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die zum erſten Male benutzt wurde, waren von Schülern und Schülerinnen der Jahreszeit ent— ſprechend feſtlich geſchmückt und ſtrahlten im Glanze vieler Kerzen. Die Zuhörer folgten mit größter Aufmerkſamkeit den einzelnen Darbietungen. Den Auftakt bildete die vom Schüler⸗ orcheſter geſpielte Quvertüre zu Händels„Meſſias“; der Adventsruf aus demſelben Oratorium: „Hoch tut euch auf, ihr Tore der welt!“ ſchloß ſich an. Ein dreiſtimmiger, von 6 Sextanern geſungener Unabenchor„Leiſe rieſelt der Schnee“ leitete über zu der Aufführuns eines alt— ſchleſiſchen Weihnachtsſpiels, das von einer früheren Schülerin der Anſtalt, Irl. Hobohm, in heſſiſches Gewand gekleidet war. Nach einem Violinſolo: Andante cantabile von Tartini ſpielte das Orcheſter das Meſſias⸗Paſtorale. Den wuchtigen Abſchluß bildete der Lobgeſang aus„Meſſias“„Uns iſt ein Kind geboren.“ Die Vorbereitung lag in der Hauptſache in den Händen von Sludienrat Dr. Enderlein und Muſiklehrer Müller.
Am 25. Dezember wurde das 3. Vierteljahr mit einer Weihnachtsandacht in der mit zwei großen Tannen geſchmückten Aula geſchloſſen.
Im Dezember ſtarb Geh. Med.⸗Rat Prof. Dr. Tuczek, der viele Jahre Mitglied des Schulausſchuſſes unſerer Anſtalt war und es ſtets als ſeine Aufgabe betrachtete, an ihrer Förderung tätig mitzuwirken.
Der Dezernent unſerer Doppelanſtalt, Vicepräſident Prof. Dr. Borbein, beſuchte die Schule am 5. November, 1I. und 12. Dezember und wohnte dem Unterricht der meiſten Lehrer bei. Unter ſeinem Vorſitz fand auch die mündliche Reifeprüfung am 26. und 27. Februar ſtatt. Alle 30 Prüflinge beſtanden. Sie wurden am 51. März durch den Oberſtudienrat ent⸗ laſſen.
Am 29. Januar 1926 verloren wir durch den Tod einen lieben jungen Schüler: Heinz Langenbeck UlIlla. Eine tückiſche, anſteckende Krankheit raffte ihn nach kurzem Krankenlager hinweg. Der Klaſſenleiter hielt im Beiſein der Lehrer der UIlla eine Feier in der Klaſſe ab, die bei den Schülern, die den Platz ihres ſo früh verſtorbenen Kameraden mit Grün ge⸗ ſchmückt hatten, einen tiefen Eindruck hinterließ.
Anläßlich des Volkstrauertages für die Gefallenen des Weltkrieges wurde am 27. Febr. eine Trauerfeier in der Schule abgehalten. Die Anſprache hielt Studienrat Prof. Dr. Glaſer.
Zum Abſchluß des Schuljahres ſoll am 26. März„Der Meſſias“ von Händel durch den Schülerchor und das verſtärkte Schülerorcheſter aufgeführt werden. Als Soliſten wirken mit Frl. Franke(Sopran), Frau Amtsgerichtsrat Ruhl(Alt), Herr Möller(Tenor), Herr Klonk (Baß). Hoffentlich lohnt der Erfolg die unendliche Mühe und Sorgfalt, die Muſiklehrer Müller auf das Einſtudieren des für eine Schule ſchwierigen Werkes verwandt hat, und den Fleiß und die Ausdauer, die unſere Schüler, namentlich die Mitglieder des Orcheſters und unter dieſen wiederum Gretel Knauff als Cembaliſtin und Emil von Behring als Führer der 1. Geige, dabei bewieſen haben.
8. verfügungen der Behörde und Mitteilungen an die Eltern.
Nach dem Erlaß vom 24. Juni 192 ¼ müſſen alle Schüler an den Spielnachmittagen teilnehmen, auch die Fahrſchüler. Eine Befreiung findet nur ſtatt auf Grund eines amtsärztlichen


