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i) Befreiungen a) vom Religionsunterricht wurden nicht nachgeſucht, b) von Geſang und Muſikpflege wurden nicht gewährt. c) Über Befreiung vom Turnen vgl. unter Abſchn. 1. 6. S. 8. Allerdings mußten entfernt wohnende Schüler bei ſchlechtem Wetter vom Spielturnen nachmittags beurlaubt werden.
g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.
Engliſch: im Sommer— aus IJ, 10 aus O II, im Winter— aus I, 9 aus O II
Hebräiſch:„„—„„ 2„„„„—„„ 4„„
Bibl. Arbeitsgem.„„ 8„„—„„„ 1O„„ 2„„
Lat.„„„ 5„„5„„„ 3„„ 3„„
Neuſprachl. 7/ 2 77 17 71 4 47 71 77 47 8 11 4 71 4/ Kurzſchrift ſ. Selbſtverwaltung.
h) Selbſtverwaltung, Wanderungen, Geſundheitszuſtand, Konvikt.
Die Selbſtverwaltung der Schüler betätigte ſich wie bisher in Klaſſenvertretungen durch je 2 Schüler, Verwaltung der Leſebüchereien der einzelnen Klaſſen und Ausübung der Pauſen⸗ aufſicht durch Schüler der Oberklaſſen nach Anweiſung des Direktors.
An Schülervereinen beſtanden:
1. Katholiſcher Schülerbund Neudeutſchland. Die hieſige Gruppe zählte 14 Mitglieder, die alle 14 Tage zuſammenkamen zur Ausſprache über religiöſe, philoſophiſche und literariſche Fragen und zur Pflege des Volksliedes. In den Ferien gemeinſame Wanderungen. 2. Ein Schülerturnverein, wie er früher beſtanden hatte, trat nach Freigabe der Turnhalle durch die Beſatzungsbehörde Ende Mai wieder ins Leben. Er zählte 17 Mitglieder, Schüler der Klaſſen Ol bis U II. Es wurde wöchentlich zweimal geturnt, im Sommer bei günſtiger Witterung auch Leichtathletik getrieben. 3. Eine Schülergruppe des Vereins für das Deutſchtum im Aus⸗ lande(V. D. A.) wird im kommenden Schuljahr ſich bilden, vergl. unter VI. Chronik der An⸗ ſtalt, zum 4. 2. 1927. 4. Einheitskurzſchrift wurde zunächſt in drei Klaſſenabteilungen der Ober⸗ ſtufe gelernt in Arbeitsgemeinſchaften. Zugrunde gelegt wurde Winklers„Lehrbuch der Einheits⸗ kurzſchrift.“ Von Herbſt 1926 an wurde ein Lehrgang in O0III abgehalten, getrennt für Kon⸗ viktſchüler und andere Schüler, unter Leitung eines Unterprimaners und eines Oberſekundaners
Wanderungen kamen in dieſem Schuljahre wenig zuſtande, weil ungünſtiges Wetter ſo manchen Plan vereitelte. Aus demſelben Grunde konnte ſich im Winter kein fröhliches Rodeln entfalten. Am 22. September beſuchten Mittel⸗ und Oberklaſſen das Turnſpielfeſt der höheren Schulen des Lahngaus zu Limburg, von wo ſie zwei Chrenſchilde als Wanderpreiſe heimbrachten. In den Oktoberferien unternahm eine Gruppe aus den Oberklaſſen unter Führung des Direktors einen Ausflug nach Düſſeldorf und zur dortigen Geſolei⸗Ausſtellung.
Der Geſundheitszuſtand der Schüler ließ zu wünſchen übrig. Es kamen u. a. zwei Fälle von Scharlach und eine ſchwere Gehirnoperation und eine Blinddarmoperation vor; zum Glück verlief alles günſtig. Im Januar und überhaupt im ganzen letzten Vierteljahr trat die Grippe wieder bedrohlich auf, in einigen Klaſſen entzog ſie zeitweiſe ein ganzes Drittel der Schüler dem Unterrichtsbeſuch. Auch die Lehrer blieben nicht davon verſchont. Gegen Unfall bei Schul⸗ veranſtaltungen und auf den Schulwegen waren ſämtliche Schüler ſowie Lehrer verſichert bei


