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Von dem evangelischen Religionsunterrichte waren im W. 29 Schüler wegen der Konfirmationsstunden befreit.— Im katholischen Religionsunterrichte fanden aus demselben Grunde im W. 5 Befreiungen statt.
Am jüdischen Religionsunterricht nahmen teil sämtliche israclitische Schüler, im S. 16, im W. 14.
An dem wahlfreien hebräischen Unterricht nahmen im S. 14 und im W. 10 Schüler der Prima und Sekunda 1 teil.
An dem wahlfreien englischen Unterricht beteiligten sich im S. 35 und im W. 23 Schüler der Prima und Sekunda 1.
Mitteilungen über den technischen Unterricht.
a) Turnen. Frei- und Ordnungsübungen wechselten ab mit Gerätübungen und Bewegungs- spielen, welche im Sommer regelmässig, im Winter an schönen Tagen im Freien vorgenommen wurden. Der Dauerlauf wurde in der Turnhalle und an windstillen Tagen im Freien bis zur Dauer von 20 Minuten geübt. Geturnt wurde von jeder Klasse in 3 Stunden w., zusammen in 27 St. Befreit waren im S. 37, im W. 33 Schüler. An den vom Gymnasium 1894 eingerichteten freiwilligen Jugendspielen, die auch diesmal während des Sommers auf dem Exerzierplatz des Jägerbataillons jeden Mittwoch Nachmittag unter Leitung des Turnlehrers Witt stattfanden, beteiligten sich 70% der Schüler.
In 11, 1I2 und III 2 9 St. w. Witt; in II 1, II 2, III 1, IV und V 15 St. w. Stange; in VI 3 St. w. Schäfer II.
Ausserdem vereinigten sich die Schüler der oberen Klassen 2 St. w. im Gymnasial- turnverein freiwillig zu Turnübungen und ebenso Schüler der unteren, mittleren und und oberen Klassen in 2 Abteilungen zum Fussballspiel.
b) Am Baden und Schwimmen in der von der Stadt Marburg und dem Gymnasium ge— meinsam unterhaltenen Schwimmanstalt in der Lahn beteiligten sich 116 Schüler. Schwimm- unterricht erteilte der Bademeister Weintraut an 37 Schüler. Ausser den genannten Schülern badete eine grosse Anzahl in einer zweiten öffentlichen, für sie bequemer gelegenen Anstalt.
Bei dem am 28. August veranstalteten Preisschwimmen der diesjährigen Schwimmschüler errangen sechs Schüler des Gymnasiums Preise: Heinrich Nau IIII, Erust Kätelhön III 2, Fritz Köbrich, Reinhard Eucker und Ludiwig Scheffer aus IV, Ernst Fahrig V.
c) Chorgesang. 60 ausgewählte Schüler der Klassen V bis I bildeten den Sängerchor. Nach dem Chorbuch von Sering«urden Chöre klassischer Meister, sowie vierstimmige Volks-, Vaterlands- und Marschlieder gesungen. An grösseren Musik-, bezw. Chorwerken wurden eingeübt: »Sedanlied«, Dichtung von Franz Müller, komp. für gem. Chor mit Begleitung des Pianoforte von Kriegeskotten.»Dem Kaiser Heil!« Melodramatische Kantate von Franz Treller. Für Chor mit Streich-, Orchester-, Orgel- und Pianoforte-Begleitung komponiert von Musikdirektor Dr. Ad. Lorens. Frühlingserwachen von Em. Bach für Orgel, Pianoforte und Streichquintett.
Sopran und Alt 1 St. w., Tenor und Bass 1 St. w., Gesamtchor 1 St. w.(Witt.)
d) Wahlfreies Zeichnen für Schüler aus I und II. Sommersemester: 5, Wintersemester: 2 Schüler. Getrieben wurde Ornamentzeichnen nach Vorlagen, ornamentale Farbenstudien nach gegebenem Entwurfe; Gypszeichnen als Ornamentzeichnen; Landschaftszeichnen nach Vorlagen in Blei, Tusche, Sepia und Aquarell und Planzeichnen 1 Std. w.(Witt.)


