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4. Physikalisch-chemische Sammlung.
Geschenkt wurden: von Herrn Professor Schenck dahier 2 grössere galvanoplastische Reliefbilder.
Angekauft wurden: teilweise unter Benutzung eines besonderen Verlages von 310 Mark: ein Braunstein-Element, eine Wasserstrahl-Luftpumpe, ein Voltmeter und Amperemeter, ein Apparat für elektrische Oberflächenspannung, ein Differentialthermometer, eine Influenz-Elektrisier- maschine nebst Vorrichtung zur Erzeugung von Röntgen-Strahlen, eine Sirene mit Zählwerk.
Allen freundlichen Gebern wird hiermit im Namen der Anstalt der verbindlichste Dank ausgesprochen.
VI. Stiftungen und Unterstützungen für Schüler.
1. Die Zahl der Freischüler während des Rechnungsjahres 1897/98 betrug 47, die Summe des erlassenen Schulgeldes 3714 Mark. Ausserdem wurden vom K. Prov.-Schulkollegium noch 30 M. Schulgeld niedergeschlagen.
2. Der Kapitalbestand der Münscher-Stiftung*) beträgt 1640,76 Mark. Das Sti- pendium in der Höhe von 52,50 Mark wurde durch das Lehrerkollegium dem Oberprimaner Immanuel Lieberknecht verliehen. Dieser Beschluss wurde gemäss§ 3 der Satzungen am 22. April 1897 in einer Versammlung der Lehrer und Schüler, welche in der Turnhalle statt- fand, bekannt gemacht.
3. Das neue Stipendium, welches nach der Genehmigung durch das K. Prov.-Schul- kollegium unter dem Namen»Stiftung früherer Schüler« am 5. Oktober 1894 ins Leben getreten ist**), konnte leider auch in diesem Jahre noch nicht verliehen werden. Das Kapital betrug am Schluss des Schuljahres erst 1015,72 M. Diese Stiftung wird unter dem Aus- druck herzlichen Dankes an die bisherigen Spender dem ferneren Wohlwollen der Eltern und früheren Schüler aufs angelegentlichste empfohlen.
4. Die Unterstützungsbibpliothek, mit dankenswerter Hingabe seit Jahren durch Herrn Professor Dr. Wilhelmi verwaltet, leiht die eingeführten Schulbücher, soweit der Vorrat reicht, an unbemittelte Schüler aus. An Geschenken für dieselbe gingen ein: 1) von der Coppenrathschen Verlagsbuchhandlung: Schellen, Aufgaben 1. Teil, 4 Exemplare; 2) von der Verlagsbuchhandlung von Freytag, Leipzig: Platos Euthyphron.
Für diese Geschenke wird hiermit im Namen der Anstalt bestens gedankt.
VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern. 1. Nichtöffentlicher Schlussakt.
Sonnabend, den 2. April vorm. 10 Uhr fand nach der in der Aula abgehaltenen Schlussandacht die Verkündigung der Versetzungen und Austeilung der Zeugnisse in den einzelnen Klassen durch die Ordinarien statt.
*) Ueber diese Stiftung vergl. das Anstaltsprogramm von 1886, S. 34— 35. **) Ueber dieses neue Stipendium vergl. die Anstaltsprogramme von 1893, und namentlich von 1895 S. 35.


