15
Min.-Erlaß vom 27. Oktober: Die im Laufe der Sommerferien von der Schule abgegangenen Kriegsfreiwilligen haben für das Vierteljahr Juli bis September 1914 das Schulgeld zu zahlen.
Min.-Erlatz vom 10. November: Liste über gefallene Kriegsteilnehmer ist aufzustellen.
Min.-Erlaß vom 16. November: Die Ereignisse des Weltkrieges sind im Unterrichte eingehend zu würdigen.
K. Pr.-S.-K. übersendet am 29. Dezember die Ferienordnung für das Schuljahr 1915/16 wie folgt:
b Des Unterrichts 1
Schluß Anfang
Ostern 1915 Mittwoch, den 31. März 1915. Donnerstag, den 15. April 1915. Pfingsten Preitag, den 21. Mai*). Dienstag, den 1. Juni.
Sommer Freitag, den 16. Juli*). Dienstag, den 17. August. Michaelis Sonnabend, den 2. Oktober. Donnerstag, den 14. Oktober. Weihnachten Dienstag, den 21. Dezember*). Mittwoch den 5. Januar 1916. Ostern 1916 Freitag, den 14. April 1916.
*) Anmerkung: Der Unterricht ist an diesem Tage unverkürzt durchzuführen.
Min.-Erlaß vom 29. Dezember: Die nach den Erlassen vom l. und vom 31. August ausgestellten Zeugnisse sind nur gültig für den Fall des wirklichen Eintritts in das Heer oder den Etappendienst. Schüler, die durch Verwundung oder Krankheit die Militär- tauglichkeit verlieren, können ohne Aufnahmeprüfung wieder eintreten.
Min.-Erlaß vom 8. Februar 1915: Notversetzungen und Notprüfungen vom 1. Juni 1915 an wieder zulässig.
K. Pr.-S.-K. vom 23. Februar: Der wiss. Hilfslehrer Wendhausen erhält die Er-— laubnis zum Eintritt in den Sanitätsdienst beim Feldheer.
K. Pr.-S.-K. vom 2. Marz: Der wiss. Hilfslehrer Weidmann ist vom Magistrat in Treysa zum Oberlehrer gewahlt.
Min.-Erlats vom 3. Maàrz betrifft die Rückstellung 20 jähriger Primaner bis zum 1. Juni 1915.
III. Schulgeschichte.
Das Schuljahr begann Montag, den 20. April 1914 mit der Aufnahmeprüfung und endigt Mittwoch, den 31. Marz 1915. Zu Beginn des Schuljahres wurden in die Anstalt aufgenommen 106, im Laufe des ganzen Jahres 129 Schüler, davon 66 in die Sexta.
Herr Dr. Bleier, Abiturient der OR Ostern 1904, verließ Ostern 1914 nach Be- endigung seines Probejahres die Anstalt, um eine Oberlehrerstelle in Remscheid zu über- nehmen. Er weilte bei Kriegsausbruch hier in seiner Vaterstadt und stellte sich der Anstalt für die ersten Wochen des 2. Vierteljahres, solange es seine Ferienzeit erlaubte, freiwillig zur Verfügung. Er übernahm in mehreren Klassen den französischen und den Turn— unterricht. Ihm sei auch an dieser Stelle der herzlichste Dank der Anstalt ausgesprochen.
An seiner Stelle wurden zur Ableistung des padagogischen Probejahres überwiesen die Herren Strippel und Dr. Zick.
Für den zum 1. April 1914 nach Graudenz an das Kgl. Gymnasium berufenen Oberlehrer Dr. Amelung trat neu in das Lehrerkollegium ein Herr Oberlehrer Dr. Weber, der seine Stelle mit Herrn Dr. Amelung tauschte.


