Jahrgang 
1895
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der Grammatik gelegentlich und nach Bedürfnis. Ubersetzungen aus dem Griechischen in der Klasse, aus den gelesenen Schriftstellern oder nach Diktaten. 6 St. W.(Buchenau.)

Aufgaben der Reifeprüfungen. Michaelis 1894 für die Schüler: Xenoph. Oeconom. IV§ 58, für die

Extraneer: Xenoph. Hellenica, III, 1,§ 10 14. Ostern 1895: Xenoph. de rep. Laced. VII§1 VIII§ 2.

Französisch. Lektüre: Moliéere, L'Avare und Octave Feuillet, Le Roman d'un Jeune Homme Pauyvre, als Fortsetzung. Zusammenfassende grammatische Wiederholungen nebst münd- lichen Ubersetzungen ins Französische; Sprechübungen; alle 14 Tage eine schriftliche Uber- setzung aus dem Französischen. 2 St. w.(Schäfer; von Michaelis bis Weihnachten 1894: Direktor a. D. Kares.)

Hebräisch. Grammatik nach Gesenius-Kautzsch. Das schwache Verbum. Wiederholung aus der regelmässigen Konjugation und Deklination. Lektüre der Stücke aus dem UÜbungsbuche von Kautzsch und aus der Genesis. 2 St. w.(Vogt.)

Englisch. Wiederholung und Abschluss der Formenlehre nach Gesenius I. Die wichtigsten syntaktischen Regeln gelegentlich bei der Lektüre. Gelesen wurde: 1) im Lesebuch von Gese- nius I; 2) Irving, Tales of the Alhambra(im Anschluss daran: Konversationsübungen); 3) Byron, The Siege of Corinth. 2 St. w.(Kares.)

Geschichte und Erdkunde. Die wichtigsten Begebenheiten der Neuzeit vom dreissig- jährigen Kriege an, insbesondere der brandenburgisch-preussischen Geschichte im Zusammen- hange ihrer Ursachen und Wirkungen. Wiederholungen aus der physischen und politischen Erdkunde nach Bedürfnis des Geschichtsunterrichts. 3 St. w.(Vogt.)

Mathematik. Arithmetik: Kombinationslehre(Bardey 34 36). Planimetrie und Trigono- metrie: Dreieckskonstruktionen, Sätze über Transversalen. Wiederholung der Lehre von der harmonischen Teilung. Stereometrie: Wiederholung des Systems. Analytische Geometrie: Be- griff der Koordinaten. Sätze und Aufgaben über Gerade, Kreis und Kegelschnitte. Ausserdem wöchentlich 1 Std. Ubungsaufgaben aus allen Teilen der Mathematik. 4 St. W.(Weidenmäüller.)

Aufgaben der Reifeprüfungen: A) Zu Michaelis 1894,

a) für die Abiturienten: 1) Jemand zahlt 10 000 Mk. an eine Rentenbank ein und lässt sie 10 Jahre lang unberührt stehen. Wieviel weitere Jahre hindurch kann er eine am Jahresschluss zahlbare Rente von 3326 Mk. beziehen, bis sein Guthaben aufgezehrt ist? Zinsfuss 4%. 2) Im Kreis O ist die Sehne BC gezogen. Auf dem kleineren Bogen B( soll der Punkt A so bestimmt werden, dass( halb so gross als 0B C ist. 3) Wie gross sind im obigen Dreieck die Winkel 4 BC und 4 0 B, wenn 00= 10 cm und C0B= 130°%% 4) Eine bleierne dreiseitige Pyramide, deren Grundkanten je 6 cm und deren Seitenkanten je 4 cm lang sind, wird zu einem Würfel umgeschmolzen. Wie gross ist dessen Kante?

b) für die Extraneer: 1) Welche zweizifferige Zahl, deren Ziffern das Produkt 24 haben, wird durch Umstellung ihrer Ziffern um 45 grösser? 2) Auf dem Umfang eines Kreises einen Punkt so zu be- bestimmen, dass seine Abstände von 2 gegebenen Punkten des Umfangs sich wie die Strecken p und verhalten. 3) In einem Dreieck von 200 qm Inhalt sind 2 unter spitzem Winkel zusammenstossende Seiten(b= 35 m, c= 24 m) bekannt. Wie gross sind die Winkel? 4) Ein Stück Blech von Gestalt eines Quadranten mit 20 cm Radius wird zu einem Hohlkegel zusammengebogen. Wie gross wird dessen Höhe sein, und wieviel Gramm Wasser wird er fassen können?

B) Zu Ostern 1895. 1) Um wieviel ist 1,08: kleiner als 1,075?(Entwicklung der binomischen Reihen bis zur 5. Dezimale.) 2) Gegeben sind die Punkte B und G und die Gerade MN. Auf MN soll der Punkt X so bestimmt werden, dass CX2+ BXS= 12. 3) Von einem Dreieck kennt man die Summe zweier Seiten(b+= 20), die dritte Seite(= 10) und das Verhältnis der zugehörigen Höhe und Winkelhalbierenden(ha: W⸗= 0,9).