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dem Seminarſpielplatz, zuweilen auch im offenen Gelände. Ein wirklich ausreichender Spiel⸗ platz ſoll noch geſchaffen werden. Noch dringender iſt allerdings ein Umbau des Aborthäuschens.
Die Rundfunkanlage im Hauptgebäude wurde Anfang März von Studienrat Gilles mit den Schülern wieder in Stand geſetzt, als ein Empfangsapparat mit 6 Röhren und Laut⸗ ſprecher vom Herrn Miniſter der Anſtalt überwieſen wurde zur Ergänzung des Unterrichts. Vom alten Lehrerſeminar wurde ein Harmonium und ein alter Flügel zu Uebungszwecken käuflich erworben.
Eine neue Anſtaltsfahne wurde im Sommer aus Sammelbeiträgen der Schüler und Lehrer, vor allem aber ehemaliger Schüler und des Vereins ehemal. Sch., für 340 M. beſchafft von der Bonner Fahnenfabrik.
Von ſonſtigen Neuanſchaffungen, beſonders an Lehrmitteln, ſeien genannt: Mitgau, der Student; Ehrismann: Geſchichte der deutſchen Literatur bis Ausgang des Mittelalters, 2. Teil, 2. Band, 1. Hälfte; Kumſteller⸗Haake: Bilderwerk zur Geſchichte, Wilh. Schneider: Deutſcher Stil⸗ und Aufſatzunterricht, Ullſteins Weltatlas, Leo Sternberg: Land Naſſau, Treitſchke: Deutſche Geſch. im 19 Jh., Wrede: Deutſcher Sprachatlas(erſte Lieferungen), Langbehn: Rembrandt als Erzieher, ein Modell der Saalburg, eine Sammlung„Meiſterbilder“ des Kunſtwart⸗Verlags und 3 Wechſelrahmen dazu. Andere„Meiſterbilder“, ferner Hefte der„Allg. Vereinigung für chriſtl. Kunſt“, München, wurden von den Schülern durch die Schulleitung in zahlreichen Stücken bezogen, vor allem das vorzügliche Dürerheft.
Der Unterrichtsplan richtete ſich nach den neuen Lehrplänen. Bezüglich der Lehrbücher wird auf Abſchnitt VIIl verwieſen. Im Lateiniſchen wird Ludus latinus von Oſtern 1928 ab nun⸗ mehr auch in Quarta gebraucht. Im Griechiſchen wird für Untertertia ſtatt Kaegis Uebungs⸗ buch Oſtern 1928 eingeführt Palaiſtra, Ausg. B, mit grammat. Anhang. Fürs Deutſche ſeien die auf den unteren Klaſſen auswendig zu lernenden Gedichte mitgeteilt. In VI: Schwäbiſche Kunde, die Heinzelmännchen, Lorelei, Siegfrieds Schwert. V: Des Deutſchen Vaterland, Schäfers Sonntagslied, Heinrich der Vogler, der Lotſe. IV: Der getreue Eckart, das Grab im Buſento, der blinde König, die Bürgſchaft, Belſazar. U III: Frühlingsglaube, der Sänger, das Glück von Edenhall, des Sängers Fluch, der Graf von Habsburg.
VI. Zur Geſchichte der Anſtalt.
Das Schuljahr begann Dienstag, den 26. April 1927 und endete Samstag, den 31. März 1928. Der tägliche Unterricht begann in Rückſicht auf die Fahrſchüler im Sommer um 70, im Winter anfangs um 8¹, ſpäter um 83³⁰.
Erwähnenswerte Ereigniſſe des Schuljahres:
Gleich am 28. April Beſuch durch 11 würdige ehemalige Schüler, die vor 40 Jahren, alſo 1887 hier die Reifeprüfung abgelegt hatten; aus dieſem Anlaß kleine Schulfeier mit Begrüßungsanſprache des Direktors und herzlicher Erwiderung des Herrn Sanitätsrats Dr. Stemmler⸗Ems.
In den Pfingſtferien Zuſammenkunft der„25er“, d. h. der Abiturienten des Jahres 1902 (Herr Konviktregens Fiſchbach und Kameraden).
Ueber Schulausflüge vgl. zunächſt unter IIIh(Wanderungen). Am 26. Auguſt Ausflug ſämtlicher Klaſſen nach Koblenz, Beſuch der Rheinausſtellung.
Am 8. Juli Schulkonzert: Kammerſänger Schubert⸗Meiſter trägt heitere und ernſte Lieder des Auslanddeutſchtums vor.


