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Cassel, 13. Februar 1893. Einrichtung eines naturwissenschaftlichen und erdkundlichen Ferienkursus für Lehrer in Göttingen.
Gassel, 23. Februar 1893. Mitteilung über einen archäologischen Ferienkursus für Lehrer höherer Schulen in Bonn und Trier.
Cassel, 20. März 1893. Anordnung, dass die regelmässige Unterrichtszeit nach der mitteleuropäischen Rechnung im Sommerhalbjahr von 7 ½ bis 11 ½ und von 2 ½ bis 4 ½ Uhr, im Winterhalbjahr von 8 ½ bis 12 ½ und von 2 ½ bis 4 ½ Uhr anzusetzen ist.
Gassel, 21. März 1893. Der Herr Unterrichtsminister hat unter dem 9. Januar d. J. neue Bestimmungen über den katholischen Religionsunterricht getroffen, welche vom Beginn des bevorstehenden Schuljahres bei dem katholischen Religionsunterricht zu befolgen sind.
III. Chronik des Gymnasiums.
Nachdem Montag den 25. April die Prüfung der neuangemeldeten Schüler vorgenommen worden war, wurde am Dienstag den 26. vormittags 7 Uhr das neue Schuljahr mit einer gemeinsamen Andacht eröffnet, an welche sich die Verlesung und Erläuterung der Schulgesetze und sodann die feierliche Aufnahme und Verpflichtung von 59 neueintretenden Schülern anschloss-
Die Lektionen des Morgenunterrichts wurden auch im Sommer 1892 in den Stunden von 7—11, bezw. von 7— 12 abgehalten.
Am 21. April hatte der unterz. Gymnasialdirektor einen Erlass des Herrn Kultusministers vom 19. April erhalten, durch welchen derselbe für das Jahr 1. April 1892,93 zum Direktor der Königl. Wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission dahier und zum ordentlichen Mitglied für das Fach der Pädagogik ernannt wurde.
Am 28. April unterzog sich der Oberprimaner Ernst Küster, welcher zwar die schrift- liche Prüfung mit den übrigen Abiturienten des Ostertermins gemacht hatte, an der mündlichen aber infolge schwerer Erkrankung nicht hatte teilnehmen können, nunmehr nach seiner Genesung der mündlichen Prüfung mit dem gewünschten Erfolg.
Der am 25. Mai in Cassel abgehaltenen 17. Hauptversammlung des Vereins von Lehrern höherer Schulen der Provinz Hessen-Nassau und der Fürstentümer Waldeck und Pyrmont wohnten 6 Lehrer unseres Gymnasiums an.
Am 27. Mai erlöste ein sanfter Tod den Oberprimaner Richard Textor von seinen langen, mit christlicher Geduld ertragenen Leiden. Sonntag den 29. Mai vorm. 11 Uhr geleiteten die Lehrer und die Schüler der beiden Primen den durch sein ernstes Streben und grosse Pflicht- treue ausgezeichneten Jüngling zu seiner letzten Ruhestätte.
Die diesjährigen Pfingstferien dauerten vom 5. bis 8. Juni.
Dienstag, den 14. Juni wurde das alljährliche Frühlingsfest des Gymnasiums in dem herrlichen Eichwald des Dammelsberges begünstigt vom schönsten Frühlingswetter in her- kömmlicher Weise gefeiert. Die Jugendspiele, die Turnübungen und die Gesang-Vorträge der Schüler fanden bei den zahlreich erschienenen Angehörigen der Schüler und bei den Freunden der
Schule die wohlwollendste Aufnahme. Ueberhaupt nahm das ganze Fest den denkbar schönsten Verlauf.


