- Pensums, besonders feste Einprägung der regel- mässigen Conjugation, das Wichtigste über die Formenlehre der Hauptwörter, Eigenschafts- wörter, Adverbien, Zahlwörter und Fürwörter im Anschluss an den in Plötz-Kares Lektion 34 bis 64 gebotenen Lese- und Uebersetzungsstoff und Sprechübungen über Hölzel'sche Bilder. Schriftliche Arbeiten: Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnisse. Umformungen, Be- schreibungen wöchentlich 1 Arbeit ins Reinheft.
Geschichte, 1 Stunde wöchtl.
Erzählungen aus der sagenhaften Vor. geschichte der Griechen und Römer nach dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek für V.
Erdkunde, 2 Stunden wöchtl.
Physische undpolitische Erdkunde Deutsch- lands unter Benutzung des Lehrbuchs: Geo- graphie von v. Seidlitz, Ausgabe A. Weitere Einführung in das Verständnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Anfänge im Ent- werfen von einfachen Umrissen an der Wand- tafel.
Rechnen, 4 Stunden wöchtl.
Teilbarkeit der Zahlen. Die gemeinen Brüche. Einfache Aufgaben der Regeldetri. Die deutschen Masse, Gewichte und Münzen nebst Uebungen in der decimalen Schreibweise und den decimalen Rechnungen.
Kober, Rechenbuch, 2. Heft.
Naturgeschichte, 2 Stunden wöchtl.
Im Sommer: Vollständige Kenntnis der äusseren Organe der Blütenpflanzen(Termino- logie) im Anschluss an die Beschreibung und Vergleichung gleichzeitig vorliegender Pflanzen- arten.
Im Winter: Beschreibung wichtiger Wirbel- tiere nach vorliegenden Exemplaren und Ab- bildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebens-
weise, ihren Nutzen und Schaden. Grundzüge des Knochenbaues des Menschen. Uebungen
im einfachen schematischen Zeichnen des Be- obachteten.


