Jahrgang 
1887
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6 b. Wintersemester.

Unter-Seckunda. Das menschliche Leben gleicht einem Flusse. Der Glockenguss (Beschreibung). Die Glocke als Begleiterin des menschlichen Lebens. Charakteristik des Ritters in Schillers Gedicht:Der Kampf mit dem Drachen. Charakteristik der Wirtin zum goldenen Löwen.(Nach GoethesHermann und Dorothea). Vorgethan und nachbedacht hat manchen in gross Leid gebracht.(Chrie.); Schilderung des Walleinstein'schen Hecres nachWallensteins Lager von Schiller.Ans Vaterland, ans teure, schliess dich an etc.(Chrie).

Ober-Sekunda: Trost in Thränen(Nach Goethes gleichnamigem Gedichte); der Glockenguss. Die Glocke als Begleiterin der Ereignisse des mensehnichen Lebens; Welche Anzeichen einer neueren Zeit finden wir in GoethesGoetz von Berlichingen? Charakte- ristik des Majors von Tellheim nach LessingsMinna von Barnhelm; Leben und Charakter des ersten Jägers in SchillersWallensteins Lager; Charakteristik des Wirteszum goldenen Löwen nach GoethesHermann und Dorothea.(Thema für die Abiturienten- Prüfung.)

Kanon auswendig zu lernernder Gedichte:

Unter-Sekunda: Von Goethe: Der Fischer, der Schatzgräber, der Zauberlehrling, Mignon, Wanderers Nachtlied, Trost in Thränen; von Schiller: Die Feuersbrunst(Aus demLied von der Glocke); das Mädchen aus der Fremde; der Kampf mit dem Drachen; der Gang nach dem Eisenhammer; das Siegesfest.

Zur Ergänzung: Herderdas Kind der Sorge; Arndtder Gott, der Eisen wachsen liess; KörnerSchwertlied;Gebet während der Schlacht; Rückert Aus den geharnischten Sonetten; Chamisso;die alte Waschfrau;Schloss Bonrcourt; GeibelDeutsch und fremd.

Ober-Sekunda: Von Schiller: Kassandra, Klage der Ceres, Monolog aus Tell IV. 3.Durch diese hohle Gasse; Monolog aus Wallensteins Tod II. 3.Es giebt im Menschen- leben Augenblicke; AusJungfrau von Orleans Prolog 4:Lebt wohl, ihr Berge, ihr geliebten Triften; ferner IV. 1.Die Waffen ruhn, des Krieges Stürme schweigen.

Zur Ergänzung: Das eleusische Fest(Schiller);Frühlingsfeier unddie frühen Gräber von Klopstock; Aus SchillersPiccolomini I. 3. Krieg und Frieden; Octavio und und Max:Du hast den Frieden nie gesehn! etc.Ich hab' den Frieden nie gesehn Ich hab' ihn gesehn! etc. Attinghausens Schwanenlied. Tell IV. 2.Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit etc. Leimbach.

Lateinisch:

a) Grammatih: Wiederholung und Erweiterung der Lehre der Syntax; Die Lehre von den Fragesätzen, vom Gebrauch des Conjunktivs nach Conjunktionen ut, ne, quo, quin, quominus, utinam, quasi, dummodo, nedum, quamvis, dum, donec, quod, antequam, priusquam und quum, und in Relativsätzen, des Infinitivs, der Participien, nach der Sprachlehre von Schultz§ 249 284. Im Anschluss hieran schriftliche 4 mündliche Uebersetzungen aus den beiden Uebungsbüchern von Spiess für IV und III; Memorieren phrascologischer Ausdrücke zur Lektüre des Cäsar. Jede Woche ein Exercitium oder Extemporale zur häuslichen Korrektur. b) Lektüre. Im Sommer: Caesar de bello gallico lib. I, c. 20 42, II, c. 27 bis zu Ende, V, c. 24 bis zu Ende. VII. Im Winter: Ovids metamorphos. III, 1130, 339 399, 511 733. IV, 416 562, 617789. VI, 146312.

5 Stunden wöchentl., Lateinische Grammatik von Schultz, Uebungsbücher von Fijedss

Schäfer.

Französisch:

a) Grammatik: Syntax des Artikels, Adjektivs und Adverbs; das Fürwort; Concordance des Verbs mit seinem Subjekt, Kasus der Verben, Infinitiv und die Konjunktionen. Lekt. 58 69; 70 75; 76 78 in Plötz' Schulgrammatik. Memorieren der vorkommenden Vokabeln, mündliches und teilweise schriftliches Uebersetzen der daazu gehörigen Uebungs- stücke, sowie der zur Repetition eingeschalteten zusammenhängenden Erzählungen und