September beſuchten Mittel⸗ und Oberklaſſen das Turnſpielfeſt in Limburg(vgl. Abſchn I, 6 am Schluß). In den Herbſtferien unternahm eine Gruppe aus den Oberklaſſen unter Führung des Direktors einen mehrtägigen Ausflug nach Frankfurt und zur Saalburg; die geplante Rückwanderung über den Taunus verregnete.
Der Geſundheitszuſtand der Schüler ließ zu wünſchen übrig. Im kalten Mai erkrankten viele an Grippe oder Hals⸗ und Mandelentzündung. Im Winter kam ein Fall von Scharlach und eine Blinddarmoperation vor, die günſtig verliefen, ferner zwei Beinbrüche auf dem Heimwege von der Schule, Folgen jugendlichen Uebermuts. Bei dieſen und einer ganzen Reihe kleinerer Unfälle erwies ſich die Schülerunfallverſicherung bei der Gothaer Allgemeinen Ver⸗ ſicherungsbank ſehr ſegensreich; alle Schüler und Lehrer gehörten ihr an.
Das Biſchöfliche Konvikt beherbergte etwa 90 Schüler unter geiſtlicher Aufſicht.
i) Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei, Unterſtützungen.
Das Schulgeld betrug für Einheimiſche 200 Mk., für Auswärtige 250 Mk. jährlich, zu zahlen in Monatsraten, Eintrittsgeld für neue Schüler die Hälfte des Monatsgeldes. Erlaſſen oder ermäßigt wurde das Schulgeld, abgeſehen von dem vorſchriftsmäßigen Nachlaß bei meh⸗ reren ſtudierenden Geſchwiſtern, einer Reihe würdiger und bedürftiger Schüler. Es waren 14 Freiſtellen, 44 Ermäßigungen um die Hälfte, 19 um ein Viertel.
Die Hilfsbücherei borgte Schulbücher an bedürftige Schüler.
Der Verein ehemal. Schüler des Gymnaſiums(Vorſitzender Kaufmann J. Nink, Montabaur) ſpendete zu Weihnachten wieder 200 Mk., die an 5 würdige und bedürftige Schüler verteilt wurden. Vom Herrn Miniſter wurde einem beſonders würdigen bedürftigen Schüler eine Er⸗ ziehungsbeihilfe von 600 Mk. gewährt. Zur Unterſtützungskaſſe(Wernekeſtiftung) ſpendete der Verein der Ehemaligen anläßlich der Fahnenerneuerung den überſchießenden Betrag von 100 Mk.
k) Berufsberatung. Es wurden einige weitere Bücher zu Berufsberatung für die Schülerbücherei beſchafft.
IV. Elternbeirat. Schenkungen.
Mitglieder des Elternbeirats ſind: 1. Dr. Fiedler, leitender Arzt des Krankenhauſes Dernbach als Vorſitzender, 2. Studienrat Dr. Walters als ſtellvertretender Vorſitzender. 3. Ober⸗ weichenſteller Braun aus Eſchelbach, 4. Kataſterdirektor Freitag, 5. Lehrerswitwe Noll 6. Kürſch⸗ nermeiſter Röder.
An Schenkungen ſei genannt außer der Weihnachtsſpende der„Ehemaligen“(vgl. Ab⸗ ſchnittt III. i): 1. Von Senatspräſident Paehler⸗Berlin das Buch von Koſer„Friedrich der Große“ als Weihnachtsgabe für einen würdigen Schüler. 2. Von J. G. Farbeninduſtrie Agfa ein Bild: Rothenburg a. d. T. 3. Die neue Fahne des Gymnaſiums iſt im weſentlichen ein Ge⸗ ſchenk der ehemal. Schüler, vgl. unter V. Allen Spendern auch an dieſer Stelle herzl. Dank!
V. Verſchiedenes.
Die Ausbeſſerungsarbeiten im Hauptgebäude wurden nach Beſeitigung der Beſchlagnahme⸗ gefahr langſam fortgeſetzt. In einigen Klaſſen wurde der Fußboden erneuert. Die Turnhalle iſt noch nicht völlig wieder in Benutzung genommen. Im Freien geturnt wurde meiſt auf


