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Seckunda 2. (Ordinarius Professor Dr. Wilhelmi.)
Religionslehre. a) Evangelische: Lesen und Erklärung des Buches Hiob, aus- gewählter Abschnitte aus den prophetischen Büchern des Alten Testaments, besonders aus Jesaias, sowie des Evangeliums Matthäi. Wiederholung des Katechismus und der wichtigsten Kirchen- lieder. 2 St. w.(Lange.)— b) Katholische: Kombiniert mit Prima 1.
Deutsch. Erklärung von Gedichten, besonders Schillerscher Balladen. Wilhelm Tell. Jungfrau von Orléans. Auswendiglernen von Gedichten und Ubungen im Vortrag kleinerer eigener Ausarbeitungen. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 3 St. w.(Sehedtler.)
Themata der Aufsätze:
1) Das Verhältnis der Glocke zum menschlichen Leben. 2) Der Gastfreund des Ibykus erzählt dem Bruder des Gemordeten den Tod desselben. 3) Lucius Aemilius Paulus nach Livius lib. XXII. 4) Der Schwur auf dem Rütli. 5) Die Bedeutung des ersten Auftritts in Schillers Wilhelm Tell. 6) Der Graf von Habsburg und des Sängers Fluch. 7) Die Verdienste Rudolfs von Habsburg um das deutsche Reich. 8) Was erfahren wir aus dem Prolog zu Schillers Jungfrau von Orléans von dem Vorleben Johannas? (Aufsatz der Abschlussprüfung.)
Latein. Livius XXII und Vergils Aen. I u. II mit Auswahl; einzelne Stellen auswendig gelernt; Ciceros I u. IV. Rede gegen Catilina. 4 St. w.— Wiederholung der Syntax mit Ergänzungen nach Ellendt-Seyffert; stilistische Regeln, Synonyma im Anschluss an die Lektüre. Wöchentlich ein latein. Exercitium oder Extemporale; alle 6 Wochen eine schriftliche Uber- setzung aus dem Lateinischen ins Deutsche statt des latein. Extemporales. 3 St. W.(Wilhelmi.)
Griechisch. Lektüre: Xenophon, Anabasis II zum Teil; Hellenica I und II zum Teil. Homer, Odyssee l und II vollständig und III zum Teil. Grammatik: Wiederholung der ganzen Formenlehre, Syntax des Nomens, die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Alle 14 Tage ein Exercitium oder ein Extemporale. 6 St. w.(Schäfer.)
Französisch. Lektüre: Erckmann-Chatrian, Waterloo.— Grammatik: Wiederholung der Formenlehre. Syntax: Plötz, Schulgrammatik, Lektion 46— 69. Sprechübungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 3 St. w.(Schäfer.)
Geschichte und Erdkunde. Deutsche Geschichte von dem Regierungsantritt Friedrichs des Grossen bis zur Gegenwart, mit Berücksichtigung der Erdkunde Deutschlands nach Bedürfnis des Geschichtsunterrichts; ausserdem Erdkunde der ausserdeutschen Länder Europas. 3 St. w.(Wilhelmi.)
Mathematik. Gleichungen einschliesslich einfacher quadratischer mit einer Unbekannten, Potenzen, Wurzeln und Logarithmen(Bardey 22— 25, 11, 13, 18). Berechnung des Kreisinhalts und Kreisumfangs, einſache Konstruktionsaufgaben. Die trigonometrischen Funktionen am recht- winkeligen Dreieck, Berechnung rechtwinkeliger und gleichschenkeliger Dreiecke. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. 4 St. wW.(RKeinhard.)
Physik. Die wichtigsten chemischen Erscheinungen, Magnetismus, Elektrizität, Wärme- lehre, Akustik und einige einfache Abschnitte aus der Optik. 2 St. w.(RKeinhard.)
Tertia 1. (Ordinarius Oberlehrer Dr. Lange.) Religionslehre. a) Evangelische: Das Reich Gottes im Neuen Testament an der Hand der Evangelien; eingehende Behandlung der Bergpredigt und der Gleichnisse. Einige


