Jahrgang 
1895
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Geschichte und Erdkunde. Deutsche und preussische Geschichte von Friedrich dem Grossen an bis zur Gegenwart. Erdkunde Deutschlands und der meisten übrigen europäischen Länder. Das Wichtigste aus der mathematischen Geographie. 3 St. wW.(Loeber.)

Mathematik. Gleichungen einschliesslich einfacher quadratischer mit einer Unbekannten und Logarithmen(Bardey 22 25, 18). Berechnung des Kreisinhalts und Kreisumfangs, einfache Konstruktionsaufgaben. Die trigonometrischen Funktionen am rechtwinkiigen Dreieck, Berechnung rechtwinkliger und gleichschenkliger Dreiecke. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. 4 St. w.(Reinhard.)

Physik. Die wichtigsten chemischen Erscheinungen; Magnetismus, Elektrizität, Akustik und einige einfache Abschnitte aus der Optik. 2 St. W.(Reinhard.)

Tertia fa. (Ordinarius Professor Dr. Wilhelmi.)

Religionslehre. a) Evangelische: Das Reich Gottes im Neuen Testament an der Hand der Evangelien; eingehende Behandlung der Bergpredigt und der Gleichnisse. Einige Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers. Wiederholung des Katechismus und der wichtigsten Kirchenlieder. 2 St. w.(Lange.) b) Katholische: Kom- biniert mit Sekunda 2.

Deutsch. Behandlung poetischer und prosaischer Lesestücke aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek; Lektüre von Schillers Glocke und Wilhelm Tell. Belehrungen aus der Metrik und Poetik, bezw. Rhetorik. Grammatische Wiederholungen und Belehrungen. Aus- wendiglernen und Vortragen von Gedichten und Dichterstellen; Wiederholung früher gelernter Gedichte. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 2 St. w.(Schenkheld.)

PLatein. Caesar de bell. Gall. IV VII mit Auswahl; Extemporieren. Ovids Metamor- phosen nach der Auswahl von Siebelis-Polle; einzelne Stellen wurden auswendig gelernt. 4 St. w. Tempus- und Moduslehre, Oratio obliqua; Wiederholungen aus der Formenlehre. Über- setzungen in das Lateinische nach Ostermann oder im Anschluss an die Lektüre. Wöchentlich ein Extemporale oder Exercitium, alle sechs Wochen eine schriftliche UÜbersetzung aus Caesar in der Klasse. 3 St. W.(Wilhelmi.)

Griechisch. Die Verba auf u und die wichtigsten unregelmässigen Verba. Die Prä- positionen wurden gedächtnismässig eingeprägt. Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der III2. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschluss an Gelesenes. Mündliche und schriftliche Ubersetzungen aus Seyffert-Bamberg und im Auschluss an die Xenophon-Lektüre. Auswendiglernen von Vokabeln im Anschluss an das Obersetzte sowie Wiederholung in III2 gelernter Vokabeln. Alle 14 Tage eine häusliche oder eine Klassenarbeit regelmässig im Anschluss an die Lektüre. Im ersten Halbjahre 3, im zweiten 2 St. w. Lektüre: Xenophons Anabasis, Buch l mit Ausschluss von c. 9 und Buch II, c. 13. Im ersten Halbjahre 3, im zweiten 4 St. w.(Schenkcheld.)

Französisch. Lektüre: Histoire de Gil Blas und einige Fabeln von Lafontaine. Ver- vollständigung der unregelmässigen Verben. Ergänzung der sonstigen Formenlehre. Die syn- taktischen Hauptgesetze in Bezug auf den Gebrauch der Hilfsverben avoir und être, Wortstellung, Tempora, Indikativ und Konjunktiv, Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Schriftliche und mündliche Ubersetzungen ins Französische, Diktate. UÜbungen im mündlichen Gebrauch der