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H. Hesse, Die Heimkehr; Hauff, Lichtenstein; Raabe, Die schwarze Galeere; Lessing, Philotas; Heyse, Kolberg; Greif, General Vorck. Aufsätze. 1. Was veranlaßt in Schillers Ballade: Die Kraniche des Ibykus, den einen Mörder, sich selbst zu verraten? 2. Die Elemente als Feinde des Menschen(Klassenaufsatz). 3. Werner v. Kiburg, Ernsts Freund und Verderber. 4. Ein Tag im August 1914. 5. Der erste Auftritt des ersten Aufzuges in Schillers Wilhelm Tell. 6. Böse Gesellschaften verderben gute Sitten(Klassenaufsatz). 7. Warum kann der Deutsche auf seinen Rhein stolz sein? 8. Der Krieg 1870/71, ein Zeugnis deutscher Tüchtigkeit und eine Quelle deutscher Herrlichkeit(Klassen- aufsatz). Latein. Lektüre: Caesar, bellum Gallicum, I, 30— 54, IV, 20— 38, V, 1— 23; Ovid, Metamorphosen: Schöpfung, Die 4 Weltalter, Pyramus und Thisbe, Niobe, Philemon und Baucis.— Französisch. Lektüre: Sandeau, Mademoiselle de La Seiglière; Kühn, La France et les Francais.— Englisch. Lektüre: Hausknecht, The English Student, Teil I und II, Comp. 1— 6. Obertertia(Oberrealschule). Französisch. Lektüre: Légendes du Moyen Age(Heraus- geber Wershoven). Obertertia(Realgymnasium). Französisch. Lektüre: Au bruit du canon, herausgegeben von Robert-Dumas.
Vom evangelischen Religionsunterricht waren im Winter die Konfirmanden befreit. Der Unterricht in der katholischen Religion wie der in der israelitischen Religion fand in je 3 Abteilungen statt für die unteren, mittleren und oberen Klassen.
Im Turnunterricht waren aus allen 18 Klassen anfangs 11 Abteilungen gebildet, nach Kriegsbeginn aus den verbliebenen 15 Klassen 8 Abteilungen, welche im 1. Viertel- jahre alle in je 3 Stunden, nachher teilweise nur in 2 Stunden wöchentlich unterrichtet wurden. Die kleinste Abteilung zählte 16 Schüler(Sammelprima), die größte 67(VIA und B). Befreit waren vom Turnen wàhrend des ganzen Jahres auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses 42 Schüler= 9,4% und von einzelnen UÜbungen oder für einen Teil des Jahres 9 Schüler= 2%. Ein besonderer Spielnachmittag erschien hier nicht erforderlich, dagegen wurde einzelnen Schülergruppen aus verschiedenen Klassen die Erlaubnis erteilt, an be- stimmten Stunden nachmittags den Schulhof zum Spielen zu benutzen.
An der Anstalt besteht aus Schülern der oberen Klassen seit 16 Jahren ein Turn— vercin, der am Ende dieses Schuljahres noch 18 Mitglieder zählte. Die nur aus Schülern der Anstalt bestehende selbständige Gruppe des Wandervogels schmolz nach Kriegsaus- bruch auf 3 Mitglieder zusammen; auch die Teilnehmerzahl des Rudervereins ging auf 10 zurück. Ihm dürfen die Schüler der oberen Klassen beitreten. Im Bootshause ober-— halb Wehrda werden die Geräte und Boote aufbewahrt: zwei Canoes und zwei Vierer-— fHalbausleger. Herr Professor Heinze leitete als Protektor die Ubungen des Turnvereins, Herr Oberlehrer Schüler die des Rudervereins. Der Jugendwehr gehôrten am Schlusse des Schuljahres noch 13 Schüler an. An der militärischen Vorbereitung der Jugend während des Krieges nahmen 30 bis 40 Schüler der obersten Klassen teil. Eine Anzahl Schüler hat sich dem Bibelkränzchen für Schüler hôherer Lehranstalten zu Marburg angeschlossen, das unter der Leitung des Pfarrers Liz. Plannet steht.
Einzelne Klassen veranstalteten unter Führung ihrer Klassenleiter oder Turnlehrer wiederholt Ausflüge und Kriegsspiele. Herr Oberlehrer Kürschner unternahm wie alljährlich bei Beginn der Sommerferien eine mehrtägige Gebirgswanderung, diesmal von Limburg a. d. Lahn über Nassau, Ems, Koblenz ins untere Moseltal bis Cochem.


