14 Quarta. (Ordinarius Oberlehrer Dr. Schäfer II.)
Religionslehre. a) Evangelische: Einleitung und Reihenfolge der biblischen Bücher. Lesen geschichtlicher Abschnitte des Alten und Neuen Testaments nach Wendel, Biblische Ge- schichte. Erklärung des 3. Hauptstücks mit Luthers Auslegung. Auswendiglernen des 4. und 5. Hauptstücks. Wiederholung des Katechismus. Erlernung von einigen Kirchenliedern und Sprüchen und Wiederholung der früher gelernten. 2 St. w.(Vogt.)— b) Katholische: Im Diöcesankatechismus das 2. und 3. Hauptstück: von den Geboten und Gnadenmitteln. Wieder- holung der gesamten Biblischen Geschichte. Einprägung von Kirchenliedern. 3 St. w.(Weber.) — c) Jüdische: Die zehn Gebote. Sabbath und Feststage. Lektüre ausgewählter Psalmen und Gebete im Urtexte.— Biblische Geschichte: Von der Schöpfung bis zur Gesetzgebung. 2 St. w.(Munxk.)
Deutsch. Der zusammengesetzte Satz. Das Wichtigste aus der Flexions- und Wort⸗ pildungslehre. Lesen von Gedichten und Prosastücken aus dem Lesebuch von Muff. Nach- erzählen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten; Wiederholung der in VI und V gelernten Gedichte. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Rechtsschreibeübungen in der Klasse und schriftliches, freieres Nacherzählen des in der Klasse Gehörten als Aufsatz. 3 St. w.(Schäfer II.)
Latein. Lektüre im Anschluss an das Übungsbuch von Ostermann für IV. Im ersten Halbjahre 3, im zweiten 4 St.— Wiederholung der Formenlehre. Das Wesentliche aus der Kasuslehre. Syntax des Verbums nach Bedürfnis im Anschluss an das Ubersetzte. Mündliche und schriftliche Ubersetzungen in das Lateinische aus Ostermanns Ubungsbuch für IV. Vokabel- lernen im Anschluss an das Ubersetzte. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit. In jedem Halbjahre drei schriftliche Übersetzungen ins Deutsche. Im ersten Halbjahre 4, im zweiten 3 St.(Schäfer II.)
Französisch. Ubungen im richtigen Sprechen, Lesen und Schreiben. Aneignung des nötigen Wortschatzes. Erlernung der regelmässigen Formenlehre nebst avoir und étre, Passivum. Die verschiedenen Artikel, Deklination, Zahlwörter, Pronomina possessiva, demonstrativa, inter- rogativa, personalia zum Teil. Mündliche Übersetzungen aus der Elementargrammatik von Ploetz. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 4 St. w.(Schäfer I.)
Geschichte und Erdkunde. Obersicht über die griechische Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen nebst Ausblick auf die Diadochenreiche und Ubersicht über die römische Geschichte bis zu Julius Caesar. 2 St. w.(Schäfer I.)— Physische und politische Erdkunde von Europa ausser Deutschland nach Kirchhoffs Erdkunde für Schulen. Kartenskizzen. 2 St. w.(Schäfer I.)
Mathematik. Rechnen: Rechnungen mit Dezimalbrüchen, Aufgaben aus dem bürger- lichen Leben nach Schellen. UÜbungen im Kopfrechnen. Planimetrie: Lehre von den Geraden, Winkeln, Dreiecken und Parallelogrammen. 4 St. w.(Weidenmüller.)
Naturbeschreibung. UÜbungen im Bestimmen von Blütenpflanzen. Übersicht der wichtigsten offenblütigen Familien.(S.)— Wirbellose Tiere mit besonderer Berücksichtigung der nützlichen und schädlichen Insekten.(W.) 2 St. w.(Weidenmüller.)


