Jahrgang 
1925
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IV: Schwierigere Blätter, Federn, Schmetterlinge, Vogelköpfe nach dem Gegen- stand und aus der Vorstellung. Silhouetten. Freie Pinselübungen und farbige Flächen- aufteilungen. Ornamentale Versuche. Formen.

UIII: Im Anschluß an freie Schülerarbeiten und einfache große Klassenmodelle anschauliche Einführung ins räumliche Darstellen nach dem Gegenstand und aus der Vorstellung. Wiedergabe der perspektivischen und Beleuchtungserscheinungen. Skizzieren. Freihändige Risse und Schrägbilder einfacher Gegenstände nebst Hauptmaßen. Uebungen im farbigen Auf- teilen von Flächen. Einführung ins Tönen und Malen.

O III: Fortsetzung der perspektivischen Uebungen an einfachen Geräten des Zeichensaales in methodischer Reihenfolge, wie auch des Malens und Skizzierens nach der Natur und aus der Vorstellung. Beleuchtungszonen; abgesetzte Töne. Schwarz-weiß. Auf- messen, Risse, Schnitte, Abwicklung und Schrägbilder nach einſachen Körpern und Geräten.

UII: Geräte und Teile des Zeichensaales. Genaueres Zeichnen und Malen nach Natur- und Kunstformen in verschiedenen Techniken. Skizzieren. Aufmessen und Darstellen einfacher Körper, Geräte, je nach dem praktischen Zweck. Formen und Malen aus der Vorstellung.

0 II OI: Zeichnen und Malen nach schwierigeren Naturformen. Studien im Freien. Maßskizzen und perspektivische Schaubilder. Figürliches Zeichnen. Formen.

C. Turnunterricht. Das Turnen fand in 7 Abteilungen, das Spielen in 5 Abteilungen statt. Bei der Stärke unserer Oberklassen waren die Gruppen zu groß.

Das Spielen fand entweder auf dem Hof oder dem Kämpfrasen oder dem Universitäts- stadion statt, doch ließen sich Kollisionen mit anderen Klassen und Schulen nicht vermeiden.

II. Die Lehrer.

1. Infolge der Einführung der neuen Stundentafeln schieden mit dem 1. Mai aus dem Lebhrkörper aus: a) Studienrat Dr. Kracke, der an die hiesige städtische Oberrealschule über- ging, und b) Studienassessor Dr. Hohmann, der ans Gymnasium in Homburg vor der Höhe versetzt wurde; Dr. Kracke war hier seit dem 1. 4. 1922, Dr. Hohmann seit dem 1. 4. 1921 tätig. Beiden Herren ist die Schule zu dauerndem Dank. verpflichtet. Zum 1. 5. 1924 ging Assessor Dr. Hartmann an die Oberrealschule in Hanau. Zum 1. 4. 1924 trat als Ersatz für Herrn Klonk der Oberschullehrer Willgerodt aus Dillenburg ein; bis zum Eintritt des Studien- rats Luckey aus Elberfeld am 1. 10. 1924 wurde die Stelle des zweiten Mathematikers kommissarisch durch Studienassessor Dr. Schmidt verwaltet.

Mit dem 1. 4. 1924 schied Studienassessor Dr. Rusche aus dem Kollegium infolge seiner Anstellung an der höheren Privatschule in Fritzlar aus; am 5. 8. 1924 ging Assessor Ansorge an das Realgymnasium I nach Cassel über. Als zum Herbst 1924 die OII geteilt wurde, trat Studienassessor Lauth aus Limburg ins Kollegium ein; zum gleichen Termin Studienassessor Wiepken zur Entlastung von St.-R. Luckey.

Außerdem werden hier als Assessoren geführt: Anhalt, zum Studium beurlaubt, Dr. Rasner, tätig an der höheren Privatschule in Allendorf; Rosse, tätig an der Aufbauschule in Cappeln a. d. Schlei(Schleswig); Deidert, tätig an der Aufbauschule in Homberg a. d. Efze.

2. Oberstudienrat und Lehrerausschuß sind hier nicht vorhanden.

3. Pädagogische Vorbereitungsanstalt. Leiter: Der Direktor; Lehrer: Studienrat Dr. Klee, Kraus, Dr. Enßlin. Mitglieder waren nur Herren, bei denen die Ausbildungszeit abgekürzt war. a) seit Ostern 1924: Dr. Lindenau, Dr. Meister, Dr. Hadermann, Bindernagel, Freitag, Gädecke; b) seit Herbst 1924: Ménard; c) von Neujahr bis Ostern 1925: Dr. Lenz.

Von ihnen hat Dr. Lindenau die pädagogische Prüfung in Cassel zum Herbst 1924 bestanden; Dr. Hadermann und Freitag zu Ostern 1925. Bei Lindenau war die Vorbereitungs- zeit auf ein halbes Jahr verkürzt, weil er von 1912/13 den Vorbereitungsdienst in Schwerin absolviert hatte. In der Zwischenzeit war er als Privatdozent für Indologie tätig. Bei Hader- mann und Freitag war die Zeit auf ein Jahr verkürzt, weil sie Kriegsteilnehmer waren.

4. Am wissenschaftlichen Prüfungsamt sind tätig: Der Direktor als Vorsitzender; Dr. Klee, Dr. Enßlin, Luckey als Mitglieder. 3

5. An der Universität halten Vorlesungen oder Uebungen ab: Der Direktor und Dr. Enßlin; für den verflossenen Winter: Luckey.

6. Der Prüfungsausschuß für Ergänzungsprüfungen für Lateinisch und Griechisch be- stand aus dem Direktor, St.-R. Engelhardt und St.-R. Dr. Eymer von der OR.-Schule.