Jahrgang 
1927
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5. Aufgaben der ſchriftlichen Reifeprüfung zu Oſtern 1928.

a) Deutſcher Aufſatz. Eine der folgenden anderfolgende Steine von einem Punkt auf 4 Aufgaben nach Wahl: a) Wie kommt nach dem gegenüberliegenden Ufer und mißt der Reichsverfaſſung vom 11, Auguſt 1919 die Winkel= 20,4 und 60= 18,60. ein Reichsgeſetz zu ſtande? b) Vorteile und Wie breit iſt an dieſer Stelle der Rhein?

Nachteile der geographiſchen Lage Deutſch⸗(Ebene Trigonometrie). 2. Eine an eine ſenk⸗ lands. c) Soldatentypen in der deutſchen rechte Mauer gelehnte Leiter von 8 m Länge Literatur(LeſſingsMinna von Barnhelm, rutſcht auf ebenem Boden aus. Welche Kurve

SchillersWallenſtein und KleiſtsPrinz beſchreibt jeder Punkt der 3 m von der Leiter⸗ von Homburg. d) Kontraſtierende Bilder ſpitze entfernten Sproſſe? Welchen Inhalt in Gottfried Kellers NovelleRomeo und hat das von der Kurve, der Mauer und dem Julia auf dem Dorfe. Boden begrenzte Flächenſtück? Die Kurve iſt

b) Eine Ueberſetzung aus dem Lateiniſchen zu konſtruieren.(Analytiſche Geometrie). ins Deutſche Ein Brief Ciceros an Tiro). 3. Eine Blechwarenfabrik fertigt zylindriſche c) Ueberſetzung aus dem Griechiſchen(Plu⸗ keſardenwlicſer Aufe nndnhatnan a⸗

tarch, Cäſar: Der Dämon des Brutus). Welche Mahe für Durchmeſſer und Höhe des d) Mathematiſche Aufgaben: 1. Am Rhein⸗ Gefäßes wendet der Fabrikant an, um mög⸗

ufer ſind weiße Steine im Abſtande von 100 m lichſt wenig Material zu verbrauchen?(Stereo⸗

angebracht. Ein Feldmeſſer viſiert 3 aufein⸗ metrie und Differentialberechnung).

6. Künſtleriſcher und techniſcher Unterricht.

Zeichnen. Serxta bis Obertertia je 2 Stunden wöchentlich, Unterſekunda bis Oberprima je 2 Stunden alle 14 Tage. Hauptziel des freien Zeichnens war Wecken und Bilden ſchöpferiſcher Anlagen, verwandt wurden Kohle, Blei, Paſtellkreide, Waſſerfarbe, Buntpapier, Linoleum. Jahreszeiten, Erlebniſſe, Spiel, Sport, Märchen gaben den Stoff dazu. Auf der Mittel⸗ und Oberſtufe wurde auch nach der Natur gezeichnet, wozu die Sammlungen der An⸗ ſtalt ſowie die Straßen und Gaſſen der Stadt Gelegenheit boten. Linearzeichnen: Darſtellen einfacher Körper(Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel) mit Schnitten, Abwicklungen, Durch⸗ dringungen und Schrägbildern.

Geſang und Muſik. Sexta und Quinta je 2 Stunden wöchentlich. Einführung ins Notenleſen. Erfaſſen, Darſtellen, Erfinden und Niederſchreiben einfacher rhythmiſcher Motive im geraden und ungeraden Takt. Erarbeitung der Durtonarten bis A- und Es-dur. Ableitung der Moll⸗Leiter. Homophoner und polyphoner ein⸗ und zweiſtimmiger, bisweilen auch drei⸗ ſtimmiger Liedgeſang und Kanongeſang. Quarta bis Prima: 4 Stunden, nämlich je eine Stunde Knabenchor und Männerchor, je eine Muſikſtunde für vereinigte IYV O lIl und I11 1. Einſtimmige Lieder, meiſt Volkslieder, teils ohne Begleitung, teils zu Klavier, Geige oder Laute. Einiges von Akkorden und Intervallen. Zwei⸗ bis vierſtimmiger homophoner und polyphoner Liedgeſang. Zum gemiſchten Chor wurden nach Bedarf die beiden Chöre in einer der Chor⸗ ſtunden vereint. Einführung in die Kompoſition einfacher Lieder und Muſikſtücke.

Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer 272, im Winter 268 Schüler. Von dieſen waren befreit im Sommer 12, im Winter 9 Schüler auf ärztliches Zeugnis oder wegen offen⸗