Jahrgang 
1903
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Erdkunde: 1 Stde. Wiederholung der Länderkunde der europäischen Staaten. Kleine Aus- arbeitungen und Kartenskizzen. Schmidt.

Mathematik 5 Stdn. a) Algebra: Kombinatorik und Anwendungen auf die Wahrscheinlichkeits- rechnung. Kubische Gleichungen, Gleichungen vierten Grades und numerische Gleichungen. Behandlung allgemeiner Lehren von den Gleichungen sowie der Methoden zur angenäherten Lösung numerischer und transcendenter Gleichungen. Binomischer Lehrsatz für beliebige Exponenten und die wichtigsten unendlichen Reihen. Aufgaben über Maxima und Minima. b) Geometrie: Sphärische Trigonometrie und analytische Geometrie der Kegelschnitte. Böhmel.

Physik: 3 Stdn. Die Hauptlehren der Optik und Mechanik. Wiederholungen aus allen Ge- bieten. Böhmel.

Chemie: 3 Stdn. Wichtige Abschnitte aus der organischen Chemie: Cyanverbindungen, Kohlen- wasserstoffe, Alkohole, Ather, Säuren, Amido- und Nitroverbindungen, Phenole, Farb- stoffe, Eiweissstoffe, Harze. Stöchiometrische Rechnungen. Füdorff, S. 421 504. Ar- beiten im Laboratorium. OI: Qualitative Versuche. Titrierbestimmungen. UI: Ver- suche mit einfachen Verbindungen. Nau.

Zeichnen: Freihandzeichnen: 2 Stdn. Schwierigere Gipsmodelle in vollständiger Schattierung entweder mit zwei Kreiden gezeichnet oder mit Sepia und Weiss gemalt. Mal-, Skizzier- und Zeichenübungen nach Naturgegenständen. Landschaftliches Zeichnen im Freien. Linearzeichnen: 2 Stdn. Aufgaben aus der Schattenkonstruktion. Einleitung in die Linearperspektive mit entsprechenden Ubungen. Zeichnen einiger Kurven. Schürmann.

Vom evangelischen Religionsunterrichte war kein Schüler befreit. Der Unterricht in der katholischen Religion fand in zwei Abteilungen zu je zwei Stunden statt, zu denen für die Sextaner noch eine dritte Stunde trat. Kaplan Böschen. Der israelitische Religions- unterricht wurde in drei Abteilungen erteilt. Provinzialrabbiner Dr. Munk.

Auf den Unterricht im wahlfreien Linearzeichnen wird besonders hingewiesen.

Vom Turnunterricht waren auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses befreit im Sommer 32, im Winter 31 Schüler, d. h. 9,2 bezw. 9,1%. Es waren sieben Abteilungen gebildet, welche je drei Stunden Unterricht genossen; zur kleinsten gehörten 30, zur grössten 64 Schüler. Vielfach wurde der Schulplatz zu Turn- und Spielübungen benutzt, auch Baden und Schlitt- schuhlaufen wurde durch den Turnbetrieb gefördert. Im nächsten Schuljahre wird hoffentlich der Spielplatz in Benutzung genommen werden können.

Für die Überlassung der Scherzenwiese während des Sommerhalbjahres in zwei wöchentlichen Stunden für unsere obersten Abteilungen zu Turnspielen sei auch in diesem Jahre wiederum dem Kurator der Universität, Herrn Geheimen Oberregierungsrat Dr. Stein- metz, der ergebenste Dank abgestattet.

I. Abteilung(I und OII) und II. Abteilung(UII) Oberlehrer Dr. Schmidt. III. Ab- teilung(OIII) Oberlehrer Dr. Schwerdtfeger. IV. Abteilung(UIIIA und B) Oberlehrer Wallenfels. V. Abteilung(IV) Oberlehrer Hauck. VI. Abteilung(VA und B) wissen-