Jahrgang 
1893
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Latein. Wiederholung der regelmässigen Formenlehre; die Deponentia, die unregel- mässige Formenlehre. Aneignung eines angemessenen Wortschatzes. Ubersetzen aus dem Übungsbuche von Ostermann. UÜbungen im Rückübersetzen. Einige syntaktische Regeln sowie einige notwendige stilistische Anweisungen wurden gelegentlich abgeleitet. Wöchentlich eine Klassenarbeit, Reinschrift oder häusliche Arbeit. 8 St. w.(Schenkheld.)

Erdkunde. Geographische Vorbegriffe und Globuslehre. Die aussereuropäischen Erd- teile nach Kirchhoffs Schulgeographie. Entwerfen einfacher Kartenskizzen. 2 St. w.(Schenkheld.)

Rechnen. Teilbarkeit der Zahlen. Gemeine Brüche. Regeldetriaufgaben(durch Schluss auf die Einheit zu lösen.) Anfangsgründe der Decimalbrüche. 4 St. w.(MWeidenmüller, seit Dezember Gleim, seit Februar Uckermann.)

Naturbeschreibung. Beschreibung und Vergleichung verwandter Blütenpflanzen, die wichtigsten Pflanzenfamilien im natürlichen System. Beschreibung von Amphibien, Reptilien und Fischen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen oder Schaden. 2 St. w. (Reinhard, Dezember bis Februar Gleim.)

Schreiben. Das deutsche und lateinische Alphabet in Buchstaben, Wörtern und Sätzen. Das kleine griechische Alphabet, insoweit es zur Bezeichnung der Winkel im geometrischen Anschauungsunterricht nötig ist. 2 St. w.(Schedtler.)

Zeichnen. Ubungen im Zeichnen krummliniger Formen. Zusammenstellung von Blatt- und Kelchformen zu Rosetten und einfachen Füllungen; Gefässformen, symmetrische Ornamente nach Vorzeichnungen im grossen Massstabe an der Schultafel. Einheimische Blattformen nach der Natur. UÜbungen in verändertem Massstabe. Einiges aus der Perspektive beim Zeichnen von Körpern. 2 St. w.(Witt.)

Sexta. (Ordinarius Oberlehrer Reinhard, vom 1. Februar 1893 an Hilfslehrer Schedtler.)

Religionslehre. a) Evangelische: Biblische Geschichte des alten Testamentes nach dem Lehrbuch von Wendel. Vor den Hauptfesten die betreffenden Geschichten des Neuen Testa- mentes. Erlernung des ersten Hauptstückes mit Luthers Auslegung, des zweiten und dritten Hauptstückes ohne dieselbe, einiger Kirchenlieder und einer Anzahl Sprüche. 3 St. w. S.(Vogf.) W.(Lange.) b) Katholische: Kombiniert mit Tertia 1.

Deutsch und Geschichtserzählungen. Grammatik. Redeteile und Glieder des ein- fachen Satzes; Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Rechtschreibeübungen in wöchentlichen Diktaten. Lesen von Gedichten und Prosastücken aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek. Mündliches Nacherzählen. Auswendiglernen und verständnisvolles Vortragen von Gedichten. 3 St. w. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte. 1 St. w.(Schenkheld).

Latein. Formenlehre unter Beschränkung auf das Regelmässige und mit Ausschluss der Deponentia. Vokabellernen im Anschluss an das Lesebuch und zur Vorbereitung auf die Lektüre. Ubersetzen aus dem Lese- und UÜbungsbuch von Ostermann. Wöchentlich eine halb- stündige Klassenarbeit im Anschluss an den Lesestoff. 8 St. w.(Reinhard, vom 1. Februar 1893 an Schedtler.)