Jahrgang 
1896
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Herrn Oberlehrer Leimbach nachgesuchte und vom Kuratorium beantragte Versetzung in den Ruhestand vom 1. Oktober an hochgeneigtest genehmigt.

Vvon der durch die Verfügung Kgl. Prov.- Schulkollegiums vom 15. August v. J. S. 5203 erteilten Erlaubnis die vom 25.28. September stattgefundene Versammlung der Philologen und Schulmänner in Cöln a. Rh. zu besuchen, machte ein Lehrer des Kollegiums Gebrauch. Ein Ausfall der Stunden wurde durch den Unter- zeichneten thunlichst vermieden.

Durch Beschluss Kgl. Prov.-Schulkollegiums vom 26. August v. J. wurde der Direktor an Stelle des Herrn Departementsrats mit der Leitung des mündlichen Examens bei der vor- jährigen Herbstprüfung beauftragt.

Die Wahl des Kandidaten des höheren Schul- amts, Herrn M. Pohl*) seitens des Kuratoriums erhielt durch die Verfügung des Kgl. Pr.-Schul- kollegiums vom 19. Oktober v. J. J. N. S. 6953 die hochgeneigte Bestätigung.

Der Erlass des Ministeriums der geistl. Unter- richts- und Medizinal-Angelegenheiten vom 18. November v. J. U. II. 2704 mitgeteilt durch Verfügung Kgl. Prov.-Schulkollegiums vom 2. Dez. S. 7872 verordnete für alle Schulen den Ausfall des Unterrichts am 18. Januar als dem 25 jährigen Gedenktage der Proklamierung des deutschen Reiches. Ferner wurde bestimmt,»dass in den höheren Lehranstalten am gen. Tage in den einzelnen Klassen durch die Ordinarien in geeigneten Ansprachen die Bedeutung des Tages den Schülern in einfacher, zu Herzen dringender Weise vorgeführt und daran eine gemeinsame aus Gesang und Deklamation bestehende patrio- tische Schulfeier für alle Schüler angeschlossen werde.

Ein Erlass des Ministeriums der geistl. Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten vom 30. November v. J. U. I. Nr. 12964. U. II lautet:

*) Herr Moritz Pohl wurde zu Marburg am 27. Juni 1867 geboren; er besuchte das Realgymnasium zu Cassel wo er am 29. März 1887 die Reifeprüfung bestand, genügte hiarauf seiner Militärpflicht im 83. Infanterieregiment. Von Ostern 1888 studierte er zu Marburg neuere Sprachen und Religion und erwarb sich am 1. Dezember 1893 das Lehrbefähigungs-Zeugnis. Das Seminarjahr absolvierte er am Friedrichs-Gymnasium zu Cassel, das Probejahr im Wintersemester 1894/95 an der Oberrealschule in Cassel, im Sommersemester an dem Realprogymnasium in Geisenheim.

»Seine Majestät der Kaiser und König haben Allergnädigst zur Förderung des voltstüimlichen Werkes»Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands« von Theodor Lindner zum Zwecke der Verteilung in Schulen und in der Armee eine Summe von 25000 zu bewilligen geruht. Im Hinblick hierauf habe ich angeordnet dass dem Königl. Provinzial-Schulkollegium aut buchhändlerischem Wege von Leipzig aus 162 Exemplare des Werkes übersandt werden. Von denselben sind je 3 Exemplare für die höheren Schulen, je 2 für die Lehrer- bezw. Lehrinnen- Seminare und die staatlichen Präparanden-An- stalten der dortigen Provinz zur Verteilung in der Art bestimmt, dass je ein Exemplar falls die Anstaltsbibliotheken ein solches noch nicht be- sitzen, den letzteren einzuverleiben ist und die übrigen zur Anerkennung besonders tüchtiger Leistungen unter Hinweis auf die Allerhöchste Bewilligung als Geschenk an einzelne Schüler zu überweisen sind«.

»Für die Inventarisierung der den Anstalts- bibietheken, Linerlelnten Kemplarc at Vanbe zu tragen, der Einreichung einer einigung wardter aher neiie e ine Pescheinſpande

Auf den Bericht des Direktors vom 12. Dezember v. J. wurde durch Verfügung Kgl. Prov.-Schulkollegiums vom 25. Januar d. J. J. Nr. S. 8323 die Einführung des»kurzen Lehr- ganges der englischen Sprache von Dr. Otto Kares Aufl. III.« in den Unterrichtsgebrauch des Realprogymnasiums anstelle des entsprechenden Lehrbuchs von Plate hochgeneigtest genehmigt.

Am 23. Dez. v. J. teilte das Kgl. Provinzial- Schulkollegiums dem Direktor Toaren Uen. fügung von diesem Tage S. 8491 mit, dass der Herr Minister der geistl. Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten am 21. Dezember auf Antrag gen. hohen Behörde dem Herrn Ober- lehrer A. Dute am hiesigen Realprogymnasium den Charakter als Professor huldreichst ver- liehen habe.

Am 9. Januar c. sandte Kgl. Prov.-Schulkolleg. folgende Verfügung S. IIsgan die Direktoren der höheren Schulen der Provinz:

»Der Herr Minister der geistlichen pp An- gelegenheiten hat uns durch Erlass. 13. v. M. u. Js. U. Il. 2921 eine Anzahl von Exemplaren der Festrede des Generals von Mischke, gehalten bei der Enthüllung des Kaiser- Friedrich-Denkmals auf dem Schlachtfelde von Wörth, mit dem Auftrage übersandt, bei Ge- legenheit der am 18. Januar d. Js. zu veran-