— 12— der Gothaer Allgemeinen Verſicherungsbank(Aktiengeſellſchaft); es kam zum Glück nur ein leichter Armbruch vor.
Das Biſchöfliche Konvikt beherbergte etwa 95 Schüler unter geiſtlicher Aufſicht. Auch Schüler der Stadt konnten im Konvikt arbeiten..
i) Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei, Unterſtützungen.
Das Schulgeld betrug für Einheimiſche 200 Mk., für Auswärtige 250 Mk. jährlich, zu zahlen in Monatsraten, Eintrittsgeld für neue Schüler die Hälfte des Monatsgeldes. Schüler des Unterweſterwaldkreiſes zahlten dieſes Jahr nicht mehr als die Einheimiſchen, da der Kreis einen namhaften Zuſchuß zu den Unterhaltungskoſten der Schule gewährte. Erlaſſen oder ermäßigt wurde das Schulgeld einer Reihe würdiger und zugleich bedürftiger Schüler, beſonders ſolchen, deren Brüder ebenfalls die Anſtalt beſuchten. Es waren 15 ganze Freiſtellen, 43 Er⸗ mäßigungen um die Hälfte, 10 um ein Viertel.
Die Hilfsbücherei borgte Schulbücher an bedürftige Schüler, aus dem Heftevorrat wurden Schulhefte umſonſt oder billig abgegeben.
Der Verein ehemal. Schüler des Gymnaſiums(Vorſitzender Kaufmann J. Nink, Montabaur) ſpendete zu Weihnachten 200 Mk., die an 5 würdige und bedürftige Schüler verteilt wurden. Vom Herrn Miniſter wurde einem beſonders würdigen bedürftigen Schüler eine Erziehungs⸗ beihilfe von 500 Mk. gewährt.
k) Berufsberatung.
Es wurden einige weitere Bücher zur Berufsberatung für die Schülerbücherei beſchafft. Ferner veranlaßte und vermittelte die Schule Sammelbeſtellungen der Schüler auf die„Merk⸗ blätter für Berufsberatung“ der Deutſchen Zentralſtelle für Berufsberatung der Akademiker, herausgegeben von Dankmann und Diel, Verlag Trowitzſch u. Sohn, Berlin. Eine andere Sammlung von Merkblättern zur akad. Berufsberatung wurde der Schule in dankenswerter Weiſe überwieſen von dem hieſigen öffentlichen Arbeitsnachweis(Kreiswohlfahrtsamt).
IV. Elternbeirat. Schenkungen.
Mitglieder des Elternbeirats ſind: 1. Dr. Fiedler, leitender Arzt des Krankenhauſes Dernbach als Vorſitzender, 2. Studienrat Dr. Walters als ſtellvertr. Vorſitzender, 3. Ober⸗ weichenſteller Braun aus Eſchelbach, 4. Kataſterdirektor Freitag, 5. Lehrerswitwe Noll, 6. Kürſch⸗ nermeiſter Röder. Am 9. Dezbr. 1926 hielt Herr Dr. Fiedler vor der Elternſchaft einen ſehr aufſchluß⸗ reichen Vortrag über Schulhygiene und Schülerkrankheiten, woran ſich lebhafte Ausſprache anſchloß.
An Schenkungen ſeien genannt außer der Weihnachtsſpende der„Ehemaligen“(vgl. Ab⸗ ſchnitt III. i): Eine Flöte fürs Schülerorcheſter von Geheimrat Baldus, mehrere kernige Wand⸗ ſprüche von Buchhändler Kalb, Bücher für die Schüler⸗Leſebücherei von einem Studenten(Kaſter), für die Unterſtützungsbücherei von 2 Abiturienten, Freitags„Soll und Haben“ für einen guten Turner des Gymnaſiums von Amtgerichtsrat Schiffers⸗Düſſeldorf, ein Buch über Menzels graphiſche Kunſt als Weihnachtsgabe für einen würdigen Schüler von Senatspräſident Paehler⸗ Berlin zum Andenken an ſeinen Vater, 2 Kunſtblätter nebſt 2 Texten und dazu gehörigen Schaugläſern zur Steinſalzgewinnung von Theodor Dasbach⸗Mannheim. Die Koſten für die Zeitſchriften„Monatsſchrift für höhere Schulen“ und„Die neueren Sprachen“ trug die ameri⸗ kaniſche Emergency Society, aber leider nur noch für dieſes Schuljahr. Herzlichen Dank allen Spendern auch an dieſer Stelle!


