6 b. Wintersemester.
Unter-Seckunda. Das menschliche Leben gleicht einem Flusse. Der Glockenguss (Beschreibung). Die Glocke als Begleiterin des menschlichen Lebens. Charakteristik des Ritters in Schillers Gedicht:„Der Kampf mit dem Drachen. Charakteristik der Wirtin zum goldenen Löwen.(Nach Goethes„Hermann und Dorothea“). Vorgethan und nachbedacht hat manchen in gross Leid gebracht.(Chrie.); Schilderung des Walleinstein'schen Hecres nach„Wallensteins Lager von Schiller“.„Ans Vaterland, ans teure, schliess dich an“ etc.(Chrie).
Ober-Sekunda: Trost in Thränen(Nach Goethes gleichnamigem Gedichte); der Glockenguss. Die Glocke als Begleiterin der Ereignisse des mensehnichen Lebens; Welche Anzeichen einer neueren Zeit finden wir in Goethes„Goetz von Berlichingen?“— Charakte- ristik des Majors von Tellheim nach Lessings„Minna von Barnhelm“; Leben und Charakter des ersten Jägers in Schillers„Wallensteins Lager“; Charakteristik des Wirtes„zum goldenen Löwen“ nach Goethes„Hermann und Dorothea.“(Thema für die Abiturienten- Prüfung.)
Kanon auswendig zu lernernder Gedichte:
Unter-Sekunda: Von Goethe: Der Fischer, der Schatzgräber, der Zauberlehrling, Mignon, Wanderers Nachtlied, Trost in Thränen;— von Schiller: Die Feuersbrunst(Aus dem„Lied von der Glocke“); das Mädchen aus der Fremde; der Kampf mit dem Drachen; der Gang nach dem Eisenhammer; das Siegesfest.
Zur Ergänzung: Herder„das Kind der Sorge“; Arndt„der Gott, der Eisen wachsen liess“; Körner„Schwertlied“;„Gebet während der Schlacht“; Rückert Aus den geharnischten Sonetten; Chamisso;„die alte Waschfrau“;„Schloss Bonrcourt“; Geibel„Deutsch und fremd.“
Ober-Sekunda: Von Schiller: Kassandra, Klage der Ceres, Monolog aus Tell IV. 3.„Durch diese hohle Gasse“; Monolog aus Wallensteins Tod II. 3.„Es giebt im Menschen- leben Augenblicke“; Aus„Jungfrau von Orleans“ Prolog 4:„Lebt wohl, ihr Berge, ihr geliebten Triften“; ferner IV. 1.„Die Waffen ruhn, des Krieges Stürme schweigen.“
Zur Ergänzung: Das eleusische Fest(Schiller);„Frühlingsfeier“ und„die frühen Gräber“ von Klopstock; Aus Schillers„Piccolomini“ I. 3. Krieg und Frieden; Octavio und und Max:„Du hast den Frieden nie gesehn! etc.“„Ich hab' den Frieden nie gesehn“— „Ich hab' ihn gesehn! etc.“— Attinghausens Schwanenlied. Tell IV. 2.„Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit etc.“— Leimbach.
Lateinisch:
a) Grammatih: Wiederholung und Erweiterung der Lehre der Syntax; Die Lehre von den Fragesätzen, vom Gebrauch des Conjunktivs nach Conjunktionen ut, ne, quo, quin, quominus, utinam, quasi, dummodo, nedum, quamvis, dum, donec, quod, antequam, priusquam und quum, und in Relativsätzen, des Infinitivs, der Participien, nach der Sprachlehre von Schultz§ 249— 284. Im Anschluss hieran schriftliche 4 mündliche Uebersetzungen aus den beiden Uebungsbüchern von Spiess für IV und III; Memorieren phrascologischer Ausdrücke zur Lektüre des Cäsar. Jede Woche ein Exercitium oder Extemporale zur häuslichen Korrektur. b) Lektüre. Im Sommer: Caesar de bello gallico lib. I, c. 20— 42, II, c. 27 bis zu Ende, V, c. 24 bis zu Ende. VII. Im Winter: Ovids metamorphos. III, 1—130, 339— 399, 511— 733. IV, 416— 562, 617—789. VI, 146—312.
5 Stunden wöchentl., Lateinische Grammatik von Schultz, Uebungsbücher von Fijedss
Schäfer.
Französisch:
a) Grammatik: Syntax des Artikels, Adjektivs und Adverbs; das Fürwort; Concordance des Verbs mit seinem Subjekt, Kasus der Verben, Infinitiv und die Konjunktionen. Lekt. 58— 69; 70— 75; 76— 78 in Plötz' Schulgrammatik. Memorieren der vorkommenden Vokabeln, mündliches und teilweise schriftliches Uebersetzen der daazu gehörigen Uebungs- stücke, sowie der zur Repetition eingeschalteten zusammenhängenden Erzählungen und


