7. Die chemisch-mineralogische Sammlung(Verwalter: Herr Oberlehrer Nau) wurde vermehrt durch:
Chemikalien, Glaskolben, Glascylinder, Pulvergläser, Lötrohre, Glastrichter, Porzellanschalen.
8. Die naturwissenschaftliche Sammlung(Verwalter: Herr wissensch. Hilfslehrer Dr. Burhenne) ist bereichert worden durch:
Ein sehr umfangreiches Herbarium, geschenkt von Frl. Elisabeth Siebert, gesammelt von ihrem ver- storbenen Bräutigam Herrn Dr. Futterer. 1 Wandtafel: Die Nährwerte verschiedener Nahrungsmittel, gez. und gesch. von Staufenberg UII. 1 junger Haifisch, Gesch. des Herrn Univ.-Buchhändlers Oskar Ehrhardt. 1 Rochen, Gesch. von Bernhardi OII. Mehrere Vogeleier, Gesch. von Rösser und Hahn IV. Ein Glaskasten mit ausgestopften Vögeln, gesch. von Burger OII. Mehrere Miesmuscheln, gesch. von Orth OIII. Angeschafft wurde 1 Lieferung Meinholdscher Bilder für den Unterricht in Zoologie.
9. Die Sammlung von Kunstwerken und für den Zeichenunterricht(Verwalter: Herr Oberlehrer Schürmann) ist vermehrt worden um:
Eine Büste von Schiller und eine von Goethe(Geschenk eines ehemaligen Lehrers der Anstalt). Ein Konsolbrett und ein Weinglas(letzteres Geschenk). 2 Nickelstangen und Haken zum Aufhängen von Bildern (Geschenk der Frau Gutsbesitzer Hofmann hier). Ein Klischee der Oberrealschule(Geschenk des Herrn Uni- versitätsbuchhändlers O. Ehrhardt).
10. Für den Turnunterricht(Herr Oberlehrer Dr. Schmidt) wurde der Bestand erhalten. 3
11. Für den Gesangunterricht(Herr Lehrer Möller) wurde angekauft: Friedr. Hesse, Weihnacht, 2 Part., Text und Stimmen.
Allen gütigen Gebern der z. T. sehr wertvollen Geschenke sei auch hier der ver- bindlichste Dank abgestattet.
VI. Stiftungen und Unterstützungen.
Auf Grund eines Gesuchs des Vaters oder dessen berechtigten Stellvertreters kann braven, fleissigen und beanlagten Schülern ein Nachlass an Schulgeld bewilligt werden. Solche Gesuche sind in den ersten 14 Tagen jedes Schulhalbjahres an den Magistrat einzureichen. Schülern der Sexta und Quinta und solchen, welche die Anstalt noch nicht ein halbes Jahr lang besucht haben, wird ein Nachlass nicht gewährt.
An würdige und bedürftige Schüler werden auf ein Gesuch an den Direktor Schul- bücher aus der Hilfsbibliothek, soweit der Vorrat reicht, verliehen.
VII. Mitteilungen an Eltern und Schüler.
Gemäss einer Verfügung der vorgesetzten Behörde(S. 16, Zeile 9) werden die Schüler und ihre Eltern, bezw. deren Stellvertreter dringend vor dem Unwesen der Schülerverbindungen gewarnt. In jedem der- artigen Falle sind die beteiligten Schüler mit den strengsten Strafen, namentlich mit der Strafe der Ausweisung, zu belegen.
Die Eltern und Pensionsgeber unserer Zöglinge werden im Interesse der Schüler abermals dringend gebeten, sich vertrauensvoll mit den Lehrern der Anstalt in Verbindung zu setzen. Sprechstunden derselben im Gebäude der Oberrealschule(Zimmer Nr. 35 im I. Stock) werden in der Schule nach wie vor bekannt gegeben. Ganz besonders erwünscht ist es, dass sich die Eltern öfter die Hefte ihrer Söhne vorlegen lassen. Dies wird in der Sprechstunde natürlich meist nur dann geschehen können, wenn die Eltern vorher darum nachsuchen. Von der Schule aus werden nach einer Verfügung der Behörde(S. 16, Zeile 28) nur bei erheblicheren Anlässen Mit- teilungen an die Eltern gesandt, die mit Namens-Unterschrift zu versehen und zurückzusenden sind. Der Direktor ist an jedem Wochentage von 11 bis 12 ¼ Uhr in seinem Amtszimmer zu sprechen, in seiner Wohnung nur ausnahmsweise nach vorausgehender Anmeldung.


